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Wir wollen im Bereich der Yogatherapie-bei-Brustkrebs unser Angebot aktiv ausbauen, und zwar in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Die wollen aber erst noch überzeugt werden. Dazu brauchen wir eure Anregungen und Erfahrungen. Bitte teilt uns an dieser Stelle hier mit was euch einfällt das zu berücksichtigen wäre.

- Welche Erfahrungen mit Yoga allgemein liegen vor?
- Welche konkreten einzelnen Übungen sind dabei besonders positiv oder negativ aufgefallen?
- Welche Tipps habt ihr für die Konzeption eines entsprechenden Konzeptes für die Krankenkassen?
- Was kennt ihr an konkreten Studien zu diesem Thema, das wir noch nicht kennen?
(Unsere bisherigen Infos sind hier zu finden: www.yogatherapie-Portal.de / Erste Hilfe)
- ... und alles das ihr in diesem Kontext sonst noch wichtig findet.

Ich danke schon mal für eure kreativen und hilfreichen Beiträge.

Om Shanti, Liebe Grüsse, Mahashakti

Tags: Yogatherapie, gesundheit, krebs, therapie, yoga

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Mahashakti,

vor ein paar Jahren hatte die Barmer angefragt, ob ich DMP-Kurse anbiete, unter anderem für Frauen mit Brustkrebs. Ich musste aber die Erfahrung machen, dass die betroffenen Frauen ganz normale Kurse bevorzugen. So arbeite ich seit ein paar Jahren mit einzelnen an Brustkrebs Erkrankten in verschiedenen Stadien (operiert, nicht operiert...). Diese Damen sind eine Bereicherung für jede Gruppe!! Sie sind sehr dankbar für die Erfahrungen, die sie durch Yoga sammeln können. Sie fehlen eigentlich nie, freuen sich auf die Stunde und üben zu Hause. Sie können wesentlich besser mit der Krankheit umgehen, sind lebensfroher, schlafen besser etc. Sie üben im Augenblick zu leben und lernen, dass Leid ein Teil unseres Lebens ist. Dass es nicht wirklich darauf ankommt, was das 'Schicksal' mir beschert, sondern wie ich damit umgehe.
Ein ausgegliches Übungsprogramm, dass den ganzen Körper und Geist anspricht, ist meiner Meinung nach entscheidend, nicht einzelne Übungen. Vor allen Dingen aber die Achtsamkeit! Das im Augenblick sein. Auch sind die Unterschiede - je nach OP - groß. Was kann man machen, was nicht. Aber die meisten Frauen wissen das bzw. nehmen Rücksprache mit ihrem Gynäkologen.
Liebe Grüße
Doris
Liebe Mahashakti, liebe Doris,

ich bin selbst betroffene Brustkrebspatientin (seit 4 Jahren rezedivfrei) und als Rehabilitationssporttrainerin leite ich seit ebenfalls fast 4 Jahren zwei Brustkrebsnachsorgegruppen. Ich mache mit den Frauen öfters Yoga, sie mögen es alle sehr. Wenn Du spezielle Fragen hast, kannst Du Dich gerne an mich wenden. Es ist für die Frauen sehr schön, wenn sie "unter sich" sein können, da in einer solchen Gruppe Gespräche möglich sind, die in "normalen" Gruppen nicht stattfinden würden. Es gibt gerade beim Thema "Krebs" Dinge, über die man mit gesunden Menschen und Nichtbetroffenen nicht so gut sprechen kann. Trotzdem sind diese Frauen natürlich auch zusätzlich noch in anderen Gruppen integriert, je nach Interesse.
Leider habe ich erst jetzt von dieser Diskussionsrunde gelesen...
Liebe Grüße,
Petra
om liebe Petra,
danke für deinen Beitrag. Es scheint ja sehr unterschiedliche Ansichten hierzu zu geben. Es wäre schön, wenn ncoh weitere Menschen ihren Beitrag hier dazuschreiben würden. Vielleicht magst du einige deiner Teilnehmer dazu motivieren?

