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Amrita – Unsterblichkeit, Unsterblichkeitstrunk, Unsterblichkeitsnektar

Amrita heißt Unsterblichkeit. Amara heißt ja, der Unsterbliche. Amrita, die Unsterblichkeit. Es gibt einige Mantras, die enthalten Amrita. Z.B. das Tryambakam: „Om Tryambakam Yajamahe Sugandhim Pushtivardhanam Urvaarukamiva Bandhanaan Mrityor Mukshiyaa Maamritat.“ Also, „Maamritat“, das heißt: „Führe mich zu Amrita, zur Erfahrung der Unsterblichkeit.“ Ma – mich, zu Amrita. Oder auch: „Om Purnamadah Purnamidam Purnat Purnamudachyate Purnasya Purnamadaya Purnamevavashisyate.“ Purnamadah – „führe mich zur Fülle“. Aber eigentlich, das Amrita ist nicht in diesem Mantra, sondern in dem, was vorher kommt: „Asato ma sad gamaya, Tamaso ma jyotir gmaya, Mrityor ma amritam gamaya.“ Amrita: „Führe mich von Mrityor, vom Sterblichen, zu Amrita, zur Unsterblichkeit.“

Deshalb ist übrigens auch wichtig, dass man sagt, „maamritat“ und nicht „mamritat“, ansonsten heißt es „ma mrita“ und „mrita“ heißt „Sterblichkeit“. Amrita – Unsterbichkeit. Ma – mich. Maamritat – mich zur Unsterblichkeit. Mamritat heißt, mich zur Sterblichkeit. Also, deshalb sage, „maamritat“ und nicht „mamritat“. Also, Amrita heißt Unsterblichkeit. Letztlich, du bist schon unsterblich. Du musst nicht zur Unsterblichkeit kommen, eigentlich, du bist unsterblich. Du bist das unsterbliche Selbst, du bist Satchidananda, SeinWissen und Glückseligkeit, du bist Atman, eins mit Paramatman, der höchsten Seele, eins mit Brahman, dem Absoluten. Du bist Amrita, du bist unsterblich, du bist es jetzt.

Aber es heißt: „Führe mich zur Verwirklichung dieses Unsterblichen.“ Das kannst du beten. Vor der Meditation kannst du sagen: „Bitte, lasse mich dieses Unsterbliche erfahren.“ Nach der Meditation kannst du sagen: „Lasse mich aus dem Unsterblichen heraus handeln.“ Am Tag sei dir bewusst, du bist unsterblich. Du brauchst keine Angst vor irgendetwas zu haben, du kannst voller Vertrauen sein, du kannst voller Liebe sein, denn du bist Amrita, unsterblich.

Amrita ist auch der Unsterblichkeitstrunk. Z.B. im Ayurveda spielt das eine gewisse Rolle. Dort gibt es die Geschichte, wie der Milchozean gequirlt wurde. Und dann kam Dhanvantari aus dem Meer heraus und er hatte einen Pott von Amrita, vom Nektar der Unsterblichkeit. Und diesen Nektar hat er dann genommen und hat damit Ayurveda-Heilmittel angereichert. Er hat einige Pflanzen mit diesem Amrita angereichert. Und so gibt es einige Heilpflanzen, z.B. die Amalaka-Frucht, die mit diesem Amrita angereichert sind und deshalb lebensverlängernd wirken. Und der Dhanvantari hat auch bestimmte Energieformen mit Amrita aufgeladen, was auch heißt, bestimmte Massagetechniken, bestimmte Ayurveda-Heilmittel, die vermitteln auch diesen Amrita.

Amrita gibt es auch im Hatha Yoga. Im Hatha Yoga gibt es den Amrita, den Nektar der Unsterblichkeit, für den wir uns öffnen wollen. Amrita ist zum einen göttliche Gnade, göttlicher Segen, auf den wir uns einstimmen, zum anderen ist es aber auch die Energie von Chandra Chakra, dem Mond. Und dieser Amrita, der hinunterträufelt, ist zum einen verbunden mit der Erfahrung der Kühle, einer angenehmen Kühle, er ist verbunden mit großer Freude, mit innerer ruhiger Ekstase, im Unterschied zur Feuerekstase. Das ist eine ruhige, aber doch überwältigende Ekstase, die Erfahrung von Amrita. Es ist auch eine Heilenergie, eine verjüngende Energie. Wer diesen Amrita in sich aktiviert hat, der merkt, dass plötzlich Körpersysteme heilen, der merkt, dass er sich wieder jünger anfühlt. Daher, Amrita – Nektar der Unsterblichkeit, Unsterblichkeitstrunk. Amrita - die Unsterblichkeit

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Tags: Amrita, Unsterblichkeit, Unsterblichkeitsnektar, Unsterblichkeitstrunk, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

Kommentar von Devani am 16. September 2014 um 10:57pm

Danke, interessant. Ist "Amrita" nicht auch jenes kugelartige, erbsengroße "Sekret", das sich im Mund (Gaumen) (oder irgendwo dort) bilden bzw. hervortreten kann und als (alleinige göttliche) Nahrung dienen können soll? (Z.B. nach langer intensiver Meditation und tiefer Hingabe und Glauben.) Und warum komme ich an den Quelltext vom "OM Tryambakam" nicht ran. "Tryambakam" ist doch der "Dreiäugige" also Shiva. Und könnte ich das auch mit "dem Allwissenden" übersetzen? Eine Schülerin (Yoga) wünscht eine Übersetzung des "OM Tryambakam". Leider steht im Kirtan - Heft keine und ich tue mich schwer mit einer "ebensolchen", möchte aber erklären können, was wir singen. Schade, dass ich das bei Yoga Vidya nicht finde, sondern weiter im Internet nachsuchen muß. OM shanti, Devani

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