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Warum brauchen wir Religionen? Was steckt dahinter? Von wem wurden sie gemacht?

O.M. Aivanhof sagt dazu:

"Wenn die Liebe ins Herz kommt, wird jede Religion überflüssig."

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"....Will man das Unermessliche begreifen, das, was nicht zu unserer Welt gehört, und was der Verstand nicht zusammengesetzt hat, – denn was er zusammensetzt, kann er auch wieder auflösen, – will man in eine ganz andere Welt eindringen, dann muss man zuerst die Welt begreifen, in der wir leben, die wir gestaltet haben und deren Teil wir sind, – die Welt voller Ehrgeiz, Gier, Neid, Absonderung, Begierde, Furcht und Hass. Das bedeutet aber, dass man sich selber in seinem Bewusstsein und in seinem Unterbewusstsein voll verstehen muss. Und das ist nicht so sehr schwer, wenn man erst einmal seinen Sinn darauf richtet. Will man wirklich sein Wesen ganz erforschen, so kann man leicht Entdeckungen machen. Es enthüllt sich in jedem Augenblick und in jeder Art von Beziehung, – wenn man den Autobus besteigt oder eine Taxe nimmt oder zu jemandem spricht. Man kann sehr leicht alles über sich selbst herausfinden, wenn man dem nachgeht.

Das interessiert jedoch die meisten Menschen nicht, weil sie sich ernsthaft darum bemühen und beharrlich untersuchen müssten. Und weil sie so oberflächlich sind, geben sie sich schnell mit Worten wie ›Gott‹, ›Liebe‹ und ›Schönheit‹ zufrieden. Sie nennen sich ›Christen‹, ›Deutsche‹ oder ›Hindus‹ und glauben, damit das ganze Problem gelöst zu haben. All das muss man abwerfen, fallen lassen; und man kann es nur, wenn man anfängt, sich wirklich tief zu erkennen. Nur mit dem Verstehen des eigenen Wesens kann man etwas entdecken, das jenseits aller Grenzen ist.

Es hat keinen Sinn, meine Worte lediglich zu wiederholen oder auswendig zu lernen. Was man wiederholt, hat keine Bedeutung; nur das, was man selber erlebt und direkt versteht...."

aus: Jiddu Krishnamurti, "Religiöse Erneuerung", Knaur 1986

Sehr verständlich beschrieben :-)

Religion? Hm, ja ... in gewisser Weise überflüssig. Aber im größeren Zusammenhang betrachtet auch nicht - da macht sie dann wieder Sinn.

Meine persönlich Interpretation ist, dass die meisten Religionen ihren Ursprung in sehr reinen Weisheitsquellen und -traditionen haben. In den Anfängen der jeweiligen Religion gab es Menschen, die über theoretische und praktische Erfahrungen in bestimmte mystische und spirituelle Mysterien hatten, und dies gaben sie lehrend an andere weiter. Mit der Zeit gingen aber immer mehr die praktischen Erfahrungen zurück und die Nachfolgern konnten nur noch theoretisches Wissen weitergeben. Und noch später wurde dann auch noch diese theoretische Überlieferungen immer mehr verändert und infrage gestellt. Bis dann irgendwann nur noch eine leere Hülle blieb, eine äußere Form, mit bestimmten Ritualen, Dogmen und Gesetzen, die aber kaum noch etwas mit dem Ursprung zu tun haben.

Das Prinzip lässt sich bei vielen Religionen beobachten. Nur die indischen Weisheitslehren sind in dieser Hinsicht ein echtes Phänomen. Obwohl zu jeder Zeit sowohl der alberne Aberglauben als auch die höchste Weisheit nebenher existierten, hat der Aberglaube die echten Weisheitslehren nicht verdrängen können ... über viele Jahrtausende hinweg. Das ist sehr ungewöhnlich.

„Religion heißt, Gott im täglichen Leben zu begegnen“    108 prägnante Thesen v. Swami Krishnananda

"Religion ist weder Hinduismus, noch Christentum oder Buddhismus. Sie ist die Kunst, Göttlichkeit anzustreben“.

So und ähnlich lauten die 108 prägnante Thesen zum Thema Religion, Religiosität, Spiritualität und Philosophie aus verschiedenen Büchern und Vorträgen von Swami Krishnananda. Sie bringen sehr schön zum Ausdruck, was das Wesen wahrer Religion sein sollte.  

