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Zitat von der Seite „Alles was unmännlich ist“: Yoga: Es geht darum Geist und Körper in Einklang zu bringen, Energien zu aktivieren, den Weg zur inneren Ruhe zu finden und sich tiefer zu begegnen. Ein echter Kerl steigt hier bereits aus. Nicht so der Yoga-Jünger. Der sucht den harmonischen Ausgleich und braucht sein Yoga zur Entspannung, um die Herausforderungen des Lebens bewältigen zu können. Der Alltag ist ihm einfach zu stressig. Vermutlich leidet er auch unter Burnout-Syndrom.
Und:
Ein harter Kerl würde sich daher nie auf die Matte legen. Das macht in unserer Kultur nur die verweichlicht-labile, unmännliche Fraktion. Wer davon noch immer nicht überzeugt ist? Eine körperliche Betätigung, die gut für Schwangere ist und von der Krankenkasse abgesetzt werden kann, ist nichts für einen Mann. Und selbst wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Yoga betreibt – die schmieren sich morgens auch Nutella aufs Brot.
http://www.alleswasunmaennlichist.de/2012/03/34-yoga/

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Ein echter Kerl steigt hier bereits ein - würde ich sagen, denn was macht einen Mann usw den wirklich zum gleichen - Durch die Kontrolle der Sinne (Pranas = Lebensenergien), das Bezähmen seiner Wünsche, und das sanfte Atmen durch die Nase, beobachtet der Weise sorgfältig, so wie der Wagenlenker eine Kutsche lenkt, die von wilden Pferden gezogen wird, die Gedankentriebe.

Hey dhyata, zweifellos ist das vereinbar - warum denn auch nicht >> kshetra & kshetrjnâ !

Die Kutsche die ich auf dem Schlachtfeld der Straßen-Autobahn lenke, ist ein 16 Jahre alter Seat meiner Schwiegereltern und ich hab die Fahrerlaubnis seit dem 23.8.2013

Ja - wir wünschen es auch, neulich habe ich ihm eine Blume Geschenk, mit einem kleinen Dankeschön.

Dhyata sagt:

Gute Fahrt mit dem Teil! Möge er dir weiterhin gute Dienste leisten, der Seat!! ;-)

Klasse dhyata....Klasse !

Dhyata sagt:

Ich würde es gut finden, wenn ein Yogi, der wie ein „harter Kerl“ aussieht und darüber hinaus auch noch ein maskulines Auto fährt, hier mal ein Foto von sich und seinem Wagen posten würde, um damit das Vorurteil, dass nur Softies Yoga machen, zu widerlegen.

Ich selbst gehöre leider nicht zur angesprochenen Zielgruppe, denn in Kombination mit meinem Opel würde ich dieses Vorurteil eher bestätigen, statt es zu entkräften :-(

Also Männer und Yogis, hiermit der Aufruf an euch: Steht dazu, dass ihr Yoga macht, auch wenn euer Gefährt dies nicht vermuten ließe!

Sollte sich in dieser riesigen Community niemand finden, der die genannten Kriterien erfüllt, fange ich selbst an, an der Unrichtigkeit dieses verbreiteten Vorurteils zu zweifeln!

Als letztes Mittel würde ich mir einen 5-Tage-Bart stehen lassen, mir ein Tattoo aufmalen und mir ein anständiges Auto für ein Foto ausleihen, aber so weit muss es ja vielleicht nicht kommen …

Hallo ihr Lieben der Männerwelt,

ja das Problem kenne ich auch von meinem Mann. Nicht wegen des Autos, sondern, wegen der vielen Yogastunden die er schon besucht hat und er meist das einzige männliche Wesen war.

Zu deiner Aufforderung Dhyata zwecks Yogamann mit exklusivem Schlitten ... googelte ich und fand das hier:

siehe Anhang...(so nun weiß ich nicht, ob das mit dem Bild klappt)

Aber mal ganz ehrlich...auch wenn wir Frauen in den Yogastunden massenweise vertreten sind, stelle ich fest, dass der Anteil an Männer gestiegen ist. Das finde ich positiv.

