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"Gibt es überhaupt Ewiges Leben oder reinkanieren wir so lange bis man es geschafft hat in einem Leben alles vollkommen perfekt richtig gemacht zu haben - geht dass denn überhaupt?
Wie würde dann der Himmel aussehen, wenn es ihn vielleicht doch gibt?"
(diese Frage kam per Email - wer weiß dazu eine Antwort?)

Tags: Leben, Reinkarnation, ewiges

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LILA

Ist nicht das Leben, lieber Freund,
Ein Spiel nach kosmischen Gesetzen?
So wandelt es sich stets aufs neu,
Ob wir verweilen oder hetzen.

Du meinst, Du kannst des Lebens Lauf
Mir künftig sagen und auch deuten
Und noch dazu, drüber hinaus,
Wenn Totenglocken nicht mehr läuten?

Im All, da lacht der Große Geist,
Derweil wir deuten und berechnen.
In neue Wesen er dann reist
Und spielt und spielt bis zum Erbrechen.

Chris
Hallo :-)

Da es immer wieder Brahman ist, dem neu geboren wird, denn Brahman selbst wird nicht geboren ;-)...wird es wohl nie wirklich aufhören, solange durch ihn Maya wirkt. Wir reinkarnieren auch nicht 'hintereinander'...das Leben findet JETZT parallel statt...diese Welt ist dual und somit an Zeit und Raum gebunden, aber in Wahrheit ist alles Jetzt.

Jetzt reinkarniere ich...jetzt wieder, jetzt und jetzt ... nur in anderen Formen ...

Om Shanti

Sara Devi
Lieber Ratna,

was anderes habe ich damit auch nicht gemeint...wir sind uns da schon EINig ;-))

Om Shanti

Sara Devi
Lieber Ratna, liebe Leute,

vielen Dank für Deine Infos. Ich habe nicht mehr geantwortet, Ratna, nicht weil wir uns missverstanden hätten. Das denke ich nicht. Ich höre Dir gerne zu, weiß aber nicht wirklich mehr etwas dazu zu sagen.

Und wo es nichts mehr zu sagen gibt, da sollte ich lieber schweigen. Aber wenn es jetzt spannend wird, höre ich gerne zu oder lese ich gerne.
Herzliche Grüße von Chris
Hallo Ratna und wer immer dies sonst noch liest,

kann es nicht sein, dass jedes Leben einmalig ist und anders verläuft als beim anderen? Und kann es dann nicht logischerweise auch so sein, dass nach dem Tod etwas weitergeht, dass für jeden anders ist?

Nur die Gesetzmässigkeiten, nach denen etwas geschieht sind gleich. Fazit: Was ein anderer behauptet erlebt zu haben, kann für ihn wahr sein, muß aber nicht für Dich gelten. Was Du erlebt hast, ist für Dich wahr, kann aber für mich ganz anders aussehen, z.B. weil wir verschiedene Dinge zu lernen haben.

Erzähl doch einfach. Was hast Du nach einem Tod erlebt? OM shanti, Chris
Lieber Ratna, liebe Leute,

mein "Bauchgefühl" und starke Gedanken sagten mir, dass ich Dich nicht mehr fragen sollte. Im Gedanken daran, was ich Dir antworten sollte, versuchte ich, etwas Ordnung auf meinem Schreibtisch zu schaffen. Dabei fiel mir das Buch von Swami Vishnu - devananda in die Hände und ich schlug es auf und es schien mir wie ein Zeichen, was ich da las:

S. 139 // Jnanna - Yoga Meditation: Vedantische Praxis
"Vedanta muß in eure Knochen, Nerven, Zellen und in die Kammern eures Herzens eintreten. Ich glaube nicht an Lippenvedanta. Das ist reine Heuchelei. Schon ein wenig wahre, praktische Vedanta wird einen Menschen schnell erheben und ihn unsterblich und furchtlos machen. Ich glaube an praktische Vedanta. Ich glaube an feste spirituelle Praxis. Ich glaube an eine gründliche Überprüfung der weltlichen Natur und aller Arten der Weltlichkeit. Wir sollten absolut furchtlos werden. Dies ist ein Zeichen des Lebens im Atma. Keine Worte mehr, keine Gespräche mehr. Keine Streitereien, erhitzte Debatten oder Diskussionen mehr. Kein Studium mehr. Kein Herumwandern mehr. Lebt im OM.
Lebt in der Wahrheit. Tretet ein in die Stille. Dort ist Frieden. Frieden ist Stille." Swami Sivananda, Sadhana