  1. Jeder Mensch, der das Gefühl hat, dass es etwas Höheres gibt als er selbst, ist religiös.
  2. Religiös oder spirituell zu sein bedeutet, sich der Begrenztheit seiner selbst bewußt zu sein und das Bedürfnis zu haben, diese Begrenzung zu überschreiten.
  3. Die Bhagavad Gita ist allgemeingültig; sie ist nicht auf den Hinduismus beschränkt und sie ist auch keine auf eine bestimmte Religion bezogene Schrift.
  4. Die Bhagavad Gita lehrt nicht die hinduistische Religion, sondern Religiosität als solches.
  5. Vertrauensvoll können wir sagen, daß Religion noch nie gescheitert ist und auch nie versagen wird. Sie kann auch nicht bedroht werden.
  6. Äußerlich kann man Meditation als Religionsausübung ansehen, innerlich ist sie Konzentration.
  7. Das Ende bestimmt immer die Art der Mittel und Möglichkeiten in Philosophie und Religion.
  8. Äußerlich ausgeübte Religion ist der symbolische Ausdruck eines verinnerlichten Grundsatzes. Das ist wirkliche Religion und darauf richten die Upanishaden unseren Geist.
  9. Ein Hindu würde vom rein religiösen Standpunkt aus Mohammed und Jesus Christus nicht als Inkarnationen Gottes betrachten. Aber aus höchster transzendentaler Sicht ist jeder eine Inkarnation des einen Wesens.
  10. Gottesfurcht gilt als Anfang von Religiosität.
  11. Für Gott gibt es keine Weltlichkeit und keine Religion. Man kann nicht sagen, Gott sei eine weltliche oder eine spirituelle Persönlichkeit.
  12. Glauben, Vernunft und Erfahrung, Theorie und Praxis, Kunst und Religion, Liebe und Wohltätigkeit, Reinigung, Nachdenken, Meditation und Verwirklichung gehen in Philosophie und Lehre von Swami Sivananda ineinander über und ergänzen sich.
  13. Die Upanishaden führen uns von weltlichen Vorstellungen über religiöse Verehrung zu spirituellen Vorstellungen.
  14. Gott liebt dich und du liebst Gott. Das ist Religion. Das ist Yoga.
  15. Höhere Religion ist die eines Heiligen, der sich selbst mit der Wirklichkeit identifiziert.
  16. Es ist falsch, anzunehmen, Religion sei nicht weltlich und so die Bedeutung und die vielfältigen Anforderungen des vergänglichen weltlichen Lebens außer acht zu lassen.
  17. Es gibt keine unreligiösen Augenblicke im Leben.
  18. Wenn das Leben zu einem gesunden Ganzen werden soll, muss der Geist religiöser Verehrung und Meditation das weltliche Leben ganz durchdringen und sättigen.
  19. Wenn wir ein zielbewusstes, sinnerfülltes Leben führen, können wir sagen, dass das Religion ist.
  20. Auf dieser Welt, ohne die der Mensch nicht einmal existieren könnte, ist das Leben selbst Religion. Alle anderen Wissenschaften sind Kinder dieser höchsten Wissenschaft.
  21. Es ist der Geist Gottes, der uns retten kann. Und wenn wir diesen Geist Gottes in unser tägliches Handeln und Benehmen einfließen lassen, kann das als Religion betrachtet werden.
  22. Karma hat in Religion und Philosophie eine besondere Bedeutung.
  23. Der Mensch kann gar nicht anders als religiös sein.
  24. Keine Religion behauptet offensichtlich, dass Gott schön sein muss.
  25. Kein großer Heiliger oder Weise hat je solche unsinnige Dinge begangen oder würde ihnen je anhängen, wie sie die missverstandene Interpretation von Religion mit sich bringt.
  26. Nur eine vollständige Sicht des Lebens gibt uns eine tiefgründige Philosophie und zufriedenstellende Religion.
  27. Die Philosophie und Religion von Swami Sivananda sind die Philosophie und Religion der Menschheit als Ganzes.
  28. Sie fasst das Evangelium von Religion und Religiosität zusammen als „Dein eigenes Selbst zu verwirklichen“.
  29. Wenn der Intellekt sich machtlos und niedergedrückt fühlt, richtet die Religion ihn wieder auf mit der Vorstellung eines allmächtigen Gottes.
