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"Die Überwindung der Furcht" von Swami Sivananda
Ich wollte mir das Buch auf Amazon bestellen und habe dazu eine üble Kritik vorgefunden.
Kennt jemand dieses Buch? Ist es wirklich so "schlecht" übersetzt?

http://www.amazon.de/dp/3796401694

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jeder ist von seinem verstand her anderst gestrickt, daher mach dir keine gedanken und leih es dir aus, oder ließ rein und entscheide dann über einen kauf. so ist das soch immer mapache. da ist übrigens die Angstmit drin, wenn du es sehen kannst. wichtig ist erst dann etwas, wenn alles unwichtig geworden ist. mit diesem worten viel von allem ...mijo

Einen Einwurf zur Sache: Es massgeblich wichtig das der Uebersetzer nicht nur gute Kenntnisse der Urhebersprachen und der Uebersetzersprache hat, sondern auch des Metiers um den es im Material geht!

Mir ist mit der Muttersprache Deutsch und der Gabe eine innige Begeisterung fuer Sprachen und Kommunikation zu haben, fliessend englisch in Schrift und Ton, kommunikativ Thai beherrsche, seit langer Zeit mit Sanskrt Quellen befasse, dem Glueck zahlose Laender bereist zu haben und in einigen fuer laengere Zeitraeume Abschnittte des Lebens dort verbringen durfte, bei zahllosen Uebersetzungen und Synchronisationen aufgefallen das haeufig, besonders bei "Kleinigkeiten", auf die es aber haeufig ankommt, geschludert wurde oder aber der tiefere, manchmal versteckte Sinn/Witz, im schlimmsten Falle gar der "rote Faden", verloren ging - "lost in translation"!

Noch "haerter" wird es wenn Mensch mit den Autoren keine Ruecksprache halten kann!

(Von ganz spezifischen Titeln und Kommentaren dazu mal grosszuegig abgesehen!)

Mit Uebersetzungsaufgaben konfrontiert zu werden, besonders bei Werken mit spirituellen, geistigen, philosophischen sozio-kulturellen Grundlagen ist nicht nur grosses Verstehen, Wissen, Wortschatz, sondern auch gutes Einfuehlungsvermoegen, wie Forschergeist angesagt/gefragt, sonst wird's nichts!

Ein schlechtes Beispiel ist die "hirnlose Uebesetzungsmaschine" Babelfish... oder aehnliche online "Uebersetzer"... ;-)
Da kommt oft nur noch Kuddelmuddel bei heraus.

Das nur so, dazu am Rande angemerkt...

- hari om-

Hari om,

Bei Überstezungen von Schriften erkenne ich meistens Ungenauigkeiten in der Übersetzung. Das heißt aber nicht, daß ein Buch schlecht ist. Das Problem liegt oftmals darin, daß man bestimmte Schachverhalte in den unterschiedlichen Sprachen mit völlig anderen Worten und Beispielen ausdrückt. Wenn man ein Buch ganz genau mit den selben Worten übersetzt, dann schleichen sich Unterschiede ein, die im Orginaltext nicht so gemeint waren. Denn die Ausdrucksweise der Orginalsprache ist oftmals der Zielsprache nicht eigen, und man müßte daher ganz andere Ausdrücke und Beispiele anwenden, um den Inhalte in der Zielsprache inhaltsgetreu wiederzugeben.

Ich sehe mich aber nicht berechtig eine Übersetzung als bloß "schlecht" zu bezeichnen. Besonders wenn es um spirituelle Literatur angeht, sollten wir immer versuchen über das bloße Wort hinauszuschauen und das Gesagte im gesamnten Kontext zu sehen. Unsere inner Haltung gegenüber der Literature sollte nicht lediglich intellektuell sein, da das intellektuelle Denken mehr im Ahankara verankert ist. Ich meine hier also das Ego. Wenn wir spirituelle Literature lesen, sollten wir uns durch Mantras erst innerlich reinigen und danach lesen. Denn, dann lesen wir die Literature von der Perspektive unseres Buddhis oder unseres höheren Bewußtseins, das Illusion von der Wahrheit unterscheiden kann. Das braucht Übung. Auf diesem Wege erfahren wir die Weisheiten des Jnana Yoga und können dann das Gesagte oder das Geschriebene in guten Taten umsetzen. Das Ziel liegt schließlich darin nicht bloß zu lesen, sondern auch zu Handeln. Die Gesagte sollte ja positive Transformation bewirken. Die tiefe Erkenntnis liegt meistens verborgen. Man muß sie entdecken und aufdecken.