Die Worte sind eindeutig und deutlich. Wir sollten versuchen, ihnen zu folgen. Danke für all Deine Bemühungen, lieber Ratna. Jetzt ist erst die Praxis dran und irgendwann vielleicht wieder Worte. Alles Liebe allen wünscht Chris.
Om shanti,

erstaunlich, dass dieses Forum noch "am Leben erhalten" wird,
lieber Ratna. Bei Sukadev bist Du genau an der richtigen Adresse.
Manchmal ist es wichtig, sich nicht an frühere Existenzen erinnern zu können und irgendwann ist es vielleicht wichtig dies doch zu können. Sicher kommen genau dann vermehrt Erinnerungen, wenn diese Erinnerungen für uns wichtig sind.
Und ja, natürlich, am Ende wird alles gut. (Und manchmal ist es angebracht, auch um Hilfe zu bitten, z.B. die "Höhere Macht".

Liebe Grüsse an alle von Chris
Om,

ich hatte gestern ein Gespräch mit meinem katholischen Pfarrer:

"Wie ist das beim katholischen Glauben mit der Seele?"

Antwort:

"Mit Entstehung des Lebens geht die Seele in den menschlichen Körper."

"Also war die Seele schon vorher da?"

Nach kurzem Zögern:

"Ja, die Seele ist schon vorher da, dass ist auch der Grund, warum die katholische Kirche gegen Empfängnisverhütung ist, weil man jeder Seele, die als Körper auf die Welt kommen möchte, dies ermöglichen sollte."

.......

Ich sehe in dieser Aussage eigentlich keinen großen Unterschied zu dem, was ich beim Yoga gelernt habe.

Om Shanti

Peter
Hallo Peter,

stimmt, die Sache mit der "Präexistenz der Seele" ist im Christentum eigentlich eine allgemein anerkannte Prämisse. Allerdings gibt es gewaltige Unterschiede zwischen dem, was die Kirche "den Leuten da draussen" erzählt und was alles intern geglaubt und diskutiert wird!

Dass Reinkarnation in der Frühzeit des Christentums eine allgemein anerkannte Glaubenslehre war, ist ja eigentlich allgemein bekannt, aber genau genommen liess sich diese "Ketzerei" bis heute nicht völlig "ausrotten" - trotz aller intensiven Anstrengungen seitens der "Amtskirche".

Insbesondere Origines hat seh viel zu diesem Thema geschrieben. Und z.B. Johannes der Täufer galt als Reinkarnation von Elias. Justin der Märtyrer sprach davon, dass die Seele verschiedene Körper bewohnt. Lactinus meinte, dass wenn es eine Präexistenz der Seele gibt, dann müsse sie eigentlich gänzlich unsterblich sein. Sogar Augustinus von Hippo meinte mal (so sinngemäß), dass er schon in einem anderen Körper gelebt habe, bevor er im Schoße seiner Mutter geboren wurde ... obwohl er ansonsten eher gegen Origenes eingestellt war.

Am bekanntesten sind vermutlich die Katharer, eine gnostische Strömung innerhalb des Christentums. Diese relativ große Gruppe hielt noch ziemlich lange an den Lehren des Urchristentums fest, wozu auch die Reinkarnation gehörte. Im 14. Jahrhundert wurden diese dann aber während des Albigenserkreuzzugs von der Inquisition als Ketzer verfolgt und vernichtet. Da damalige Pabst wollte sie offenbar so schnell wie möglich loswerden ... warum auch immer.

Selbst in der Bibel gibt es Hinweise auf Reinkarnation. Aber im Laufe der Zeit wurden die Wiedergeburtsvorstellung weitestehend aus der "amtlichen" Glaubenslehre "hinaustheologisiert" ... wodurch allerdings auch einige Widersprüchlichkeiten Einzug hielten. In diesem Zusammenhang ist sicherlich die Sache mit dem "Jüngsten Gericht" eine der absurdesten ... oder das merkwürdige Glaubensbekenntnis "carnis resurrectionem", also die Aufstehung des Fleisches(!) aber nicht der Seele ... nur all diese Themen werden öffentlich nicht besonders gerne diskutiert.