  30. Philosophie steht nicht im Gegensatz zu Religion. Andererseits ist sie die Lampe, die die Ecken der Religion sowohl außen als auch innen ausleuchtet.
  31. Prana-Agnihotra (Feueropfer) ist eine religiöse Handlung für jemanden, der der Vaishwanara-Philosophie anhängt und über das kosmische Wesen meditiert.
  32. Religion und Yoga ergänzen sich. Sie werden eins, indem sie die ganze Persönlichkeit in Richtung auf den großen Schöpfer des Weltalls hin erheben und transformieren.
  33. Religiöse Gruppen- und Sektenbildung dient demselben Zweck wie politische Gruppen in Form von Parteien oder Nationalitäten.
  34. Religion umfasst das Leben in seiner Gesamtheit.
  35. Religion ist Opfer. Sie ist die Widmung und Hingabe seiner selbst.
  36. Religiöse Erfahrung ist auf eine sehr wichtige Weise gleichbedeutend mit kosmischer Erfahrung.
  37. Religion ist die Einstimmung des Menschen als Ganzes auf die Realität als Ganzes.
  38. Der Same der Religion ist das „Du“ oder „Ich“.
  39. Religion ist tatsächlich das Leben in seiner Gesamtheit.
  40. Es gibt weder „deine“ noch „meine“, weder östliche noch westliche Religion. Es gibt in Wirklichkeit nur eine einzige Religion.
  41. Entfernt man die Religion, so entfernt man damit die Seele. Religion ist die Wissenschaft von der Seele. Sie ist nicht der Hinduismus, das Christentum, der Islam, usw. Das sind keine Religionen in diesem Sinne.
  42. Religion ist etwas, das wir nicht verstandesmäßig erfassen.
  43. Deshalb nennen wir sie „Opium“. Wir wissen nicht, was die Welt wirklich ist und nennen es „Realität“. Und wir wissen nicht, was wir selbst sind!
  44. Religion kann nicht bedroht werden und wir müssen vor einer solchen Möglichkeit keine Angst haben.
  45. Religion ist fälschlicherweise als Liebe zu Gott, unter Ausschluss der Welt, interpretiert worden und Weltlichkeit ist fälschlicherweise als Liebe zur Welt unter Ausschluss Gottes definiert worden.
  46. Religion ist der Körper und die Philosophie ist das Leben darin.
  47. Religion ist heutzutage meistens eine reine Sonntagsangelegenheit, die mit dem restlichen Leben in keinerlei Zusammenhang und Verbindung steht.
  48. Religion ist die Beziehung zwischen den drei grundlegenden Prinzipien Gott, Welt und Individuum.
  49. Religion ist praktische Philosophie. Philosophie ist theoretische Religion.
  50. Religion ist nicht gleichbedeutend mit einer Ablehnung und Verleugnung des Lebens.
  51. Religion bedeutet Fühlen, Erkennen, Erfahren. Philosophie bedeutet endloses Suchen und Forschen, In-Frage-Stellen, Fragen.
  52. Religion ist der Yoga bewusster Entwicklung. Unbewusste Weiterentwicklung wird natürliche Evolution genannt.
  53. Eine Art von Religion ist so gut wie die andere. Ein Weg zum Höchsten ist so gut wie jeder andere.
  54. Wir brauchen verschiedene Religionswege. Denn dasselbe Kleidungsstück kann nie allen Menschen passen. Charakter und individuelle Prägung sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
  55. Religion ist nichts Besonderes, keine Ausnahme. Vielfalt ist das Prinzip der Schöpfung.
  56. Man kann Religion besser verstehen, je mehr man sie praktiziert.
  57. Wahre Religion bringt Heilige und Yogis hervor statt Tempel, Moscheen und Kirchen.
  58. Religion im höchsten Sinne bedeutet, anderen Gutes zu tun.
  59. Es gibt viele Religionen, aber echte Anhänger gibt es nur wenige.
  60. Religion als äußere Organisationsstruktur ist eine gesellschaftliche Erscheinung.
  61. Religion als innere Einstellung und tägliche Praxis mit ihrer geheimnisvollen folgerichtigen Dynamik ist eine spirituelle Erscheinung.
  62. Religion und Yoga bedeuten praktisch dasselbe. Religion und Yoga sind, bei richtigem Verständnis, nicht voneinander zu trennen.
