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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute noch einmal mit dem Yoga Sutra, 4. Kapitel, 14. Vers: „Die Besonderheit dieses Objektes ist die, für dieses Objekt, spezielle Einzigartigkeit in der Veränderung der Gunas.“

Hier nimmt uns Patanjali einige Illusionen von der Einzigartigkeit des Universums und die Einzigartigkeit der Persönlichkeit, der eigenen Emotionen und Gedanken. Letztlich besteht alles, laut der Sankhya-Philosophie, aus Sattva, Rajas und Tamas. Man kann sogar sagen, dass alle physikalischen Kräfte sattvig, rajasig oder tamasig sind. Gemütszustände sind sattvig, rajasig und tamasig. Wünsche sind sattvig, rajasig und tamasig. Jede Persönlichkeit hat sattvige, rajasige und tamasige Elemente. Das, was dich von deinem Nachbarn unterscheidet oder deinem Kollegen oder deiner Partnerin oder deinem Partner oder dem, den du vielleicht jetzt gerade aus dem Fenster siehst, ist nichts Essentielles. Du bist nicht grundsätzlich anders als andere, das ist nur eine unterschiedliche Manifestation der Gunas.

Der westliche Mensch ist auf der einen Seite sehr selbstverliebt in seine Individualität. Wenn du einem westlichen Menschen erzählst: „Du bist einzigartig, ein einzigartiges Kind der Schöpfung. Keiner ist so wie du. Du hast ganz besondere Talente, die niemand sonst hat wie du“, dann freut er sich. Wenn man dagegen einem Menschen sagen würde: „Dein Verhalten resultiert aus Genen und du hast die gleichen Gene wie andere. So wie du reagierst, reagieren alle möglichen anderen Menschen. Das ist alles einfach menschlich“, dann ist das auf der einen Seite natürlich ein Trost, auf der anderen Seite fühlt man sich etwas gekränkt.

Aber es hilft, wenn du erkennst, dass was auch immer du erfährst, eine Manifestation der Gunas ist. Es ist nicht etwas Typisches für dich. Das zu erkennen, kann dir auch helfen, dich davon zu lösen.

Mehr dazu das nächste Mal. Alles Gute!

Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: gleichgewicht, inspiration, lernen, patanjali, purusha, rajas, reinheit, sattva, sein, sukadev, Mehr...sutra, tamas, täglich, wissen, yoga

Kommentar von kleineGöttin am 10. Januar 2011 um 5:26pm
Hm.
Soso.
Und warum unterscheidet man dann im Ayurveda verschiedene Typen?
In der TCM ebenso
und auch Herr Jung konnte sich diesbezüglich nicht zurückhalten.

Ist es vielleicht so das uns zwei mehr unterscheidet als X und Y?
Und soviele Gene unterscheiden uns zwei auch nicht von der Kartoffel.


und selbst letztere sehen alle anders aus.
So ganz einzigartig.

" Schimpfen" nicht gerade WIR ganzheitlich Denkenden über 0-8-15 Behandlung beim Arzt, über Standardblutwerte und vereinheitlichter MEdikation...
Da haben doch genau diese Mediziner an sich recht, Gleiches für Alle.

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