Herzliche Grüße
mic


Ratna schrieb:
Hallo Mitten im Du,

das Bewusstsein ist mit dem Körper in dem es lebt eng verbunden, es geht nur darüber klar zu werden das der Körper kein Wasser im Magen hat.

Das Bedeutet: Das Bewusstsein lenkt den Körper schließlich zur nächsten Wasserstelle und versorgt ihn mit Wasser das er dieses Durstempfinden gelöscht ist und leistungsfähiger wird.

LG


Das ist wohl ein Thema ueber das sich vorzueglich diskutieren, streiten laesst, ich bin ebenfalls der Meinung das Durstgefuehl eine sensorische Angelegenheit ist, die nichts mit dem hier besprochenen Wesenskern zu tun hat!

Hunger, Durst, Schmerz, Leiden sind Sinnesprodukte und zeitigen sich als Ergebniss der Wechselwirkung der Jnanendriyas und den Karmendriyas, die wiederum in ihrem Wechselspiel Ahamkara, den/die "Ich-Macher" formen.

Die Natur der Sinne ist es, zu den Sinnesobjekten zu wandern!

Diese insgesamt 10 Sinne werden auch die 10 Tore, Pforten genannt, durch Meditation, stille Wachsamkeit, pirituelle Praxis werden wir allmaehlich, dem "Innewohnenden" der sich dieser 10 Pforten bedient, gewahr!

Diese Sinne sind, wenn auch sehr perfekt ausgepraegt, nicht ohne Fehl (optische Taeuschung, akustische Wahrnehmung in schallfreien Raum!)

Der Weg aus den Fesseln die Interaktion mit diesen 10 Pforten und die daraus faelschlich verstandene Annahme das sie das "Ich" (Ego) fuehrt ueber Abhyasa (spirituelle Praxis) und Vairaghya (Losloesung, Nichtidentifikation) Das waere als Ergebniss das 5. Glied "Pratyahara", des achtfachen (Ashtanga) Yoga Pfades, und bildet zugleich das 1. Glied des "inneren Yoga" (Antaranga), der in den Zustand der Konzentration (Dharana), welches die Grundlage fuer die Versenkung bildet....

Aber egal, darin liegt der Weg zur "Selbstfindung" zur Realisation des Selbst, die Antwort auf "wer oder was bin ich?"!

Hier gelangt der Studierende zu dem Begriff "Jiva" ... und ab hier wird es komplex, da nicht alle "Schulen" die sich philosophisch, gesteswissenschaftlich mit diesem Problem befassten zu einer eindeutigen Aussage kommen... es sieht in der Tat so aus, das die Richtlinien gegeben werden, die Pfade markiert wurden, aber den Weg dorthin, das Ziel muss jeder selbst erreichen, das kann keiner lernen, das kann keiner benennen es wird aber versucht es zu umreissen, damit man ein ungefaehren Begriff bekommt um was es sich drehen koennte...

oder Jivatman ist in der indischen Philosophie das individuelle Selbst oder die Seele. Es bezeichnet den Atman, der dem physischen und feinstofflichen Körper Leben verleiht. Der Jiva ist nicht das mentale Ich-Empfinden, das von der Natur für ihren zeitbegrenzten Zweck konstruiert wurde, sondern ist der Natur übergeordnet, erhaben über Geburt und Tod. Dieses individuelle Selbst gilt als das ewige, wahre Wesen des Individuums, das nicht geboren wird und auch keine Evolution durchläuft. Vielmehr lenkt es die individuelle Geburt und Evolution. Das Verhältnis zwischen Jiva, Gott und der Welt wird von den einzelnen philosophischen Schulen unterschiedlich beschrieben:
Der Advaita-Vedanta des Shankara behauptet in seiner monistischen Lehre, dass der Jiva kein wirkliches Sein habe, da das Göttliche unteilbar sei. Für diese Lehre ist der Jiva mit Gott identisch, jedoch hindern Nichtwissen, Begierde, Karma usw. den Menschen daran dies zu erkennen.

Für die Anhänger der Lehre Ramanujas, die als Vishishtadvaita (qualifizierter Monismus) bezeichnet wird, besitzt Gott die Einzelseelen (Jivatman) und die Natur als Qualitäten (Vishesha). Sie sind also wirklich, besitzen aber kein unabhängiges Sein.

