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Das ganze Brustgewebe (beide Brüste) und die Lymphdrüsen sind entfernt worden. Die Frau hat die komplette Behandlung mit Bestrahlung etc durchgemacht und von den Ärzten knappe 6 Monate zum
Leben bekommen. Sechs Jahre später lebt sie noch immer und ist grundsätzlich sehr aktiv. Wegen den nichtvorhandenen Lymphdrüsen schwellen ihre Oberarme öfters auf und ihre Brustmuskulatur ist stark unterentwickelt. Sie interessiert sich jetzt für Hatha Yoga und deswegen möchte ich nachfragen, ob Sie ein Paar Ratschläge für den Yogaunterricht hätten. Vielen Dank!

Tags: Brustkrebs

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Mit Hatha Yoga zu beginnen ist bestimmt ein sehr guter und hilfreicher Schritt
Großartig ist dass bei der Frau der Körper und Geist nicht erschöpft sind, sondern dass sie aktiv ist. Empfehlen ist bei Hatha Yoga tägliche Übungen zur Energieerzeugung und Harmonisierung, und um sich mehr mit Geist und Seele als Ganzes zu erfahren.
Yoga ist eine bewußte, sanfte Bewegung in dem man lernt auf seinen eigenen Körper zu hören. Hatha Yoga kann dem Energiebedarf angepasst werden. Yoga hilft zu entspannen und den Geist zu beruhigen und zu stärken.

Für den Yogaunterricht sind vielen Schulter-Übungen empfehlenswert um den Schulterbereich und Rumpf zu stärken. Möglichst viel Balance und Bewegungsfreiheit in den Schlüsselbeine, Schulterblätter aufbauen, dies ist der Kopf für die Arme und Rumpf, und so möglichst in diesem Bereich viele Bewegung üben und bewegen lassen, dies würde bedeuten:
- Depression - In dieser senken man die Schultern nach unten und weg von den Ohren.
- Elevation - Schultern nach oben, in Richtung der Ohren.
- Abduction - . Dabei werden die Schulterblätter weg aus der Wirbelsäule bewegt.
- Adduction - Zusammendrücken der Schulterblätter hinter dem Rücken.
Sehr helfen auch alle Armbewegungen:
- Flexion - Hier heben man die Arme über dem Kopf und strecken.
- Extension - Arme hinter Ihrem Rücken, streckte die Arme gerade heraus.
- Adduction - beide Arme vor sich und zueinander.
- Abduction - Arme vom Körper weg in Schulterhöhe heben.
Und natürlich allgemein die Yoga Übungsreiche, da müssen die Teilnehmer spüren und lernen was einem besonders gut tut, und wo man sich weiter entwickeln kann. Und nicht zu vergessen die Atemübungen im Yoga.
Dies alles hilft vom körperlichen und Gedanken zum seelischen mehr übergehen zu können, dazu ist Meditation auch sehr hilfreich.

Hilfreich zu Hatha Yoga ist auch:
Tai Chi stimuliert das Immunsystem und das Lymphsystem.
Schwimmen, da es eine sowohl beruhigende und gesunde Form der Bewegung ist. Beim Schwimmen bewegen sich sanft die Muskeln, stärkt die Atmung und regt das Lymphsystem an.
Eine kurze Radtour pumpt das Blut durch den Körper und hebt auch die Geister.
und Nordic Walking.

Alles Gute und Liebe Grüße Rafaela

Ich hatte im August 2008 eine komplette Entfernung der linken Brustdrüse und aller axilaren Lymphknoten. Nach der Chemotherapie habe ich mit Ayurvedamassagen zur Ausleitung begonnen und bin über meinen Masseur im Frühjahr 2009 zum Hathayoga gekommen. Da ich in den Kursen nur positive Erfahrungen gemacht habe, kann ich Yoga ohne Einschränkung empfehlen. Wichtig ist, sehr genau in sich hineinzuspüren, damit man sich nicht überfordert (aber das sollten auch "Gesunde" tun) und sich von einem kompetenten Lehrer begleiten zu lassen. Anfangs hatte ich Probleme mit allen asanas, die zu viel Gewicht auf den "Lympharm" bringen, schiefe Ebene z.B. Inzwischen kann ich fast jede Asana der Yoga Vidya Grundreihe lange halten. Neben der Ermutigung, wie schnell man mit Hathayoga die degenerierten Muskeln aufbauen kann, haben mir insbesondere die Tiefenentspannung und die Atemübungen sehr gut getan. Sie helfen gegen Ängste, bei Blutdruckschwankungen durch die Hormontherapie und gegen Schlafstörungen.
Mit Ödemen habe ich bisher keine Probleme, manchmal aber, besonders bei heißem Wetter, Druckgefühle oder Schmerzen. Hathayoga hilft mir auch hier, da durch die Muskelarbeit die Lymphe besser abfließen kann. Stellungen, die die Arme einengen (z.B.Fisch) empfinde ich dann als unangenehm und ersetze sie.
Durch die Kurse bekam ich alle Techniken vermittelt, die es mir selber jederzeit ermöglichen, mir zu helfen.
Inzwischen praktiziere ich täglich, je nach Laune und Gesundheitszustand mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Yoga hilft, sich selbst zu heilen und ich möchte allen Mut machen, damit zu beginnen.
Meine vierteljährlichen Nachsorgetermine haben bisher keinen Grund zur Besorgnis ergeben. Im Gegenteil, die Ärzte sind immer wieder erstaunt über meine ausgezeichnete physische und vor allem psychische Verfassung.
Mich erreichen regelmässig Berichte von betroffenen Frauen, das Yoga(-therapie) bei Brustkrebs ausserordentlich hilfreich sei. Dies wird auch durch wissenschaftliche Studien so bestätigt. Hier findest du eine Übersicht über die krebsrelevanten Infos (zB Übungsempfehlungen usw.) im www.yogatherapie-portal.de.
http://www.yoga-vidya.de/de/yogatherapie/erste-hilfe.html#c14223

Hier findest du eine Artikelsammlung zum Thema, da ist auch ein Artikel über die zitierte Studie dabei:
http://www.yoga-vidya.de/de/yogatherapie/lesestoff/artikel.html#c14219

Ich wünsche dir und deiner Teilnehmerin viel Freude und steten Fortschritt in eurer jeweiligen und gemeinsamen Entwicklung.

Om Shanti, liebe Grüsse, Mahashakti
Namaste Rafaela, Angelika und Mahashakti!
Erstaunlich wie viel engagement ihr in euren respektiven Antworten gibt! Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen, detailierten Ratschlägen und Hinweise auf Links. Ihr seid mir eine große Hilfe und Freude!
Om Shanti!

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