Die hohe Schule des Yoga

8699623253?profile=original© 2018 Text: Bhajan Noam - Die hohe Schule des Yoga ist nicht Hatha-Yoga, auch nicht Kundalini-Yoga oder Raja-Yoga, nicht einmal Jnana-Yoga, vielleicht geht es ein bisschen in Richtung Bhakti-Yoga. Die hohe Schule des Yoga ist in Wahrheit das Leben selbst. Wer es sich nicht wegnehmen ließ, mit Wachheit, Sensibilität, Offenheit, Dankbarkeit und Liebe zu leben, was unsere natürlichen Gaben sind, für den darf Yoga ruhig ein Fremdwort bleiben. Wer diese Eigenschaften jedoch erst wieder lernen muss, der sollte bald mit Meditation beginnen – und sich dafür einen Meister suchen. Meditation ist, wie ich es kenne und verstehe, sein Leben unter die Obhut eines Meisters stellen. Die ständige Gegenwart und Schulung des Meisters ist die gebäudelose und bürokratiefreie Universität des Lebens, in der essentielles Lernen stattfindet. Vergeude nicht deine Zeit mit Sinnlosigkeiten, mit roboterhaftem Dahinvegetieren oder mit egozentrischen Experimenten. Nimm all deinen Mut zusammen, sei bereit zu sterben für die Freiheit, für die Sinnhaftigkeit, für die wirkliche Liebe, für ein authentisches Leben. Liefere dich aus, lasse den Meister dein Ego töten, nur er kann es, nur er kennt alle Tricks und Fluchttaktiken. Die hohe Schule des Yoga ist die pure Präsenz eines einfachen Mannes oder einer einfachen Frau, die aufgewacht sind. Deine Seele findet sie.

 

© 2018 Text: Bhajan Noam

 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

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Kommentare

  • It's A Sin (Official Video) - Es ist eine Sünde

    Father forgive me
    I tried not to do it
    Turned over a new leaf
    then tore right through it
    Whatever you taught me
    I didn't believe it
    Father you fought me
    'cause I didn't care
    and I still don't understand


  • Ohne Meister geht nichts !
  • @Diamir: Nö.Einfach nur: Shit happens. Die Frage nach dem Warum habe ich mir schon vor längerer Zeit abgewöhnt.. Die Welt ist voll von Menschen, denen irgendein Shit passiert, den sie ganz sicher nicht verdient haben. Habe ich nicht in einem Meditationsseminar gelernt, sondern in meine letzten Arbeitsstelle als Betreuungsassistentin an einer Förderschule für Körperbehinderte und in meiner jetzigen mit Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Somalia und Eritrea...
    Hoffe, dass dir gerade kein wie auch immer gearteter Shit passiert und du einfach ein schönes Wochenende genießen kannst!....

  • @Maeggie:
    Zitat: also an einen gewöhnlichen, sterblichen und sündigen Menschen. Zitat Ende
    If shit happens i deserve it.
    @Bhajan Noam:
    Das Leben ist der größte Lehrer von allen.
    - Meinst du vermutlich auch so. Oder verstehe ich den Text falsch? -

  • Das halte ich für keine gute Idee, sich an einen "Meister" auszuliefern - also an einen gewöhnlichen, sterblichen und sündigen Menschen. Das führt ihn doch geradewegs in die Versuchung, seine Macht zu missbrauchen. Noch schlimmer ist es, wenn ein solcher " Meister" sich allen Ernstes für etwas Besseres als die anderen (Halt nicht so erleuchteten ) Menschen hält. Solchen Leuten kann man gar nicht weiträumig genug aus dem Weg gehen.

    Natürlich kann es schwierige Lebensphasen geben, in denen man (professionelle) Hilfe und Rat braucht.
    Dies sollte aber immer nur auf einzelne Lebensbereiche beschränkt und auch zeitlich eingegrenzt sein. Vor allem sollte es nicht auf "Tötung des Egos" abzielen, sondern auf Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterordnung unter einen "Meister" - jedenfalls so, wie hier im Text beschrieben, kann für einen erwachsenen Menschen kein erstrebenswerter Zustand sein.
    So krass wie hier beschrieben findet das nicht einmal in Klöstern und Priesterseminaren statt.

    Gottlob habe ich keinen "Meister", sondern einen überaus sympathischen Yoga-und Pilatestrainer, von dem mancher Super-Yogi etwas ganz Wichtiges lernen könnte: Nüchternheit, Bodenständigkeit sowie Respekt und Dankbarkeit für den Wert dieses wunderbaren ganz gewöhnlichen Lebens.

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