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Antworten
Als Mantraexperte sehe ich mich nicht, jedoch ist für den Anfang wohl z.B. dies zitierenswert.
"Ein Beispiel: Angenommen, du meditierst mit einem Mantra. Dazu setzt du dich erst hin (Asana). Dann regulierst du deinen Atem (Pranayama). Dann entspannst du dich innerlich, sprichst ein Gebet oder machst dir bewusst, warum du meditierst (Pratyahara). Jetzt wiederholst du bewusst dein Mantra (Dharana). Sehr häufig bleibt die Meditation auf dieser Ebene stehen: Dein Geist wandert, du holst ihn zurück zum Mantra. Du denkst an Vergangenheit und Zukunft, du bringst ihn zurück zur Mantra-Wiederholung. Irgendwann fällst du in Dhyana: Nicht mehr du wiederholst das Mantra, sondern die Mantra-Wiederholung geschieht. Du bist ganz absorbiert im Hier und Jetzt. Du spürst eine göttliche Gegenwart (Sat). Du bist ergriffen von einer Wonne (Ananda) und Bewusstseinserweiterung (Chid).
Dein Ego wird durchlässig, Zeit und Raum verlieren ihre Bedeutung. Die ersten Male verweilst du nur sehr kurz in diesem Dhyana Zustand, vielleicht nur Sekunden. Aber diese Sekunden geben dir Energie und Freude für Stunden, vielleicht sogar für Tage. Manchmal ist es das Ego, welches dich aus diesem Zustand herausholt: „Jetzt habe ich die Meditation erreicht.“ Wenn du mit uneigennützigem Dienen und Öffnen für göttliche Gnade dein Ego immer durchlässiger gemacht hast, kannst du länger in Dhyana verweilen. Irgendwann fällst du durch göttliche Gnade in den Zustand von Savikalpa Samadhi: Dabei verschmilzt du mit der Essenz des Mantras, also mit Gott selbst. Du kannst spüren, dass du eins mit Gott bist. Es ist ein Zustand jenseits von Worten und Bildern. Dieser Zustand ist so erhaben und großartig, dass er nicht in Worte gefasst werden kann. Dennoch gibt es noch ein Ich, das sich irgendwie bewusst ist: „Ich bin eins mit Gott.“ Es gibt also noch ein „Ich“ und damit eine Spur von Dualität. Wenn auch diese Dualität verschwunden ist und nur reines Sat Chid Ananda bleibt, dann ist das Nirvikalpa beziehungsweise Asamprajnata Samadhi: Reines Sein, unendliche Bewusstheit, unendliche Wonne und Liebe. Keine Bewusstheit von etwas sondern reine Bewusstheit an sich.
Jesus sagte: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Der Beweis für Savikalpa Samadhi ist Freude, Energie, uneigennützige Liebe im Alltag. Der Beweis für Nirvikalpa Samadhi ist Gleichmut in allen Lebensumständen und gegenüber allen Wesen."
https://wiki.yoga-vidya.de/Svarloka
Du könntest überlegen, inwieweit du dich darin wiederfindest.
Viele hören sich wohl Aufzeichnungen an und rezitieren nicht selbst. Da kann gefragt werden, ob sie dann wenn Energie der aufgezeichneten Rezitierenden empfinden und dabei aber nicht etwas stattfindet wie im Zitat benannt.