Om Shanti, liebe Grüsse, Mahashakti
Om, Ihr Lieben!
Ich teile nicht die Meinung, dass es beim Yoga mit betroffenen Frauen nicht auf bestimmte Übungen ankommt. Im Gegenteil, es ist sehr wichtig, dass man die Übungen ganz bewusst auswählt (Öffnung des Brustkorbs und Herzchakras, Mobilisation des Schultergürtels, Kräftigung des Schultergürtels, Aufrichtung, Mobilisation des oder der betroffenen Arme, Gleichgewicht und Koordination sind durch die Chemo stark beeinträchtigt, viele haben irreparable neurologische Schäden an den Extremitäten usw.). Man sollte mehr Zeit einplanen, sodass auch etwas Zeit für Gespräche bleibt, die auch schon mal während der Stunde stattfinden, damit muss man rechnen, dass es aus der ein oder anderen Frau aus heiterem Himmer herausbricht... Die Stunde darf auch nicht nur meditativ und ruhig verlaufen, die Frauen wollen auch mal lachen und Spaß dabei haben. Ansonsten ist alles sehr individuell, da jede Frau andere Einschränkungen hat durch unterschiedliche Operationsmethoden, Narbenbildung, Behandlungsmethoden, persönliche Fitness usw..
Ich durfte beim Kundalini-Yoga vergangene Woche in Bad Meinberg selbst meine Erfahrungen machen und sammeln, wobei mir da dann selbst noch einmal so richtig bewusst wurde, wie wichtig die richtige Auswahl der Übungen gerade in dem Bereich Brustkrebsnachsorge ist...
Om Shanti, liebe Grüße,
Hallo,
hätte noch eine Anregung: bin selber Brustkrebspatientin gewesen und war in einer onkologischen Rehaklinik im Yogakurs. Die Leiterin heißt Iris Kennedy und hat eine Praxis in Eckernförde. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Erfahrung und Tipps hat.
Ich selber bin direkt nach der Chemotherapie in einen "normalen" Yogakurs gegangen und habe mich dort sehr wohl gefühlt. Da alle mit geschlossenen Augen praktizieren, hatte ich nie das Gefühl, dass Behinderungen auffallen. Außerdem hatten viele andere auch die ein oder andere nicht krebsbedingte Einschränkung. Das Bedürfnis mit anderen Betroffenen zu reden hatte ich nicht, allerdings laufen mir bei der Tiefenentspannung oder bei der Meditation öfter mal die Tränen übers Gesicht. Empfinde dies aber als erleichternd und reinigend und brauche auch hierüber keinen Austausch. Ansonsten kann ich nur alles schon gesagte bestätigen: Wenn man achtsam genug ist, spürt man, welche Asanas wie funktionieren und Yoga hilft ungemein, die Lebensqualität wieder herzustellen und auf Dauer zu erhalten, Entspannung, Mantrasingen, Visualisierungen und die Asanas. Ich praktiziere täglich und kann mir ein Leben ohne Yoga nicht mehr vorstellen.
liebe Grüße Angelika
Om Mahashakti!

Ich praktiziere seit ca. 8 Jahren mehr oder weniger regelmäßig Yoga, seit ca. einem Jahr wieder so gut wie täglich. Im Frühjahr 2009, kurz vor meinem 30. Geburtstag, bin ich an Brstkrebs erkrankt. Nach 4 Operationen und einer ziemlich harten Chemotherapie kann ich von Glück sprechen, dass ich mit nur wenigen Einschränkungen davon gekommen bin. Meine Flexibilität und Beweglichkeit hat sich nur geringfügig verändert. Das liegt unter anderem daran, dass mich mein behandelnder Gyn-Onkologe auch während der Behandlungen immer zu Bewegung motiviert hat.
Was mir im Moment fehlt ist Kraft, besonders in den Armen und im Oberkörper. Dadurch ist längeres Halten von bestimmten Asanas (z.B. Tisch, Stütz, Hund...)nur sehr schwer möglich, andere Asanas gehen gar nicht (Kopfstand, Handstand, Skorpion, Schiefe Ebene...), andere wieder völlig problemlos (Schulterstand, Pflug, Drehsitz, Vorwärtsbeuge....). Besonders für die herzöffnenden Asanas fehlt aber auch noch die letzte Dehnbarkeit in der Brustregion. Die letzte OP war aber auch erst Anfang August, Besserung ist durchaus möglich und zu erwarten.
Ehrlich gesagt fand ich die Brustkrebs-Sportgruppen in der Reha ziemlich seltsam. Wahrscheinlich deshalb, weil die meisten anderen Frauen ungefähr doppelt so alt waren wie ich. In einem ganz anderen Lebensabschnitt hatten diese Frauen natürlich völlig andere Sorgen als ich. Eine Gesprächsbasis war nie vorhanden. In diesen Gruppen war ich viel mehr das "posierliche, seltene Tierchen" als in der Yogastunde bei uns im Dorf. Dort war und ist Krebs nie ein besonders großes Thema, irgendwo hat jeder seine Einschränkungen und alle machen das Beste daraus.
Was ich für mich behaupten kann ist, dass Yoga meinem Leben im Moment sehr viel Stabilität gibt. Natürlich gibt es Phasen von Angst und Sorgen genauso wie Frustration oder Glück. Und für alle diese Situationen gibt es die passende Meditation oder passende Asanas. Yoga gibt mir so viel, dass ich beschlossen habe, dass ich diese Erfahrungen weiter geben möchte, auch weil ich in meinem Beruf mit chronisch kranken Menschen zu tun habe. Inzwischen habe ich die Yogalehrerausbildung begonnen. Die beiden Kurswochen waren körperlich anstrengend, trotz einiger Frustmomente aber ein absoluter Gewinn. Sowohl für die körperliche als auch die spirituell-geistige Weiterentwicklung.