Herzliche Grüße an alle männlichen Mitstreiter des Yogas
Bharati

Anhänge:
Nah solchen Kinder Flitzen hätte ich auch gern mal gefahren !

Bharati-Bettina sagt:

Hallo ihr Lieben der Männerwelt,

ja das Problem kenne ich auch von meinem Mann. Nicht wegen des Autos, sondern, wegen der vielen Yogastunden die er schon besucht hat und er meist das einzige männliche Wesen war.

Zu deiner Aufforderung Dhyata zwecks Yogamann mit exklusivem Schlitten ... googelte ich und fand das hier:

siehe Anhang...(so nun weiß ich nicht, ob das mit dem Bild klappt)

Aber mal ganz ehrlich...auch wenn wir Frauen in den Yogastunden massenweise vertreten sind, stelle ich fest, dass der Anteil an Männer gestiegen ist. Das finde ich positiv.

Herzliche Grüße an alle männlichen Mitstreiter des Yogas
Bharati

Deine These dhyata, lässt sich mit Sicherheit für lebendigen Gesprächstoff nutzen ! 1A*

Dhyata sagt:

Hallo Bharati-Bettina!
Deine Assoziation zu meinen „Aufruf“ hat mich echt verblüfft:

Gesucht:
Ein Yogi, der seine Männlichkeit ausdrückt.

Gefunden:
Ein Junge mit Schlips in einem Spielzeugauto!

Meine These:
Während ihr Frauen seit Jahrzehnten um Gleichberechtigung kämpft, haben wir Männer (auch angetrieben durch eure Erwartungen) mittlerweile jede Orientierung verloren: Wir irren ziellos zwischen Machismus, Infantilität und Verweiblichung hin und her!

Diese Tragik lässt sich nur mit Humor ertragen, deshalb Danke für dein Foto, über das ich nicht nur verblüfft war, sondern auch lachen musste :-)

@ Dhyata: "...Diese Tragik lässt sich nur mit Humor ertragen...

Wenig Tragik eher Klischees: Es sollen Männer- oder Frauenbildern (=Vorstellungen) bedient werden.

Wer von den Fussballern isst schon tatsächlich Nutella zum Frühstück. Nicht alles was suggeriert wird muss man für bare Münze nehmen.

Zum Thema möchte ich etwas reinkopieren, wobei mir leider die Quelle verloren gegangen ist.

... Das pauschale Bild „so tickt der Mann“ zeigt bei näherer Betrachtung ein sehr einseitiges und stark eigen-u. vorstellungbezogenes Männerbild. Und dieses, sein eigenes Bild, projiziert er nun auf die gesamte Männerwelt. (passt auf alle, auch Frauen, die sehr leistungsorientiert sind, auf alle die ihren Wert über Leistung definieren)...


...Das Prinzip: nur wenn du etwas leistest, bist du etwas wert, dann gebührt dir Anerkennung. Das wird millionenfach praktiziert. Frau hat Mann Bewunderung und Anerkennung zu zollen, wenn er mit seinem TUN das herkömmliche, vorherrschende Leistungsprinzip erfüllt. Aber, das machen ja viele Frauen eh schon so. Sie bewundern und anerkennen Leistungen wie schickes Auto, dickes Bankkonto, Haus, tollen Job, handwerkliches Geschick usw. Demnach müsste es ganz schön viele glückliche Männer, glückliche Frauen und glückliche Paare geben.

...Mann muss sich immer mit anderen messen bzw. messen lassen, was ständig zu weiteren Höchst-Leistungen antreibt, auch wenn dieser Druck für ihn immer größer wird. Versagensängste und Verlustängste sind da vorprogrammiert. Mein Haus ist größer, mein Auto auch und meine Frau sowieso schöner als deine usw. Hierdurch entsteht massiver Konkurrenz-Kampf und Leistungs-Druck. Und das soll Frau auch noch unterstützen?...

