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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute rezitiere ich etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Meditation“, Unterkapitel „Nutzen der Meditation“.


Swami Sivananda schreibt:
„Meditation wirkt stimulierend. Die göttliche Energie fließt frei vom Göttlichen in die einzelnen Systeme des Sadhakas, also des spirituell Übenden. Die heilenden Schwingungen durchdringen alle Zellen des Körpers und heilen diverse Krankheiten. Wer meditiert, spart an Arztrechnung.“
Damit beschreibt Swami Sivananda sowohl eine sehr hohe Wirkung als auch eine körperlich greifbare Wirkung der Meditation. D.h., wenn wir meditieren, öffnen wir uns und wenn wir uns öffnen, erschließt sich uns eine göttliche Inspiration, göttlicher Segen. Ich glaube die meisten, die regelmäßig meditieren, haben dies sicherlich schon gespürt: In der Meditation hat man das Gefühl, dass von oben Licht, Segen, etwas Positives in einen hineinströmt und dass man ergriffen wird von einer göttlichen Schwingung, von einer Kraft. Dieses Licht, Lichtenergie, Prana, göttlicher Segen, wie auch immer wir es ausdrücken wollen, kann eben auch heilend wirken. Dazu existieren inzwischen sogar einige wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Meditation tatsächlich Krankheiten heilen kann. Die Studie einer holländischen Krankenkasse bspw. zeigte, dass jemand, der regelmäßig meditiert, die Krankenkasse in der gleichen Altersstufe nur halb so viel kostet wie jemand, der nicht meditiert. Das ist schon eine hoch signifikante Sache!


„Meditation ist sehr hilfreich, um Emotionen und Impulse zu harmonisieren. Wenn man Emotionen und seine Launen steuern kann, wird man auch keine dummen Handlungen ausführen.“
Meditation hilft des Weiteren, das geistige Gleichgewicht besser halten zu können. Auch dies ist inzwischen durch intensive Forschungsarbeiten ausreichend belegt. Das heißt nicht, dass jemand, der meditiert, keine Emotionen mehr hat. Vielmehr unterstützt uns regelmäßige Meditationspraxis, das Leben etwas gelassener zu sehen. Wenn Emotionen hochkommen, während man meditiert, ist man in der Lage, zügiger wieder in ein Gleichgewicht zurückzukehren.


„Regelmäßige Meditation öffnet die Straßen intuitiven Wissens.“
Dies ist ein tiefgehenderer Aspekt der Meditation. In uns ist alles Wissen, unsere wahre Natur, Satchidananda Swarupoham. Chid bedeutet Wissen, folglich befindet sich intuitives Wissen in uns und wer regelmäßig meditiert, hat einen stärkeren Zugang zum intuitiven Wissen.


„Macht den Geist ruhig und klar“, unser Denken wird klarer und ruhiger. „Erweckt ein ekstatisches Gefühl“ Manchmal in der Meditation hat man wirklich das Gefühl einer großen Freude, einer Ekstase oder von einer unbeschreiblichen Liebe und Verbundenheit. „Und bringt den Yogaschüler in Kontakt mit dem höchsten Purusha.“ Purusha, Seele, höheres Selbst. In der Meditation können wir uns unserer höheren Natur bewusst werden, unseres höheren Selbst.


„Zweifel klären sich von selbst, wenn man auf dem Weg von Dhyana Yoga, dem Yoga der Meditation, stetig vorangeht.“
Durch Meditation kommt Erfahrung und durch Erfahrung verschwinden etwaige Zweifel, die man vielleicht auf dem spirituellen Weg hat.


„Meditiere, meditiere, meditiere! Über Meditation wirst du über alles Leiden hinauswachsen. Dies ist die großartige Möglichkeit.“

 
Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortragesvon Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

 


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Kommentar von haripriya-rāmani हरिप्रिय रामनी am 8. März 2011 um 9:39am
Om namah shivaya,
vielen Dank für die schöne Inspiration. Ich freue mich jeden Tag darüber, sie zu lesen.
Ich habe mal eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen Purusha und Atman?
Beides ist doch das höhere Selbst, die individuelle Seele - oder?
Om shanti und liebe Grüße von Haripriya
Kommentar von Sportsman777 am 8. März 2011 um 1:47pm
Danke für den schönen Beitrag. Habe daraufhin auch ein wenig recherchiert.
Siehe z.B.:
Grundlegende Wirkungen von Meditation (gefunden auf: http://intrag.info/aktuell/2010/12/03/73/ )

Zu den physiologischen Wirkungen der Meditation, die in verschiedenen
Grundlagenstudien bereits festgestellt werden konnten, zählen eine
Verringerung des Sauerstoffverbrauchs und der Ausatmung von
Kohlendioxyd während der Meditationspraxis, ein deutliches Absinken des
Blutlaktats und eine Erhöhung des Hautleitwiderstands. Es lassen sich
somatische Effekte im Muskeltonus, im Herz-Kreislauf-System, in den
Hormonen und Neurotransmittern nachweisen. Langjährige
Meditationspraxis führt darüber hinaus zu Veränderungen in der
Arbeitsweise und dem Aufbau des Gehirns. Kognitive Effekte zeigen sich
im Hinblick auf Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit,
Gedächtnis, Kreativität, Empathie und Persönlichkeitsmerkmale (zum
Beispiel Neurotizismus). Klinische Studien belegen, dass Meditation die
Therapie von Bluthochdruck, Schmerzen, Schlafstörungen,
stressbedingten Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Angststörungen,
Substanzabhängigkeiten, depressiven Verstimmungen und psychischen
Störungen unterstützen kann.

Die Hirnforschung hat darüber hinaus gezeigt, dass Meditationsverfahren
geeignete Methoden zur Erforschung des menschlichen Bewusstseins sind.

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