Om Shanti, Karuna
om liebe Karuna,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Und danke dafür, das du deine Erfahrungen im Yoga weitergeben möchtest. Gerade Yoga, als Ergänzungstherapie zu schulmedizinischen Krebstherapien kann den Betroffenen sehr viel geben.

Derzeit gebe ich die "Yogatherapieausbildung für medizinische Berufe". Die Gespräche mit den anwesenden Teilnehmern, die logischerweise in ihrem Denken stark schulmedizinisch geprägt sind, zeigen noch deutlicher als bisher wie enorm wichtig es ist die ganzheitliche Sicht auf den Menschen im Gesundheitswesen zu verbreiten. Daher freue ich mich sehr darüber, das du dich dazu entschlossen hast dies zu unterstützen.

Om Shanti, Liebe Grüsse, Mahashakti
yippieeh, noch eine, war meine spontane Reaktion. Weil ich bisher das Gefühl hatte, Frauen mit Brustkrebserfahrung, die aus Begeisertung über die Effekte von Yoga eine Ausbildung machen, gibt es nicht gerade wie Sand am Meer. Schön, dass ich eine gefunden habe!
Meine Voraussetzungen sind allerdings etwas anders, habe vor meiner Erkrankung kein Yoga gemacht, nach der Chemo erst angefangen und praktiziere auch erst täglich, seit ich die 2 jährige Ausbildung begonnen habe, also seit Januar diesen Jahres. Alles was du an körperlichen Einschränkungen beschreibst, hatte ich anfangs auch, inzwischen stehe ich im Rad, als hätte ich nie drei Operationen gehabt. Es sind nicht nur die Muskeln, die erst wieder wachsen müssen, auch neuronale Verschaltungen müssen sich wieder neu bilden, da ja auch Nerven verletzt werden, sowohl in den Operationen als auch durch die Chemotherapie. Das kann auch mal 1-2 Jahre dauern, also Geduld.
Ich hatte anfangs große Zweifel, ob ich mich mit der Ausbildung nicht übernehme, kann aber nur uneingeschränkt zuraten: Die Gefahr, mit sich selber unachtsam oder zu ehrgeizig umzugehen ist bei unserer Vorgeschichte geringer und damit vermitteln wir auch genau das unseren Schülern vielleicht besser als mancher gesunde. Unsere Geschichte macht den jenigen Mut, die sich selbst weder Kraft, noch Ausdauer, noch Flexibilität zutrauen. Und ich habe sehr viel Liebe und Dankbarkeit in mir, da ich mit dem Leben davon gekommen bin, auch davon profitiert jeder, der mit mir zu tun hat.
Und die Erkrankung war eine hervorragende Basis, mein Verhalten zu ändern, Verzicht auf Genussgifte und Fleisch/Fisch fallen mir leicht, da ich mich dadurch auch gut gegen Rezidive gewappnet fühle. Auch hier gibt es kein besseres Mittel um andere zu überzeugen, als gutgelaunte entspannte kraftstrotzende Vorbilder, die ohne Alkohol und Nikotin durchs Leben tanzen.
Ich bin Diplom Psychologin, habe aber während meines Studiums keinen Ansatz kennengelernt, der auch nur annähernd so ganzheitlich und effektiv gewesen wäre, um Suchterkrankungen, Stressreaktionen, Ängste und Depressionen zu behandeln. Für mich ist Yoga das beste Werkzeug, das ich bisher kennengelernt habe. Auch im Umgang mit dem Sterben fühle ich mich sicherer, auch wenn ich nicht sagen kann, es würde mir leichtfallen, im Moment zu gehen. Gerade weil ich meinen spirituellen Weg jetzt erst begonnen habe.
Ich wünsche dir alles alles Gute und dass sich viele Gelegenheiten ergeben, als Lehrerin zu arbeiten
om namah shivaya
Angelika
om liebe Angelika,
dir auch Danke für deinen Beitrag! Deine Auffassung das Menschen mit einschneidenden Erfahrungen sehr gute Yogalehrer sind teile ich unbedingt. Und ich wünsche mir, das noch viel mehr Menschen den Mut haben diesen Weg zu gehen.

