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Hallo!
Eine Yogakursteilnehmerin in einem Anfängerkurs berichtet, dass sie zwar sehr enspannt aus der Yogastunde geht (Ende um 20:00 Uhr), dann aber nicht einschlafen kann. Frühestens um 02:00 Uhr oder später schläft sie ein, fühlt sich trotzdem am nächsten Tag durchaus aktiv und erst zum Abend hin müde. Hat jemand damit Erfahrungen? Gibt es ähnliche beobachtete Phänomene? Was gibt es dann dabei zu beachten?
Wäre schön, wenn ich Tipps bekäme!
Namaste
Karin

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Namaste
liebe Karin,
also, ich würde sagen, dass es durchaus sein kann, dass auch oder gerade bei Anfängern bereits ein gewisser Reinigungs- bzw. Regenaritonsprozess in Gange kommt, der etwas Nachbearbeitsungszeit braucht. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich es mit etwas Zerstreuung versuchen, z.B. einem kleinen Abendspaziergang und/oder ein paar Seiten in einem Buch, einer Meditation. Außerdem können Affirmationen helfen. Z.B. wenn man bereits im Bett liegt still zu sich sagen: Ich bin ganz ruhig und entspannt oder ich atme ein und ich atme aus (dabei auf den Bauchraum konzentrieren). Bei mir hilft es zumindest manchmal. Ansonsten einfach Geduld haben und den Prozess annehmen mit einem lächeln. Immerhin scheint der folgende Tag ja ok zu sein.
Liebe Grüße
Om Shanti
Diana
Hallo Karin,

ich kenne das auch von einigen meiner Yoga-Schülern, wenn sie neu sind, oder lange nichts mehr gemacht haben. Sie können nach dem Kurs schlecht einschlafen, oder machen die "Nacht zum Tag". Ich denke, dass es auch daran liegt, dass wir beim Yoga sehr viel Energien (durch die Atmung und die Asanas) freisetzen und Drüsen aktivieren, die dann einfach lange aktiv sind. Das geht mit der Zeit aber vorbei. Meinen Schülern hat abends vor dem Schlafengehen Anuloma Viloma geholfen. Hier wird das vegetative Nervensystem in Balance gebracht. Und ich schließe mich Diana an, Affirmationen helfen sicherlich auch sehr gut.

OM Shanti

Sabine
om namah shivayah
liebe Kartin,

auch viele Schüler aus meinen Kursen haben mit diesem Thema zu tun. Ich rate meinen Schülern immer eine andere Blickrichtung einzunehmen. Sie bekommen nicht weniger Schlaf, im Gegenteil! Sie haben viel mehr Energie wie vorher und können die Zeit in der sie nicht schlafen mit etwas positiven verbringen. Ich rate ein gutes Buch zu lesen, Meditation oder Kontemplation.

Es ist alles ganz normal. Yoga ist ein rießiger Prozess der viel Reinigung und viel Energie bringt. Sollten deine Schüler sich totzdem unwohl dabei fühlen weil sie es nicht gewöhnt sind, mache einfach weniger Rückbeuten, bzw. keinen oder nur wenig Kopfstand,Schulterstand und Hund. Konzentriere dich dann mehr auf die Vorwärtsbeugen, Standübungen, bzw. auf die Wechselatmung.

