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"Gibt es überhaupt Ewiges Leben oder reinkanieren wir so lange bis man es geschafft hat in einem Leben alles vollkommen perfekt richtig gemacht zu haben - geht dass denn überhaupt?
Wie würde dann der Himmel aussehen, wenn es ihn vielleicht doch gibt?"
(diese Frage kam per Email - wer weiß dazu eine Antwort?)

Tags: Leben, Reinkarnation, ewiges

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Tzenkapo sitzt am Ufer eines Teiches und bewundert das darin zu sehende Spigelbild, in der stillen Oberflaeche des Sees, die Reflexionen, der Landschaft herum, der Weiden und Buesche am Ufer, des Himmels und der Wolken, die genauso als waeren sie am Himmel, den See durchpfluegen, aber ohne eine einzige Welle, dann ploetzlich wird dieses stille Bild zerrissen, Wellen zerteilen die Einheit der Bilder, sein Antlitz, sein Abbild zerfaellt in Fragmente, Tzenkapo wendet sich erschrocken, suchend um und blickt in ein breit laechelndes Gesicht.

Sein Gegenueber den Arm immer noch erhoben, der sinkt sobald in einer raschen Bewegung hinab, flux wechselt ein Etwas von der linken Hand in die rechte, die sofort, zum entschlossenen Wurf, rasch wieder empor schnellt und einen kleinen Kiesel durch die Luft schleudert... der nach kurzer Zeit mit kaum hoerbaren "plup!" in den Teich faellt und weitere Wellen ausloest, die erhobene Hand saust wieder hinunter, wieder wechselt ein Kiesel von der linken Hand in die rechte, wieder schnellt der Arm nach oben, ein knappe, ruckartige Bewegung und wieder fliegt ein Kiesel los...loest mehr Wellen aus...

"Hei" sagt Tzenkapo, "mit den Kieseln zerstoerst du das schoene stille Bild mit meinem Antlitz darin, das ich betrachtete und das mir sehr viel Freude bereitet, lass das!"

"Jau!", sagte sein Gegenueber: "Ich seh' dein Gesicht immer noch, es ist nicht fort, nur sein Spiegelbild, eine Momentaufnahme, der du aufgesessen warst, die ist fort und das fuer immer!" Voellig unbeeindruckt, unerschrocken und immer noch breit laechelnd, leicht von einem Fuss auf den anderen taenzelnd, ich bin dein "Ich", ich bin du, deine Gedanken, je mehr du Dich in dem Bild anschaust, je mehr Steine wirfst du in den Teich und umso schwerer wird es fuer dich dieses schoene Bild das du da betrachtet hattest wieder zu erkennen!"

"Nein, du wirfst doch die Steine in den Teich, lass das!"

Tzenkapo, wendet sich, leicht irritiert, wieder dem stillen Teich zu, das Bild das er geschaut hatte zu suchen, Tzenkapo betrachtet die Wolken wie sie durch den See pfluegen ohne eine Welle zu bewegen, den Himmel, der sich wie einen gigantische Kuppel, ja fast wie beschuetzend, ueber alles woelbte, die knorrigen Salweiden, die Straeucher, die Gipfel der fernen Berge, die wie von Goettern ewrrichtete unzerstoerbare Schutzwaelle um den See bilden, er geht ganz in dem Geschauten auf und er wird still wie der stille Teich, ganz still und ruhig, verschmilzt mit dem Geschauten, den fernen Bergen, dem Himmel, den Wolken, den knorrigen alten Salweiden, den Bueschen, den bunten Karpfen die schwerelos im Wasser ihre Kreise ziehen, er wird ganz Eins mit allem und Tzenkap's Antlitz bleibt verschwunden, unauffindbar, erloschen!

- mk -


- Ki Ki So So Ashe Lha Gyel Lo Tak Seng Khyung Druk Yar Kye -

Om Ratna, du fragst mich was ich habe, ich habe Freude und Liebe die ich dir schenken möchte mit meinen Worte die ich dir geschrieben habe. Verstehst du?