Om Shanti
Liebe Grüsse
Mahashakti
Om Shanti Mahashakti,
wahrscheinlich ist das gar nicht der richtige Weg, aber ich habe eine Frage zum Thema Brustkrebs und Yoga, vielleicht ist ja auch noch jemand anderes betroffen und interessiert. Ich hatte meine Operationen 2008, die Chemotherapie ging bis 1/2009 und seit 11/2009, als sich meine Eierstöcke von der Chemotherapie erholt hatten, mache ich auf dringende Empfehlung meines Onkologen eine Hormontherapie mit Zoladex. Das Mittel wird alle 28 Tage als Implantat in die Bauchdecke gespritzt und verhindert über die Hypophyse die natürliche Funktion der Eierstöcke. Seit Januar 2010 bin ich in der Yogalehrerausbildung und habe jetzt grade frisch gelernt, dass die Übungen auch stark auf die Hormondrüsen wirken können. Da eine der Nebenwirkungen meines Medikaments ist, dass man in der Hypophyse einen Schlaganfall bekommen kann, würde ich mich gern noch mal absichern, ob ich auf bestimmte Asanas oder Pranayamatechniken verzichten muss, solange ich die Therapie mache (sie wird mir eigentlich bis 2013 empfohlen).
danke!
Angelika
Namasté, Angelika!

Ich habe ab März 2006 die gleiche Behandlung bekommen, dazu allerdings noch ein Jahr Herzeptin. Dabei habe ich mir natürlich auch meine Gedanken gemacht, was die Beeinflussung des Hormonsystems durch Yoga angeht. Aber mit der Zeit habe ich die Ängste über Bord geworfen... Yoga ist auf jeden Fall gut für uns, solange wir auf unseren Körper hören und das machen, was uns gut tut (Ich habe z.B. immer wieder große Probleme mit dem Schulterstand und Pflug, sodass ich in der Übung Atemnot, ein ungutes Gefühl und auch Angst bekomme, da weiche ich dann auf sanftere Varianten aus. Dazu muss ich sagen, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Im Gegensatz dazu liebe ich den Bogen oder Fisch, diese Asanas tun mir wahnsinnig gut...). Es kann Dir niemand hier sagen, was für Dich jetzt im Moment gut oder schlecht ist, das musst Du selbst spüren. Mir hat Yoga schon in vielen Situationen geholfen. Und der wichtigste Faktor ist, dass Yoga mir mein Vertrauen in meinen Körper wieder zurückgegeben hat. Ich habe wieder ein gutes Gefühl, wenn ich nach innen spüre. Ich bin zur Zeit gesund (mit den Einschränkungen und Beschwerden, die man so durch die Therapien im nachhinein noch hat) und ich glaube fest daran, dass das noch lange so bleiben wird. Ich habe während meiner Yogalehrer-Ausbildung beim Kundalini-Yoga ganz tolle Erfahrungen sammeln dürfen, das war unglaublich, was da alles passiert ist...