Einerseits ist das was wir verstehen davon abhängig in wie weit wir uns unserem höhren Selbt geöffnet haben, zumal wir ansich nur das verstehen, was wir bereit erkannt haben. Daher suchen wir oftmals die Bestätigung unserer eigenen Erkenntnis. Andererseit, ist es im Zeithalter des Kaliyuga nicht leicht Perfektion und Ideale zu entdecken, weil niemand von Fehlern frei ist. Viele unterschiedliche Menschen machen diese Welt aus. Wir brauchen Toleranz. Es wäre schön, wenn alles viel besser wäre, aber ich schätze die Mühe der Menschen ein, die versuchen die Texte zu übersetzen. Oftmals sind die Überstezter nicht professionell Übersetzer, sondern machmal Kamayogis, die diese Aufgabe übernehmen und versuchen ihr Bestes zu geben.

Man kann natürlich in freundlicher Form den Überstezter kontaktieren und ihn auf die Unstimmigkeiten hinweisen. Das kann zu einer produktiven Verbesserung führen. Es kann ein Versuch wert sein.

Was auch immer unsere bevorzugte Handlungsweise sein mag, wir sollten immer versuchen das Beste daraus zu machen, und das Geschriebene nicht bloß vom Standpunkt des Egos zu lesen. Wir brauchen alle viel Kriya Yoga...Om om om

Ein sehr tiefschuerfender-wie sinniger Beitrag haripriya_deepa!

Keine Angst vor Kritik und Korrektur, denn erst so koennen Fehler und Falsches aufgedeckt werden, in den asana-pranayama Ausfuehrungen, besonders in der Schule, an der Uni, in der Forschung (etc.) wird auch oft korrigert und angewiesen, um Fehlstellungen, falsche Haltung zu korrigieren!

Aber in einem stimm ich all dem zu, wir sind ALLE, mit ALLEM EINS und haben somit ALLE dieses Wissen in uns, mindestens Zugang dazu, nur die meisten haben das vergessen und wissen das nicht mehr!

Daher ist das Aufzeigen, Aanmerken von "Fehlern" und "Falschen" auf den "Landkarten", die gezeichnet werden um Wissen zugaenglich zu machen, durchaus vertretbar und sicher eher hilfreich als kontraproduktiv!

Ein ganz wichtiger Punkt zu diesem Thema ist das gegenwaertig eine wahre Flut, wenn nicht schon ein Tsunami, an allen erdenklichen Medien im Bereich "Yoga, Spirituell, New Age, Wellness" publiziert werden, inklusive unzaehligen Uebersetzungen, die in erster Linie mit dem Ziel Ertrag, Gewinn zu erzielen, produziert wurden und nicht wie einst oder z.B. Heute noch teilweise in Indien ueblich, diese Arbeiten von Voluntaeren geschrieben, korrigiert, kommentiert, verlegt, herausgegeben werden und das als Teamarbeit, nicht im Sinne konkurriender Opportunisten!

Das ist ein so gewichtiger, wie gewaltiger Unterschied, der sich ausserordentlich auf die Qualitaet des Werkes niederschlaegt, da auch hier, wie ueberall die Gunas am wirken sind!

- hari om -



Joel schrieb:

Hallo, Zum Thema Übersetzung
Ich wollte mir die Bhagavad Gita von Swami Sivananda kaufen oder zum Geburtstag schenken lassen. Bei amazon fand ich zu diesem Buch schlechte Kritik das die Übersetzung nicht gut wäre.

Sowas kommt immer wieder mal vor, so Antworten sind aber nicht, besonders ohne weitere Hinweise, unabdingbar repraesentativ, da es sich, bei solchen Aussagen, immer um einen nicht unbedingt objektiven sondern bedingt subjektiven - Standpunkt handelt.

Denke selbst auch moeglichst Wortgetreue Uebersetzungen zu lesen, das Beste ist natuerlich immer im Original. oder eine Englisch Uebersetzung von einem sanskrit - Gelehrten.

Da gibt es in der deutschen Literatur gleich Einige: Robert Boxberger, Helmut v. Friedrich Rueckert, Franz Hartmann, Leopold von Schroeder, die Bearbeitung von Paramhansa Yogananda wird, von Kennern ebenfalls haeufig empfohlen.

- har om -

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