...Dieses, von der Leistungsgesellschaft Aufdiktierte - das ist Mainstream. Ständig voll- und zugedröhnt mit Leit-Bildern, nach dem Motto: so und nicht anders hat ein Mann gefälligst zu sein bzw. wird aufdoktriniert was er vorzeigen muss um als Erfolgs-Mann zu gelten, was er TUN muss, um Anerkennung und Bewunderung von beiderlei Geschlecht zu bekomnen. Mann steht unter einem immer größer werdenden Leistungsdruck, welcher ihm durch die industriell, materialistisch, patriarchal geprägte Gesellschaft verstärkt auferlegt wird. Es wird ihm das Bild eines erfolgreichen Mannes massiv von allen Seiten aufgezwungen. Anerkennung verdient nur der, der etwas leistet, sichtbar etwas leistet. Erfolgreich ist nur der, wer etwas vorzuweisen hat. Maßstab ist einzig die vollbrachte Leistung in Form von etwas Vorzeigbaren. So heißt es. Das ist das Männerbild. Entworfen im Hirn von einigen Wenigen um das Leistungsprinzip, das im Kapitalismus gebraucht wird, permanent am Laufen zu halten...

...Das vorzeigbare Geleistete und die jeweilige Anerkennung dafür, soll angeblich das nötige Selbstwertgefühl vermitteln. Aber dem ist ja nicht so...

...Um mitzuhalten zu können, um seinen Mann zu stehen, um nicht als sogenannter Looser, Weichei abgestempelt zu werden, nicht als vermeintlicher Versager dazustehen, meint er, dieses Spiel gezwungenermaßen mitspielen zu müssen, ob er will oder kann zählt da nicht mehr viel. Und Frau soll einerseits dazu schweigen andererseits das Selbstwertgefühl des Mannes durch anerkennende Worte aufpäppeln. Bei diesem Spiel gibt’s am Ende (oder auch schon währenddessen und von Anfang an) nur Verlierer...

..Schafft er nicht, den vorherrschenden, gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden, dann wehe ihm, wenn es nicht gelingt in der Gesellschaft derart Anerkennung zu finden. Wenn Mann beim großen Druck-Ausüb-Spiel „Haben und Schein-Sein“ nicht dabei ist -nicht will oder auch nicht kann- keine Statussymbole vorweist, andere Prioritäten setzt, einen anderen Lebensstil pflegt, weder konsumdenkend, materiell orientiert, gierig, machtbesessen und karrieresüchtig ist, noch mitschwimmend im Mainstream...

...Wenn jemand die Anerkennung eines anderen braucht um sich erst dann selbst anzuerkennen, ist das Hinweis, dass er sich selbst als gering einschätzt.
Selbstwertgefühl lässt sich zwar kurzfristig durch Äußerlichkeiten aufpäppeln, aber nur scheinbar. Es löst jedoch keine inneren Konflikte, die ja offensichtlich da sind...

...Das männliche Prinzip soll/muss bitteschön von anderen bedient werden, nur so könne überhaupt funktionieren...

...Klar zu sehen ist, dass hier das Männlichsein nicht richtig entwickelt ist, wenn es der Anerkennung von außen bedarf, was auf einen Vertrauensmangel in das eigene männliche Prinzip hinweist. Es stellt sich die Frage:, warum wird Anerkennung überhaupt gebraucht. Es gibt da ein viel tiefer liegendes Problem...

... Das Problem ist, dass mittels erbrachter Leistung und „Hilfe“ des anderen das eigene angeschlagene oder fehlende Selbstwertgefühl zu kompensieren versucht wird. Man will Anerkennung vom anderen, Anerkennung, die man sich selbst verweigert, deshalb sucht man sie draußen...

...Deshalb sollte das männliche Prinzip gestärkt werden,, aber Selbstwert nicht über Leistung oder von außen kommende Anerkennung definiert werden. Ebenso sollte männliche Sensibilität und der weibliche Anteil gestärkt werden...