  63. Religion ohne Yoga wäre nichts als eine leere Schale ohne jeglichen spirituellen Inhalt.
  64. Trennt man Religion von Philosophie, dann verkommt sie zu Aberglauben, so wie Wirtschaft ohne Philosophie zur Ausbeutung und Politik zu Tyrannei entartet.
  65. Religion fängt an, wenn wir ein Blatt opfern oder einen Wassertropfen auf einen Stein gießen und dabei in diesem Stein Gott sehen.
  66. Wahre Religion ist Gewahrsein der Gegenwart des Höchsten Wesens.
  67. Religion beginnt, wo das intellektuelle Verständnis aufhört, wo die Vernunft scheitert.
  68. Religion ist lebendige Wirklichkeit, nicht nur die gedankliche Vorstellung oder akademische Analyse der Wirklichkeit.
  69. Religion leben heißt, Gott gegenüberzustehen und Ihm im täglichen Leben zu begegnen.
  70. Religion ist der Philosophie überlegen, wenn man Religion in ihrem wahren Sinn versteht.
  71. Religion ist weder Hinduismus, noch Christentum oder Buddhismus. Sie ist die Kunst, Göttlichkeit anzustreben.
  72. Religion bedeutet nicht, dass man eine Glocke läutet, ein Licht schwenkt oder ein Mantra singt. Sie ist die Begegnung mit dem Göttlichen von Angesicht zu Angesicht.
  73. Religion ist das Dahinschmelzen des Individuums wie Eis an der Sonne.
  74. Ein religiöses Leben ist eine schrittweise Annäherung an Gottesbewusstsein.
  75. Religion bedeutet Gott zu erfahren, Gott zu sehen, in Gott einzutreten.
  76. Wenn wir wirklich beginnen, ein religiöses Leben zu führen, werden wir tatsächlich Kinder Gottes.
  77. Spiritualität ist unvergänglich, während die weltliche Struktur von Religionen vergänglich und den wechselnden Bedürfnissen des menschlichen Geistes angepasst ist.
  78. Religion ist der Weg zur Vollkommenheit. Daher verliert der religiöse Fanatismus, den wir im allgemeinen an der Oberfläche brodeln sehen, die Bedeutung wahrer Religion.
  79. Religion und Ethik sind die Flügel des Menschen, der versucht, das Reich des Unbekannten zu durchdringen.
  80. Religion und Philosophie sind untrennbar.
  81. Religion ist kein wunderlicher Einfall der Menschen oder ein Ergebnis von Furcht und auch keine gesellschaftliche Notwendigkeit, sondern die Antwort auf ein lebendiges Drängen der Sehnsucht unseres Bewusstseins und ist weder der Vernunft noch der Wissenschaft intellektuell zugänglich.
  82. Der spirituelle Inhalt der Epen und Puranas (Göttergeschichten, klassische heilige indische Schriften) unterscheidet sich vom ausgetretenen Pfad logischer Philosophie, denn er bringt eine ewige, unvergängliche Bedeutung in einen vergänglichen, weltlichen Rahmen.
  83. Der Hauptteil der Religion ist Theologie. Theologie ist die Bezeichnung für in der Praxis angewandte Philosophie.
  84. Religion ist, wenn man das Vorhandensein und das Wirken einer übernatürlichen Wirklichkeit auch im Irdischen spürt.
  85. Religion ist weder eine gesellschaftliche Praxis noch eine menschliche Erfindung, sondern das immerwährende Wirken zeitlosen Seins.
  86. Die indische Religion beginnt mit dem Studium des Rig-Veda (Rig = Vers, Veda = Wissen; Rigveda = die älteste der vier vedischen Textsammlungen), der als ältester heiliger Text der alten indischen Kultur angesehen wird.
  87. Die Lehre des Yoga entstand in spiritueller Ekstase durch tiefe Versunkenheit in Gott und wurde in den Raja-Yoga- Sutras von Patanjali zusammengefasst.
  88. Religionen sowie gesellschaftliche und politische Einrichtungen dienten ursprünglich alle dazu, die schrittweise Entwicklung des Einzelnen in Richtung auf die Verwirklichung der spirituellen Einheit entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Neigungen zu fördern.