om shanti
liebe Grüße
Parvati
Hallo Karin,
auch ich kenne dieses Phänomen. Durch die Ruhe erhält man eine ganze neue wundervolle Energie. (Eine meiner Teilnehmerinnen hat danach z.B. mal einen Korb Wäsche gebügelt.) Aus dem Kundalini-Yoga half mir die Empfehlung nach dem Kurs zu duschen und dabei vor allem die Haare zu waschen. (Nasse Haare nehmen wieder Energie, ohne dass man sich ausgepowert fühlt.) Dies habe ich selbst ausprobiert. Grundsätzlich finde ich, dass es typenabhängig ist. Mir als "Pitta-Frau" sind Morgenkurse sehr viel angenehmer, da dies "meine Zeit" ist. Vielleicht hat Deine Teilnehmerin auch die Möglichkeit bei Dir eine andere Kurszeit zu wählen?.
Namasté
Ute
Je nachdem wie Hatha-Yoga-Stunden ausgeführt werden ist das Phänomen durchaus nicht außergewöhnlich, sondern eher normal. Oft werden in derartigen Stunden mehr Energien freigesetzt man sich selbst oder der eine oder andere Lehrende das träumen lässt. Das Phänomen ist meiner Erfahrung zufolge nicht auf Beginnende des Yoga-Weges beschränkt, sondern wird ebenso von Fortgeschrittenen beobachtet und berichtet, was ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Es kommt dabei, insbesondere nach sehr intensiven Yogastunden oft zu folgender Zeitverzögerung, wenn man so möchte. Direkt im Anschluss der Stunde fühlen sich manche sehr entspannt oder sogar etwas "abgeschlagen" oder scheinbar ermüdet. Dieser Zustand hält jedoch nicht allzu lange an. Normalerweise ändert sich das in einem je nach Person veränderlichen, durchschnittlichen Zeitrahmen von etwa 20 Min.bis zu einer Stunde, in welchem die Müdigkeit oder scheinbare Ermattung sozusagen "verfliegt" und sich in einen Zustand der Energetisierung umwandelt, so dass man sich unter Umständen fühlt als könne man Bäume ausreißen, wie der Volksmund sagt. Doch auch diese deutlich feststellbare Energetisierung hält normalerweise nicht über die ganze Nacht an, sondern ist unter anderem von den vor dem Schlafengehen noch ausgeführten Aktivitäten abhängig. Angenommenl, dass man sozusagen "direkt" von einer Yoga-Lektion ins Bett geht, kann das im Einzelfall durchaus zu Einschlafstörungen führen.

Für Teilnehmer, von denen bekannt ist, dass diese auf eine derartige Energetisierung zeitlich längerfristig "aufgekratzt" reagieren, insbesondere am Abend, sollte man die Yoga-Stunde entweder nicht ausgeprägt intensiv oder mit weniger energetisierenden Techniken ausstatten.
Dass sich mehr Teilnehmer an Grundlagenkursen dieser Problematik ausgesetzt fühlen, könnte nicht zuletzt daran liegen, dass Fortgeschrittene grds. bereits eher in der Lage sind die eigenen Energien zu kanalisieren und beispielsweise mit Hilfe harmonisierender Atemübungen in ihren Auswirkungen zu mildern, falls erforderlich. Oder bei bereits länger Praktizierenden finden bereits konditionierte energetische Umverteilungsprozesse statt, so dass sich die angefachten Energien sozusagen "automatisch" in gewünschter Form harmonisch in Körper und Geist verteilen, ohne in genannter Art und Weise nachhaltig unangenehme Wirkungen zu zeitigen.

Wie hier schon erwähnt, kann für am Anfang ihres Weges Stehende beispielsweise auch ein kurzer Spaziergang an kühler Abendluft dazu beitragen, wieder zu Ruhe zu finden, ohne dabei allzu viele Energien zu verlieren. Eine kurze Meditation über beruhigende Mantras oder den ruhigen gleichmäßigen Fluss des eigenen Atems bei geöffnetem Fenster könnte im einen oder anderen Fall ebenfalls positive Ergebnisse bringen, aufgewühlte Energen zu harmonisieren.

Den Tipp mit dem Haarewaschen von Ute habe ich dankbar aufgenommen und werde diesen mal für mich selbst auf Tauglichkeit überprüfen. Letztlich sind die funktionablen Methoden sehr individuell und man muss erst einige für sich selbst ausprobieren, bevor man den für sich persönlich nutzbringenden Weg gefunden hat.

Ich hoffe, dass ich Dir damit ein wenig weiterhelfen und möglicherweise
zu eigenen Ideen anregen konnte, was man tun kann, wenn Energien zu lange "überschäumen".
OM shantih
Detlef


Diana Wiechers schrieb:
Namaste
liebe Karin,
also, ich würde sagen, dass es durchaus sein kann, dass auch oder gerade bei Anfängern bereits ein gewisser Reinigungs- bzw. Regenaritonsprozess in Gange kommt, der etwas Nachbearbeitsungszeit braucht. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich es mit etwas Zerstreuung versuchen, z.B. einem kleinen Abendspaziergang und/oder ein paar Seiten in einem Buch, einer Meditation. Außerdem können Affirmationen helfen. Z.B. wenn man bereits im Bett liegt still zu sich sagen: Ich bin ganz ruhig und entspannt oder ich atme ein und ich atme aus (dabei auf den Bauchraum konzentrieren). Bei mir hilft es zumindest manchmal. Ansonsten einfach Geduld haben und den Prozess annehmen mit einem lächeln. Immerhin scheint der folgende Tag ja ok zu sein.
Liebe Grüße
Om Shanti
Diana