...Den Mann so sein zu lassen wie er wirklich ist, ihn nicht zu reduzieren, seine individuellen Bedürfnisse zu erfahren und zu achten, ihn anzunehmen in seinen Schwächen und Stärken, ihn von Herzen zu lieben, ihn spüren zu lassen, wie wichtig das Mit- u. Füreinander einander ist, dann kann er sich –ohne nach Anerkennung und Bewunderung ringend- einfach fallen lassen, einfach Mann sein mit allen Facetten - ohne Leistungsdruck. Dann kann er Großes leisten - und sein großes Herz öffnen...

...

und letztendlich auch ein kleines oder großes Auto oder gar kein Auto fahren- obwohl, gerade,  oder so wie so, egal ob als Yogi mit oder ohne sogenannten sicht-und unsichtbaren Männlichskeitsattributen ausgestattet ist ;-)

Gerade mit Yoga stärkt und gleicht man beide scheinbar unvereinbare Pole aus und kann trotzdem oder gerade deswegen ein "maskulines" Auto fahren, muss sich als Yogi nicht zwingendermaßen in Bescheidenheit üben. Jogi Löw macht Yoga und hat einen Mercedes gefahren... die  Yoga-Übenden "Hartmänner"-Fussballer fahren auch PS-starke Karossen. Erinnern möchte ich auch an Dieter Gurkasch, den harten Mann aus dem Knast...der nun andernen harten Jungs die Vorteile auf der Yoga-Matte näher bringt.

Übrigens... die Krankenkassen beteiligen sich mehr oder weniger bei Männern wie Frauen an den Kosten für Präventiv-/ wie Nachsorge-Kursen.

Wir leben alle mit einer Reihe von Vorurteilen in und über uns. In gewissem Maße gibt uns das eine scheinbare Sicherheit, aber zum großen Teil sind es Überreste der Erziehung unserer Eltern und Gesellschaft bzw. ihrer Glaubenssysteme, einschließlich Vorurteile, Ideen über Kultur, Recht und Unrecht, geschlechtsspezifische Rollen, die an uns weitergeben wurden. All diese Vorurteile färben das, wie wir miteinander umgehen und andere und uns selbst  wahrnehmen.

Vielleicht...aber nur vielleicht sind eigene und fremde Vorurteile der Grund warum sich Yogis - Profis wie Nichtprofis-  nicht unbedingt mit einem "maskulinen" Auto ablichten lassen (wollen).

Feminini Grüße

miramuun

Warum sollten Fußballprofis denn kein Nutella mögen.....ist mir nicht verständlich ! Wie drückt sich echte Männlichkeit aus. Ich denke in unserer ( z. Zt. ) verschobenen Gesellschaftsgesinnung, ist das heutzutage schwer - gar nicht auszumachen, es sei denn, wir gehen zurück in die angeborene Natur - Noumenon !

Hey dhyata.
Also ich mag Nutella besonders gerne ( war Berlin Fußball - Auswahlspieler ) und habe 72 kg bei 178 cm und im Pubertären alter bin ich auch nicht mehr....Ich meine, dass wir die Vorurteile machen, wenn wir sagen, das ein Fußballprofi...usw, kein Nutella isst, ist für mich ein dickes Vorurteil.

Dhyata sagt:

Hallo D.Jahnke: Da kann dir miramuun sehr viel mehr (und sehr kompetent) drüber erzählen. Ich weiß nur: Nutella ist eher was für dicke Kinder und weniger für Sportler ;-)

Hallo zusammen,

ja die Kleshas haben es in sich ;-).
Auch ich bin nicht frei davon Vorurteile aufzubauen oder an irgendwelchen Suggestionen anzuhaften. Doch erkennt man aber seine Schwierigkeit oder Fehlprogrammierung, dann ist man schon einen Schritt weiter in seine richtige Richtung oder zu seinem Ziel.

Lasst es euch schmecken... ich tue es auch...;-))

Bemerkung: tolle Stadt Berlin...ich liebe sie...so facettenreich..lebte dort 12 Jahre!! Wenn ich Berlin lese oder höre...dann komm ich ins Schwärmen und Träumen

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