Keine Ahnung, wohin mich mein Yogaweg noch führt, es ist und bleibt spannend und schön! Spüre in Deinen Körper ganz intensiv hinein, dann kannst Du nichts falsch machen und Deinem Körper auch nicht schaden... Im Gegenteil, Du tust Deinem Körper während dieser sehr belastenden Therapien etwas Gutes!

Ich wünsch Dir alles Liebe und lass Dich von den Hormonhämmern nicht unterkriegen!

Petra
Hallo Petra, wieder mal Fehlermeldung, aber ich hoffe, du kannst das hier trotzdem lesen. Ich komme grade von einem Gynäkologen, der mir die Spritze in Vertretung für meine Frauenärztin setzen durfte. Er sagt, dass ich ein sehr ungewöhnlicher Fall bin, weil ich die Spritzen sehr gut vertrage, während ich das Tamoxifen wegen massivster Nebenwirkungen abgesetzt habe. Für mich wieder ein Hinweis darauf, dass der Geist den Körper massiv beeinflussen kann. Mir macht Yoga sehr viel Mut und gibt mir riesig viel Kraft, vor allem, weil es mich unabhängig macht von den wechselnden Trends bei Ärzten und Heilpraktikern. Aber gerade beim Kundaliniyoga reagiere ich sehr sensibel, habe zum Beispiel Unruhezustände und Schlafstörungen bekommen nach dem ersten Kundaliniwochenende in Bad Meinberg. Daher wollte ich mal hören, ob das durch das nächste Seminar im Mai eventuell noch intensiver werden kann. Ich achte auch sattvige Lebensweise, lasse mich auch regelmäßig ayurvedisch massieren und denke daher, die Gefahr, dass sich Energien unangenehm stauen, ist relativ gering.
Bin dir jedenfalls dankbar, dass du mir auf diesem Weg deine eigenen Erfahrungen mitgeteilt hast, das ist mir eine große Stütze.
Ohne die Krebserkrankung wäre ich den Yogaweg niemals so konsequent gegangen, daher ist schon alles gut so, wie es ist und ich lasse mich mit Sicherheit nicht unterkriegen.
Ich wünsche dir auch alles Liebe
Angelika

Petra Merges schrieb:
Namasté, Angelika!

Ich habe ab März 2006 die gleiche Behandlung bekommen, dazu allerdings noch ein Jahr Herzeptin. Dabei habe ich mir natürlich auch meine Gedanken gemacht, was die Beeinflussung des Hormonsystems durch Yoga angeht. Aber mit der Zeit habe ich die Ängste über Bord geworfen... Yoga ist auf jeden Fall gut für uns, solange wir auf unseren Körper hören und das machen, was uns gut tut (Ich habe z.B. immer wieder große Probleme mit dem Schulterstand und Pflug, sodass ich in der Übung Atemnot, ein ungutes Gefühl und auch Angst bekomme, da weiche ich dann auf sanftere Varianten aus. Dazu muss ich sagen, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Im Gegensatz dazu liebe ich den Bogen oder Fisch, diese Asanas tun mir wahnsinnig gut...). Es kann Dir niemand hier sagen, was für Dich jetzt im Moment gut oder schlecht ist, das musst Du selbst spüren. Mir hat Yoga schon in vielen Situationen geholfen. Und der wichtigste Faktor ist, dass Yoga mir mein Vertrauen in meinen Körper wieder zurückgegeben hat. Ich habe wieder ein gutes Gefühl, wenn ich nach innen spüre. Ich bin zur Zeit gesund (mit den Einschränkungen und Beschwerden, die man so durch die Therapien im nachhinein noch hat) und ich glaube fest daran, dass das noch lange so bleiben wird. Ich habe während meiner Yogalehrer-Ausbildung beim Kundalini-Yoga ganz tolle Erfahrungen sammeln dürfen, das war unglaublich, was da alles passiert ist...

Keine Ahnung, wohin mich mein Yogaweg noch führt, es ist und bleibt spannend und schön! Spüre in Deinen Körper ganz intensiv hinein, dann kannst Du nichts falsch machen und Deinem Körper auch nicht schaden... Im Gegenteil, Du tust Deinem Körper während dieser sehr belastenden Therapien etwas Gutes!

Ich wünsch Dir alles Liebe und lass Dich von den Hormonhämmern nicht unterkriegen!

Petra

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