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Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht

Hallo und herzlich willkommen zu einem Kurzvortrag aus der Reihe „Fragen zur Gelassenheit“. Ich wurde gebeten etwas zum Thema „Der Ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht“ zu sagen.

Ich sage gerne, dass Emotionen Informationen mit Handlungsempfehlungen mit Energie sind. In gewisser Weise spricht das Unterbewusstsein mit dem bewussten Geist über die Emotionen und gibt dir auch die Kraft dazu. Man könnte auch sagen, dass der Ärger ursprünglich aus dem Flucht-Kampf-Totstellreflex entstanden ist. In Gefahr hast du drei Möglichkeiten:

Erste Möglichkeit:
Du kannst fliehen und damit die Flucht besser geht hat der Mensch die Angst entwickelt. Nicht umsonst heißt es: Angst verleiht Flügel.

Zweite Möglichkeit:
Du kannst kämpfen und nicht umsonst hat der Mensch die Fähigkeit zum Ärger bekommen, um dann kämpfen zu können, um mehr Energie zu haben.
Dritte Möglichkeit:
Der Mensch hat den Totstellreflex. Beim Totstellen hat der Mensch die Fähigkeit zur Depressivität bekommen, so kann er sich ducken, kleinmachen, wird nicht gesehen und kann überleben.

Der Ärger ist die kurzfristigste Reaktion, um schnell etwas angehen zu können. Ärger ist manchmal ein Zeichen, etwas zu tun. Ärger kann zum Beispiel ein Zeichen sein, dass jemand eine Grenzüberschreitung gemacht hat oder dass jemand deine Bedürfnisse nicht berücksichtigt.
Vielleicht ist Ärger manchmal auch ein Zeichen, dass jemand sich nicht an seine Vereinbarungen gehalten hat. Du kannst es zur Kenntnis nehmen. Du kannst es merken, spüren und dein Unterbewusstsein fragen: „Welche Information willst du mir geben? Welche Handlungsempfehlung willst du mir geben? Wieviel Energie gibst du mir dafür?“ Und dann bist du vollständig frei, um dem zu folgen. Du musst nicht das tun, was dein Ärger möchte. Aber danke deinem Unterbewusstsein dafür. Du kannst zum Beispiel sagen: „Danke liebes Unterbewusstsein, danke Gerechtigkeitssinn, danke Selbsterhaltungstrieb oder danke Regelpolizei (Denn manchmal ärgert man sich über andere, die sich nicht an die Regeln halten). Danke für die Information. Danke für die Handlungsempfehlung. Ich entscheide später.“
Manchmal kann ein Ärger auch ein reinigendes Gewitter sein. In manchen persönlichen Beziehungen kann es hilfreich sein, dem Ärger auch Ausdruck zu geben in Worten, aber oft nicht. Wir leben heute in einer Gesellschaft in der gewaltfreie Kommunikation angesagt ist, zumindest in den Kreisen, in denen ich verkehre.
Man könnte durchaus sagen: „Ich spüre in mir einen Ärger und das ist ein Zeichen, dass da irgendwie etwas so und so ist.“ Du könntest also über deine Gefühle sprechen, aber du solltest nicht schreien und schon gar nicht mit Gegenständen werfen. Aber manchmal kann in einer engen Beziehung auch das hilfreich sein. Es kann ein reinigendes Gewitter sein. Danach ist es vorbei. Man sollte aber nicht im Dauerfrust sein.
Wenn du im Dauerregen des Ärgers bist, dann hast du wahrscheinlich eine Pitta-Übersteuerung und im Ayurveda würde man sagen, bei einer Pita-Übersteuerung sie zu reduzieren. Auf unseren Internetseiten findest du auch Tipps dafür, was du machen kannst, um Pita-Überschuss zu reduzieren.

Das sind einige Gedankengänge dazu. Vielleicht hast du auch eigene Gedankengänge, dann schreibe es doch in die Kommentare. Wenn dir der Vortrag gefällt, dann vergib doch eine Daumen-hoch-Bewertung oder Sterne, je nachdem auf welchem Vortrag du das Medium gefunden hast oder teile ihn in deinem beliebten Netzwerk oder verschicke den Link zu diesem Beitrag. Dankeschön!

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Tags: Dauerregen, Gewitter, sukadev, Ärger

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