Vielen Dank, liebe Diana, an die Atemübung habe ich auch schon gedacht und fühle mich durch Deine Anregung bestärkt.
Om shanti
Karin


Sabine Schwarz schrieb:
Hallo Karin,

ich kenne das auch von einigen meiner Yoga-Schülern, wenn sie neu sind, oder lange nichts mehr gemacht haben. Sie können nach dem Kurs schlecht einschlafen, oder machen die "Nacht zum Tag". Ich denke, dass es auch daran liegt, dass wir beim Yoga sehr viel Energien (durch die Atmung und die Asanas) freisetzen und Drüsen aktivieren, die dann einfach lange aktiv sind. Das geht mit der Zeit aber vorbei. Meinen Schülern hat abends vor dem Schlafengehen Anuloma Viloma geholfen. Hier wird das vegetative Nervensystem in Balance gebracht. Und ich schließe mich Diana an, Affirmationen helfen sicherlich auch sehr gut.

OM Shanti

Sabine

Vielen Dank, liebe Sabine, ich werde es meiner Teilnehmerin so weitergeben


Parvati Ruth Burbach schrieb:
om namah shivayah
liebe Kartin,

auch viele Schüler aus meinen Kursen haben mit diesem Thema zu tun. Ich rate meinen Schülern immer eine andere Blickrichtung einzunehmen. Sie bekommen nicht weniger Schlaf, im Gegenteil! Sie haben viel mehr Energie wie vorher und können die Zeit in der sie nicht schlafen mit etwas positiven verbringen. Ich rate ein gutes Buch zu lesen, Meditation oder Kontemplation.

Es ist alles ganz normal. Yoga ist ein rießiger Prozess der viel Reinigung und viel Energie bringt. Sollten deine Schüler sich totzdem unwohl dabei fühlen weil sie es nicht gewöhnt sind, mache einfach weniger Rückbeuten, bzw. keinen oder nur wenig Kopfstand,Schulterstand und Hund. Konzentriere dich dann mehr auf die Vorwärtsbeugen, Standübungen, bzw. auf die Wechselatmung.

om shanti
liebe Grüße
Parvati

Liebe Parvati, ist auch eine gute Anregung, das Positive darin zu sehen! Danke


Ute Frank schrieb:
Hallo Karin,
auch ich kenne dieses Phänomen. Durch die Ruhe erhält man eine ganze neue wundervolle Energie. (Eine meiner Teilnehmerinnen hat danach z.B. mal einen Korb Wäsche gebügelt.) Aus dem Kundalini-Yoga half mir die Empfehlung nach dem Kurs zu duschen und dabei vor allem die Haare zu waschen. (Nasse Haare nehmen wieder Energie, ohne dass man sich ausgepowert fühlt.) Dies habe ich selbst ausprobiert. Grundsätzlich finde ich, dass es typenabhängig ist. Mir als "Pitta-Frau" sind Morgenkurse sehr viel angenehmer, da dies "meine Zeit" ist. Vielleicht hat Deine Teilnehmerin auch die Möglichkeit bei Dir eine andere Kurszeit zu wählen?.
Namasté
Ute

Namaste Ute! Leider ist eine Verlegung der Yogastunde nicht möglich, aber den Tipp mit dem Haare waschen gebe ich gern weiter! Danke!


Detlef schrieb:
Je nachdem wie Hatha-Yoga-Stunden ausgeführt werden ist das Phänomen durchaus nicht außergewöhnlich, sondern eher normal. Oft werden in derartigen Stunden mehr Energien freigesetzt man sich selbst oder der eine oder andere Lehrende das träumen lässt. Das Phänomen ist meiner Erfahrung zufolge nicht auf Beginnende des Yoga-Weges beschränkt, sondern wird ebenso von Fortgeschrittenen beobachtet und berichtet, was ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Es kommt dabei, insbesondere nach sehr intensiven Yogastunden oft zu folgender Zeitverzögerung, wenn man so möchte. Direkt im Anschluss der Stunde fühlen sich manche sehr entspannt oder sogar etwas "abgeschlagen" oder scheinbar ermüdet. Dieser Zustand hält jedoch nicht allzu lange an. Normalerweise ändert sich das in einem je nach Person veränderlichen, durchschnittlichen Zeitrahmen von etwa 20 Min.bis zu einer Stunde, in welchem die Müdigkeit oder scheinbare Ermattung sozusagen "verfliegt" und sich in einen Zustand der Energetisierung umwandelt, so dass man sich unter Umständen fühlt als könne man Bäume ausreißen, wie der Volksmund sagt. Doch auch diese deutlich feststellbare Energetisierung hält normalerweise nicht über die ganze Nacht an, sondern ist unter anderem von den vor dem Schlafengehen noch ausgeführten Aktivitäten abhängig. Angenommenl, dass man sozusagen "direkt" von einer Yoga-Lektion ins Bett geht, kann das im Einzelfall durchaus zu Einschlafstörungen führen.