  89. Tiefes religiöses Fühlen und Versenkung führen gelegentlich zur Vision des Virat, des kosmischen Gemütes.
  90. Religion muss sich über reine Erkenntnis hinaus ausdehnen und die emotionellen Bedürfnisse des Menschen befriedigen.
  91. Die hinduistische Religion war in der Lage, den Angriffen fremder Kulturen zu widerstehen und durch die Wechselfälle der Zeit hindurch bestehen zu bleiben.
  92. Die indische Religion dient nicht nur dem Intellekt oder der Vernunft oder einem erfahrungsgemäßen Bedürfnis, sondern der Menschheit an sich.
  93. Die Religion des normalen Hindu ist das, was in den Epen und Puranas beschrieben ist.
  94. Wenn ein gläubiger Inder zu Gott betet oder auch wenn er über Gott meditiert, dann ist seine Gottesvorstellung üblicherweise die des Gottes aus den Epen und Puranas.
  95. Die religiösen Feste und Zeremonien, Rituale, Gelübde und Gebräuche, die in ganz Indien praktiziert werden, haben ihren Ursprung in den Beschreibungen dieser Art von Literatur, die Valmiki (indischer Heiliger; Verfasser des Epos‘ Ramayana) und Vyasa (einer der großen Rishis = Seher und Autor der Veden, der ältesten indischen Schriften) zugeschrieben wird.
  96. Die Religion der Bhagavad Gita ist keine sektiererische Doktrin nur für einen bestimmten Teil der Menschheit, sondern ein Ruf des einen einzigen Gottes an die ganze Menschheit.
  97. Religiöser Fanatismus entsteht, wenn sich die Hingabe zum eigenen Gottesideal mit Hass für die Ideale anderer vermengt.
  98. Religion in ihrer höchsten Form ist Kontemplation des Absoluten.
  99. Das Hauptanliegen der Religion ist es, die Herzen aller zu einem einzigen Ganzen voll spiritueller Kraft zu vereinigen.
  100. Da alle Menschen in die Religion einbezogen sind, ist auch das ganze Leben in die Religion einbezogen.
  101. Solange man sich einer einzigen Religionsgemeinschaft zugehörig fühlt, ist man nicht im eigentlichen Sinne religiös.
  102. Identifiziere dich selbst nicht als Hindu oder Christ, usw.
  103. Ohne Ishwara (eine persönliche Gottesvorstellung) gibt es keine Religion. Daher dient Ishwara als ein Schritt zur Verwirklichung von Nicht-Dualität.
  104. Jede Reaktion des Menschen auf das Universum ist Religion. Ohne Religion zu leben hieße, ohne Seele zu leben.
  105. Was auch immer die Beschäftigung eines Menschen im Leben sein mag, das muss seine Religion werden, sein Weg zu Gott, das muss in Verehrung des göttlichen Ideals transformiert werden.
  106. Im Zustand der Meditation leben wir Religion, denn Religion ist die Verbindung zwischen dem Menschen und Gott, zwischen der Seele und dem Absoluten.
  107. Ohne Religion gibt es kein Leben.
  108. Man vereinigt sich selbst mit diesem einen Wesen. Dann hat man keine Probleme. Das nennt man Yoga, Spiritualität, Religion oder Meditation und das ist das Ziel des Lebens.

 

Seite:   http://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/krishnananda/ueber-religion.html

Auszüge aus einer Auswahl von Büchern

von Shri Swami Krishnananda Maharaj
Gesammelt und zusammengefaßt
von Shri Hamsananda Swamiji

Copyright der englischen Originalausgabe:
The Divine Life Trust Society
P.O. Shivanandanagar – 249 192
Distt. Tehri-Garhwal, U.P., Himalayas, Indien

Copyright dieser deutschen Ausgabe 2004:
Yoga Vidya Verlag / Yoga Vidya GmbH
Yogaweg 7
D-32805 Horn-Bad Meinberg

Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben vom
Bund der Yoga Vidyalehrer e.V.
All Copies for free distribution

Kostenlos erhältlich bei
Yoga Vidya Verlag / Yoga Vidya GmbH
Yogaweg 7
D-32805 Horn-Bad Meinberg

Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben
vom Bund der Yoga Vidyalehrer e.V.

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