Stille ist die höchste Emotion, das eine unendliche höchste Gefühl Ich bin
Liebe Rafaela,

Stille ist keine Emotion - Stille IST - eine Anwesenheit von allem und nichts ohne Anhaftung :-)

Ich bin ist kein Gefühl - es IST ohne etwas sein zu müssen - ein Zustand ohne Anhaftung im Nicht-Sein.

Sara Devi :-)
Liebe Sara Devii

Ja, ich verstehe.

Ich habe deswegen höchste Emotion oder Gefühl geschrieben (owohl ich weiß, dass diese Worte nicht das aussagen können was ist), weil ich glaube dass "IST" ist mehr. Vielleicht hat Gott deswegen das Universum geschaffen um das zu erfahren, aber "erfahren" ist auch nicht das richtige Wort...

Kannst du nicht schnell in Maha-Samadhi gehen un mir dann berichten? Hihihi :-))

rafaela
Es ist halt schwer in Worte zu fassen, was nicht fassbar ist :-)

Mit Savikalpa Samadhi kann ich Dir dienen ... obwohl ich mir nicht genau schlüssig bin, ob es nicht doch eher Nirvikalpa Samadhi war/ist, da ich seit dem nichts mehr verdrängen oder gar als 'getrennt' sehen/empfinden kann. Noch nicht mal zwischen den beiden Samadhis unterscheiden ;-)

Es ist ein Zustand völligen SEINs - Gedanken, Emotionen, Gefühle sind DA und Nicht-DA - man kann sie einfach so SEIN lassen und muss nichts erklären oder Gedanken besonders 'denken', damit sie gedacht werden. Sie sind alle EINs in EINem Moment. Unbeschreiblich. Absolute Stille und gleichzeitig ALLES und NICHTS. Es ist ein völliger Wandel des 'inneren Lebens'. Was sich dann natürlich auch im Außen zeigt. Äußerlich hat sich nichts in meinem Leben geändert. Ich arbeite weiterhin, schlafe, liebe meinen Lebensgefährten, ärgere mich und kann aber schnell auch wieder abkühlen. Ich bleibe nicht mehr haften an den Dingen, die mich emotionell aufwühlen. Es sei denn, es will gereinigt werden. Dann lasse ich es reinigen und wehre mich nicht mehr. Ich weiß, es möchte so erlebt und gereinigt werden - obwohl es nichts gibt, was gereinigt werden müsste - das der scheinbare Widerspruch. Aber alles ist gut so wie es ist.

Und doch hat sich seit dem alles geändert - das Leben komplett 'wie neu geboren' und alles musst erst mal neu entdeckt werden. Ca. 3 Stunden war ich in diesem 'Zustand' und danach im 'Nach-Zustand' - ca. eine Woche sanfte Integration in die Dualität. Einbindung dieses Zustandes in den Alltag. Nennt man wohl auch Param-Advaita.

Maha-Samadhi werde ich dann eher später eingehen ... wenn ich meinen Körper verlassen will ;-)) Aber vielleicht mag ich ja noch ne Runde drehen im Samsara *gg* - wer weiß :-))

LG, Sara
Liebe Sara

Herzlichen Dank! Es ist sehr schön so was zu lesen. Es spricht das Innerste an.

Das war für dich bestimmt eine sehr empfindsame Zeit danach?
Und doch hat sich seit dem alles geändert - das Leben komplett 'wie neu geboren' und alles musst erst mal neu entdeckt werden. Ca. 3 Stunden war ich in diesem 'Zustand' und danach im 'Nach-Zustand' - ca. eine Woche sanfte Integration in die Dualität. Einbindung dieses Zustandes in den Alltag. Nennt man wohl auch Param-Advaita.

