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Hallo und herzlich willkommen zur fünften Ausgabe des Depressions-Podcasts oder des Ratgeber-Depression-Podcast, des Podcasts der sich beschäftigt mit den negativen Stimmungen. Pessimismus, Melancholie, Depression, Niedergeschlagenheit, Trauer, all das sind Themen in diesem Podcast. Und ich will dir nicht nur zeigen, wie du das alles überwinden kannst und dann ein glücklicher und in jedem Moment jubelnder Mensch wirst, das ist überhaupt nicht der Ansatz hier, sondern ich will dir auch zeigen, dass diese Stimmungen und diese Charaktereigenschaften und diese vorübergehenden Szenen im Leben, Phasen im Leben, auch ihren Sinn haben.

Heute möchte ich sprechen über Pessimismus. Pessimismus – man sagt so schön, der Optimist und der Pessimist haben beiden ihre Funktion. Der Optimist sieht Chancen, der Pessimist sieht Gefahren. Beides ist gut. Wenn du in etwas nur Chancen siehst und nicht die Gefahren, wirst du leichtsinnig. Oft genug würde man sich wünschen, dass Menschen in Verantwortungspositionen etwas pessimistischer wären. Dann hätte es vielleicht die Finanzkrise nicht gegeben, dann hätte es vielleicht nicht die Atomkraftwerke gegeben und vieles andere auch. Und wenn du ein Pessimist bist, dann sei ein wenig stolz darauf. Du kannst andere davor bewahren, ins eigene Verderben zu gehen. Du kannst verhindern, dass zu leichtsinnig gehandelt wird. Langfristig gesehen haben sehr oft die Pessimisten Recht. Ich hatte schon beim letzten Mal eine Studie zitiert, in der eben herausgekommen ist, wenn man Vorhersagen machen lässt über die Zukunft und zwar sowohl allgemein wie auch in einer Versuchsanordnung, dann sind die Menschen, die eher pessimistisch sind, sehr viel genauer und sehr viel korrekter in ihren Vorhersagen als die Optimisten.

Die Optimisten denken zu schnell, dass etwas gut geht. Aber es ist wichtig, dass du anerkennst, dass es gut ist, dass du die Bedenken hast, es ist gut, dass du dich selbst dafür wertschätzt, es ist gut, dass du weißt, „ich habe eine wichtige Funktion“, aber es ist auch wichtig, dass du erkennst, die Optimisten haben auch ihre Funktion. Auch die Optimisten sollten in der Lage sein, ihre Aufgabe zu erfüllen. Du kannst Bedenken äußern, aber passe auf, dass du nicht jede Initiative im Keim erstickst. Es ist nämlich auch gut, dass Menschen manchmal ganz naiv an etwas herangehen. Es ist auch gut, dass manchmal Menschen einfach die Schwierigkeiten nicht sehen und einfach loslegen. So werden manchmal Dinge entdeckt, die vorher nicht möglich waren. Zwar hat der Pessimist meistens Recht, aber eben nicht immer. Und manche Durchbrüche kommen oft dann, wenn jemand gegen alles Wahrscheinliche etwas probiert und durchgesetzt hat.


Das möchte ich dir raten: Zum einen, falls du zu der Kategorie der Pessimisten gehörst, dann versuche jetzt nicht, dich krampfhaft zum Optimisten zu machen, und habe auch kein schlechtes Gewissen und schimpfe auch nicht über dich selbst und schimpfe auch nicht über deine Kindheit, die dich zum Pessimisten hat werden lassen, schimpfe auch nicht über deine Lehrer und deine Eltern, die vielleicht dazu beigetragen haben, dass du pessimistisch bist. Schimpfe auch nicht zu sehr darüber, dass du weniger Glück empfindest als der Optimist, sondern erkenne das an, dass das etwas Gutes ist. Sei glücklich darüber, dass du öfters auch mal unglücklich bist. Ja, das möchte ich dir tatsächlich raten. Und manchmal sei neidlos glücklich, dass die Optimisten so naiv an Sachen herangehen. Manchmal ist es gut, Bedenken zu äußern, manchmal ist es auch besser, den Mund zu halten. Manchmal kannst du die Optimisten auch machen lassen und bewusst sein, höchstwahrscheinlich geht es schief und dann kannst du ja auch Plan B entwickeln. Du kannst sagen: „Ja, wahrscheinlich geht es schief, aber wenn es gut gehen würde, dann hätte das sehr gute Folgen. Deshalb, ich lasse ihn oder sie mal machen, aber ich entwickle Plan B falls es schiefgeht, gut, dann will ich das und das tun. Dann werde ich das und das umsetzen.“ Das wäre mein Ratschlag für heute und du kannst selbst überlegen, was du vielleicht machen willst, wie du umgehen kannst mit Optimisten und Pessimisten. Vielleicht hörst du ja auch diesen Podcast gar nicht wegen eigener Depression, sondern weil du Menschen helfen willst mit Depression. In diesem Fall, dann überlege, dass du Menschen, die depressiv sind oder melancholisch oder pessimistisch, dass du ihnen auch Wertschätzung gibst und nicht denkst, die müssten doch alle mal usw. Wertschätze Optimisten, wertschätze Pessimisten für das, was sie beizutragen haben.


Wenn du mehr wissen willst zum Thema Depression, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Pessimismus, Melancholie, dann kannst du auch mal schauen unter dem Ratgeber Depression im Internet, www.beratung-depression.de.
Alles Gute, bis zum nächsten Mal!

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Tags: Depression, Melancholie, Pessimismus, podcast

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