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„Wahrlich der Ertrag, die Früchte, den diese Menschen von geringer Intelligenz erhalten, ist gering. Wer den Göttern huldigt, geht zu ihnen, wer aber Mich verehrt, kommt zu mir.“
Das ist der 23. Vers des 7. Kapitels der Bhagavad Gita. Krishna spricht darüber, wenn wir anderes haben, das wir verehren, etwas anderes als Gott. Also, wenn er hier von Göttern spricht, dann meint er z.B., Geld verehren oder Fußball verehren oder Hobby verehren oder was auch immer Menschen verehren wollen. Er sagte zwar vorher, egal, was man verehrt, letztlich verehrt man immer Gott. Und einige Verse vorher sagte er, dass es geradezu eine besonders schöne Weise Gottesverehrung zu praktizieren ist, Gott in allem Schönen, in allem Wahren, im allem Guten, in allem Liebevollen zu verehren. Wenn du aber etwas anderes verehrst als etwas anderes als Gott selbst, dann ist der Ertrag, die Früchte, beschränkt. Wenn du dem Geldgott huldigst, dann wirst du vielleicht Geld bekommen und vielleicht wirst du auch mal schwimmen in Reichtum. Vielleicht wirst du aber auch Enttäuschungen haben. Vielleicht wirst du das Ganze wieder verlieren. Nicht nur vielleicht, es ist sogar sehr wahrscheinlich. Und selbst wenn du Geld bekommst, auf die Dauer macht Geld nicht glücklich. Wenn du also dein Leben einer bestimmten Sache widmest und diese Sache ist nicht Gott oder ein hohes Ideal, dann wird der Lohn dafür letztlich gering sein. Du wirst nicht sehr viel davon haben. Es wird nur von beschränkter Relevanz sein. Daher, widme dein Leben der Suche nach Gott, widme dein Leben der Erfahrung Gottes, widme dein Leben dem Dienen Gottes. Tue alles, was du hast, um so zum Göttlichen zu kommen. Praktiziere regelmäßig spirituelle Praktiken. Sieh in allem das Göttliche oder sieh immer wieder das Göttliche. Und auch deine anderen Bestrebungen, die du hast, nimm sie als Manifestationen deines Strebens nach Gott. Und so, höre auf, einen Unterschied zu machen zwischen weltlichem und spirituellem Leben. Verehre nicht Gott und den Mammon gleichzeitig. So wie Jesus sagt: „Du kannst nur einem dienen, Gott oder dem Mammon.“ Das heißt nicht, dass du all deinen Besitz aufgeben musst, sondern das heißt, selbst wenn du deinen Lebensunterhalt verdienst, selbst wenn du dich bemühst, erfolgreich zu sein im Beruf, nicht nur selbst wenn, sondern wenn du dich deinem Lebensunterhalt auch widmest, dann sieh auch dies als Teil des Dienstes an Gott. Alles, was du tust, alle deine Ideale, erkenne es als Manifestation des Strebens nach Gott.

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Gott, Praxis, Streben, Verehrung

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