Ich meine, in der Stille jenseits des Geistes ist doch keine Stille im üblichen Sinne, sondern ununterbrochener Friede in totaler Wachheit? Weil wir selbst zu dieser Stille... geworden sind, erfahren wir gleichzeitig auch Alles, aber nicht als Laut, sondern als totale Lebendigkeit (es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, was nicht fassbar ist :-)?

Darf man fragen, wie es zu deine Samadhi-Erfahrung kam?

Diese Wiedersprüche nach solchen Erfahrungen sind dann bestimmt erst recht präsent in dieser dualistischen Ebene?


Danke im voraus für deine Antworten.

LG Rafaela :-))
Liebe Rafaela,

es heißt nicht umsonst 'Erwachen' - absolute Wachheit, ja, und 'Still' im Sinne von es darf alles so DA sein, wie es ist. Kein Hängenbleiben an irgendeinem Thema oder Gedanke. Die sind da, man kann ihnen nachgehen, muss aber nicht. Eine absolute Weite, grenzenlose Liebe zum Leben und ein Wissen um 'Wer ich bin' - ein Wissen und Verstehen, was jenseits des Verstandes gewusst, bzw. verstanden werden kann.

Wie es dazu kam ... eigentlich ganz profan ... ich war unterwegs (zu Fuß) an einem schönen Herbsttag in die Stadt mit MP3 Player (mache ich immer gern, laufen und tolle Musik dabei hören) und erst begleitete mich eine herzerfüllende Glückseligkeit und als ich dann auf dem Markt war, war es plötzlich da - das Wissen um Einheit, wissen 'wer ich bin' ...

Wie es genau dazu kam, kann ich Dir nicht sagen. Ich habe nichts Besonderes gemacht. Klar, ich habe eine Ausbildung zur Gesangslehrerin gemacht (viel Atmung und feinstoffliche Arbeit an mir selbst aber ohne spirituellen Hintergrund - der kam später), dann eine 3jährige Yogalehrer-Ausbildung und viel 'gereinigt'. Eigentlich wirklich nicht mehr als jeder andere Mensch, der sich ein wenig mehr für Spiritualität interessiert.

Ich weiß noch, dass ich ein paar Wochen 'vorher' mir noch dachte, dass ich es gern erfahren möchte, dass ich bereit wäre, dass da keine Angst mehr in mir ist, um tatsächlich diesen Zustand zu erleben. Auch wenn ich jetzt Worte benutze, die widerlegt werden könnten, muss ich anmerken, es ist schwierig mit Worten zu beschreiben, was und wie es wirklich war/ist.

Leben hat für mich eine ganz andere Qualität bekommen - ich hatte 'vorher' Angst vor dem Tod. Auch einer der Gründe, warum ich mich mit Reinkarnation und Rückführungstherapien beschäftigt habe. Nach diesem 'Erlebnis' konnte ich eine lange Zeit nicht mehr als Rückführungsbegleiterin arbeiten, weil es für mich nichts gab, was ich zurückführend begleiten sollte. Erst jetzt habe ich einen neuen Weg für mich gefunden und ich bin dankbar, dieses Instrument an die Hand bekommen zu haben. Denn es zeigt trotzdem dem Klienten auf eine andere Weise, wo sein Thema ist und wie er/sie es 'anders' betrachten kann.

Lange Geschichte ... Samadhi war im Oktober 2009 und ich brauchte einige Zeit, um alles zu entdecken :-)

Der Widerspruch ist, dass es keinen gibt ... Leben ist umso wert-voller ... gerade jetzt ist da keine Angst mehr vor deTod, denn Tod ist Leben und Leben ist Tod. Eine vollkommene Einverständniserklärung an sich und das Leben *gg*

LG, Sara Devi
P.S. Und was auch wichtig ist, dieses 'Erlebnis' nicht 'festhalten' zu wollen. Bereit sein, weiter zu gehen. Nicht hängen bleiben in der Geschichte. Das allerdings ist eigentlich auch kaum möglich, denn allein dieser Zustand lässt Dich ja nicht mehr festhalten, bzw. es ist nicht wichtig.