Für Teilnehmer, von denen bekannt ist, dass diese auf eine derartige Energetisierung zeitlich längerfristig "aufgekratzt" reagieren, insbesondere am Abend, sollte man die Yoga-Stunde entweder nicht ausgeprägt intensiv oder mit weniger energetisierenden Techniken ausstatten.
Dass sich mehr Teilnehmer an Grundlagenkursen dieser Problematik ausgesetzt fühlen, könnte nicht zuletzt daran liegen, dass Fortgeschrittene grds. bereits eher in der Lage sind die eigenen Energien zu kanalisieren und beispielsweise mit Hilfe harmonisierender Atemübungen in ihren Auswirkungen zu mildern, falls erforderlich. Oder bei bereits länger Praktizierenden finden bereits konditionierte energetische Umverteilungsprozesse statt, so dass sich die angefachten Energien sozusagen "automatisch" in gewünschter Form harmonisch in Körper und Geist verteilen, ohne in genannter Art und Weise nachhaltig unangenehme Wirkungen zu zeitigen.

Wie hier schon erwähnt, kann für am Anfang ihres Weges Stehende beispielsweise auch ein kurzer Spaziergang an kühler Abendluft dazu beitragen, wieder zu Ruhe zu finden, ohne dabei allzu viele Energien zu verlieren. Eine kurze Meditation über beruhigende Mantras oder den ruhigen gleichmäßigen Fluss des eigenen Atems bei geöffnetem Fenster könnte im einen oder anderen Fall ebenfalls positive Ergebnisse bringen, aufgewühlte Energen zu harmonisieren.

Den Tipp mit dem Haarewaschen von Ute habe ich dankbar aufgenommen und werde diesen mal für mich selbst auf Tauglichkeit überprüfen. Letztlich sind die funktionablen Methoden sehr individuell und man muss erst einige für sich selbst ausprobieren, bevor man den für sich persönlich nutzbringenden Weg gefunden hat.

Ich hoffe, dass ich Dir damit ein wenig weiterhelfen und möglicherweise
zu eigenen Ideen anregen konnte, was man tun kann, wenn Energien zu lange "überschäumen".
OM shantih
Detlef

Lieber Detlef,
danke für Deine ausführliche Antwort. Meine Teilnehmerin beschreibt den Ablauf nach der Yogastunde genau so, wie Du es angegeben hast. Es wird ihr sicher helfen zu wissen, dass dieses Phänomen häufiger auftritt. Durch die länger werdenden Abende ist der Vorschlag mit dem Spaziergang sicher auch eine gute Idee! Vielen Dank!!!
Karin

Hari Om liebe Karin,

ich lese diese Diskussion heute zum ersten Mal.
Bei Anfängern kann es schon mal sein, dass sie sich nach einer Yogastunde entspannt, aber noch lange Zeit danach hellwach fühlen. Wenn Prana zum Fließen kommt, kann so einiges im Körper passieren. Das Stichwort "Reinigungsprozess" wurde weiter oben schon genannt. Auch das ist möglich. Auf jeden Fall sollte Dich so eine Reaktion bei Anfängern, zumindest wenn sie vorübergehend ist, nicht beunruhigen.
Zwei Pranayama-Techniken, direkt vor dem Zubettgehen, helfen den Körper "runterzufahren". Omkar und Soham. Bei Omkar atmest Du normal durch die Nase ein (recht zügig). Dann lässt Du beim Ausatmen ein langes Om ertönen. Versuche (es wird Dir leichtfallen) das Ausatmen so lange wie möglich zu gestalten.
Bei Soham atmest Du beim Ein-und Ausatmen durch den Mund. Beim Einatmen lässt Du ein leises "So" erklingen (mit fast geschlossenen Lippen). Beim Ausatmen mit weit geöffnetem Mund ein leises "Ham" erklingen lassen. Beide Atemtechniken wirken extrem beruhigend. Ideal vor dem Einschlafen. Beide Techniken, je nach Lust und Zeit, 10-60 min. üben.

Liebe Grüße
Om Shanti
Parameshwara

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