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Depression – Teil 15 Depression – Analysiere deine Gedanken

Namaste und herzlich willkommen zur zweiten Folge, Swami Sivanandas Ratschläge zur Überwindung von düsteren Gedanken und damit Teil des Anti-Depressions-Podcasts, mit Depressionen umgehen und auch der Video-Reihe zum Thema „DepressionNiedergeschlagenheit und neue Positivität im Alltag“, aus dem Buch „Die Kraft der Gedanken“.
Der zweite Tipp ist: „Analysiere deine Gedanken. Nehmen wir an, düstere Gedanken überfallen dich, du fühlst dich deprimiert, trinke eine Tasse Kräutertee, setze dich ruhig hin, schließe die Augen. Finde den Grund für die düsteren Gedanken heraus und versuche, die Ursache zu beseitigen.“
Das ist jetzt natürlich gesunder Menschenverstand und der gesunde Menschenverstand ist manchmal auch sehr hilfreich. Angenommen, du fühlst dich schlecht, angenommen, aus irgendwelchen Gründen bist du traurig, erst mal, sagt Swami Sivananda, setze dich mal ruhig hin, trinke eine Tasse deines Lieblingstees, vielleicht zünde auch noch eine Kerze an, vielleicht ein Duftöl, bringe eine Atmosphäre, die irgendwo angenehm ist. Man könnte natürlich auch sagen, lenke dich ab, schaue irgendwas und werde aktiv. Das ginge vielleicht auch, aber Swami Sivananda sagt dort, eine angenehme Atmosphäre, setze dich ruhig hin, trinke eine Tasse Kräutertee, zünde eine Kerze an, Duftöl, Räucherstäbchen oder was auch immer du brauchst. Und dann überlege, gibt es vielleicht einen Grund dafür? Er sagt sogar, schließe die Augen, schließe einen Moment lang die Augen und überlege, gibt es einen Grund für die Depression oder die traurigen Gedanken, die düsteren Gedanken?

Das funktioniert natürlich mehr, wenn es nicht eine Dauerdepression ist, sondern wenn es einfach ein unschöner Moment war oder wenn du jetzt am Ende des Tages irgendwie düstere Gedanken hast. Und es kann viele Gründe geben. Der Grund kann sein, dass du vielleicht zu viel gegessen hast und so dein Verdauungssystem überlastet ist. Es kann sein, dass du die Nacht nicht gut geschlafen hast, dann würdest du vielleicht sagen: „Ok, dann mache ich vielleicht noch eine kurze Tiefenentspannung, dann geht es mir besser.“ Grund kann sein ein Misserfolg, dann kannst du überlegen: „Was war die Ursache des Misserfolgs?“ Vielleicht kannst du auch sagen: „Ja, in Wahrheit war es kein Misserfolg, sondern es war ein Schritt, ein Lernerlebnis. Etwas ist schiefgegangen, es ist nicht wirklich schiefgegangen, sondern ich habe einen Lernschritt gemacht.“

Thomas Edison hat mal gesagt, er hat über hundert Versuche gebraucht, um eine Glühbirne herzustellen. Es ist hundert Mal schiefgegangen, vielleicht sogar mehr, und dann wurde er mal gefragt: „Warum hast du durchhalten können, obgleich du so häufig gescheitert bist?“ Er hat geantwortet: „Ich bin nie gescheitert, ich habe hundert Erkenntnisgewinne bekommen, wie man eine Glühbirne nicht herstellen kann.“ Also, wenn du merkst, dein Grund war ein Misserfolg, dann sei dir bewusst, es ist nicht wirklich ein Misserfolg, du hast dadurch einiges an Erkenntnisgewinn bekommen. Angenommen, es war ein Streit, dann kannst du überlegen, wie könntest du vielleicht dich wieder vertragen? Du könntest auch sagen, es war nicht vermeidbar usw. Manchmal hilft es auch, anstatt nur zu überlegen, nachdem du ein oder zwei Minuten die Augen geschlossen hast und überlegt hast, „was ist die Ursache“, dann aufschreiben. Es kann helfen, aufzuschreiben. Man kann aufschreiben: „Das und das könnten Gründe gewesen sein, warum ich mich jetzt etwas deprimiert fühle.“ Indem du es aufschreibst, gehen die Gedanken aus deinem Kopf heraus. So ähnlich wie, vielleicht bist du vertraut mit Harry Potter Filmen, da gibt es den Schulleiter namens Dumbledore und der hat so eine Art Denkarium und mit einem Zauberstab holt er seine Gedanken heraus und bringt sie dann in so ein Denkarium hinein. Und unser Denkarium ist im Grunde genommen z.B. ein Tagebuch oder einfach aufschreiben. In dem Moment, wo wir es aufschreiben, ist es aus unserem Geist etwas raus. Und dann kann man auch Vorsätze fassen: „Wie will ich damit umgehen? Was will ich ändern?“ Oder du kannst überlegen: „Wie könnte ich es ändern?“ Wenn du jetzt gerade düstere Gedanken hattest, dann kannst du mal diese Technik ausprobieren, das kannst du vielleicht sogar jetzt machen. Einen Moment lang schauen, ob du eine angenehme Atmosphäre schaffen kannst, einen angenehmen Kräutertee trinkst oder einfach ruhig sitzen bleiben, einen Moment etwas anschauen, was angenehm ist, dann die Augen schließen, dann dir bewusst werden: „Welche Gedanken habe ich?“ Dann kannst du überlegen: „Was könnten die Gründe sein?“ Und dann überlegen: „Was könnte ich damit tun?“ Und danach aufschreiben. Ein kleiner Ratschlag, probiere es aus, ob es dir hilft.
Bis zum nächsten Mal auf www.yoga-vidya.de.

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Tags: Depression, Gedanken, podcast

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