In der Lehre des Madhva, als Dvaita-Vedanta (Dualismus) bezeichnet, gibt es drei ewige Entitäten, die im Weltgeschehen zusammenwirken: 1. der allgegenwärtige Gott; 2. die unendliche Vielheit der Einzelseelen (Jiva) und 3. die Natur (Prakriti) aus der sich in der Evolution alles Unbeseelte entwickelt.

Quelle:


...und dann ist da noch Samkhya, Tantra, Jainismus, Sikkhismus, die verschiedenen buddhistischen Traditionen, die islamische Lehre, die christliche, die jiddische, Walhalla, die geschichte von der Regenbogenschlange, das aegyptische und tibetanische Totenbuch...der Weg noch Innen ist mit Sicherheit der sichere Weg, da kann Mensch sich nicht verirren oder verlieren!

Das Motto des Tempels von Delphi lautet: "Kenne dich Selbst", Meditation ist auch das oeffnen der "inneren Bibliothek", das "sesam oeffne dich", der "magische Schluessel" und diesesWissen, diese Erfahrung ist universell, nicht christlich, nich t buddhistisch, nicht islamisch, nicht "Dies oder Jenes" es IST die reinen Urnatur, der Urgrund, mag die Seele dies sein oder nur ein Teil davon, das ist unwichtig und letztendlich nur intellektuelle Haarspalterei, WICHTIG ist dorthin zu gelangen, zumindest sich aufden Weg dorthin zu begeben und sich taeglich darum bemeuhen nicht von diesem Weg abzukommen, ja vielleich stuendlich, jede Minute dran zu erinnern mindesens Gewahrsein zu ueben!

Denn wenn "Gott" uns ihm zum Ebenbild erschaffen hat, wenn das "Brahman" all dies, das Universum ist, dann sind wir....?

Yo, und wer in diese Wahrheit mal richtig eingetaucht ist und sich dieser Wahrheit immer ewahr ist, der/die ist angekommen!


Moin Kollege!


mk schrieb:


Diese insgesamt 10 Sinne werden auch die 10 Tore, Pforten genannt, durch Meditation, stille Wachsamkeit, pirituelle Praxis werden wir allmaehlich, dem "Innewohnenden" der sich dieser 10 Pforten bedient, gewahr!
Hallo mk,

das klingt sehr interessant, denn in der Kabbala gibt es ebenfalls 10 Tore, dort "Sphären" genannt oder auch Bewusstseinszustände oder Bewusstseinsstufen, die meditativ "erschlossen" werden. Ebenfalls gibt es festgelegte "Pfade" zwischen diesen 10 Sphären, auf denen man zu ihnen gelangt.

Diese Zusammenhänge werden grafisch in dem sogenannten "Baum des Lebens" dargestellt ... und ich frage mich, ob es da Parallen oder Gemeinsamkeiten zu dem geben könnte, was Du da gerade geschildert hast. Um was genau handelt es sich dabei? Gibt es irgendwelche Infos im Netz? Oder gibt in dieser Sache eventuell sogar auch bestimmte grafisch-symbolische Darstellungen, in denen diese 10 Tore bildlich veranschaulicht werden?

Herzliche Grüße
mic
GENAU das hat auch Gemeinsamkeiten, klaro, ich weiss!

Schoen das du das aufwirfst, Klasse!

Besonders bei den Theosophen (A.Blavatzki) werden da immer wieder Paralellen gezogen oder aufgezeigt, bei Blavatzki allerdings etwas langatmig, bis schwierig!

Die "Religionen" koennen ja auch nur EINEN wahren URSPRUNG haben!


aus dem www. hier allerdings beiden Chakras, die ja auch irgendwie mt den Sinnesfunktionen zusammenhaengen..
Qabalistically, this centre might be said to correspond to the upper part of sefirah Netzah ("Venus"); the counterpole of Hod on the rear line of the body. Whereas Hod represents the controlled, "Apollonian" approach to life, Netzah represents the spontaneous "Dionysian" outlook [Dion Fortune The Mystical Qabalah].

Link:


und dieses alte Wissen mit einiger Gewissheit auch gemeinsame Wurzeln, d.h einen Ursprung!

Finde auch diese Seite von swamiji.com recht informativ, allerdings nur english, da ist die Auswahl an info breiter!
link:

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