Jedoch sind da noch alte Muster und Konditionierungen, die trotzdem immer wieder mal auftauchen. Der Unterschied ist nur, dass ich es jetzt weiß. In dem Moment, wo es auftaucht, ist es mir auch bewusst und kann damit 'anders' umgehen. Ich weiß, es hat mit mir zu tun und nicht mit der Situation oder dem Menschen, der sie mir spiegelt. Es fällt mir auch schwer nur 'eine Seite der Medaille' zu betrachten. Es taucht dann immer automatisch die 'zweite Seite auf' *gg*

Der mystische Weg

Ein xyz, das man erklären könnte, wäre nicht das zeitlose xyz. Begriffe, die man begreifen kann, sind keine zeitlosen Begriffe. Unbegreiflich ist der Anfang der Welt, begreiflich nur als der abertausend Dinge Ursprung.

Daher gilt: Frei von ständigem Begehren erblickt man somit das innere Geheimnis, mit ständigem Begehren erblickt man den äußeren Reiz.

Dies beides geht aus einem hervor und wird nur unterschiedlich benannt, ihr gemeinsamer Ursprung aber bleibt unergründlich: unergründlich und immer unergründlicher – aller Geheimnisse Pforte.



Die Einheit der Gegensätze:

Wenn jeder auf der Welt um des Schönen Wirkung als Schönheit weiß, dann wohl auch um Hässlichkeit; wenn jeder des Guten Wirkung als Güte erkennt, dann wohl auch Bosheit.

Daher gilt: Sein und Nichts erzeugen einander, Schwere und Leichtigkeit vollenden einander. Länge und Kürze formen einander, Hohes und Tiefes neigen sich einander zu. Ton und Stimme harmonieren miteinander, Zuvor und Danach folgen sich wechselseitig!

Daher bleiben weise Menschen in allen Angelegenheiten ohne eingreifendes Handeln und praktizieren das Lehren ohne Worte. Alle Wesen da entfalten sich – auch ohne Kontrolle! Sie treten hervor, doch besitzen sie nichts, Aufgaben vollbringen sie, doch erheben sie keinen Anspruch darauf. Denn nur, da sie nichts aufhäufen, daher haben sie auch nichts zu verlieren.

Schlichtheit

Tüchtige nicht verherrlichen bewahrt die Menschen vor Wettstreit. Überschätzt man schwer zu erlangende Güter nicht, vermeidet man ein Volk von Räubern. Begehrenswertes nicht zur Schau stellen heißt das Herz der Leute nicht zu verwirren.

Daher: wo Weise walten, lindern sie ihre Begehrlichkeiten und befriedigen ihre Bedürfnisse, dämpfen ihren Ehrgeiz und stärken ihre Mitte.

Beständig belassen sie die Menschen unmerklich wunschlos und lässt es die Wissenden nicht wagen, einzugreifen. Handeln ohne einzugreifen lässt alsdann nichts unerledigt.


Unergruendlichkeit

Das xyz: wie leer, doch benutzt man es, ist es andererseits nicht zu füllen. Abgründig tief scheint es der Urgrund aller Wesen zu sein.

Es mildert ihre Schärfe, löst ihre Knoten, harmonisiert ihr Strahlendes im Einssein mit dem Gewöhnlichen in der Welt.

Verborgen-tief scheint es doch real. Ich weiß nichts von seinem Ursprung, offenbar war es das Vorspiel des Himmels.

Schoepferische Leere

Die Natur ist nicht „freundlich“ – abertausend Geschöpfe behandelt sie wie Strohhunde. ebenso sind weise Menschen nicht freundlich – auch sie behandeln alle Leute wie Strohhunde.

Himmel und Erde – ihr Zwischenraum gleicht einem Blasebalg: leer, doch nicht zusammenfallend: bewegt kommt immer mehr daraus hervor.

Viele Worte erschöpfen sich, besser hält man sich an die eigene Mitte.

- Laotse -
Tao Te King



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Des Weiteren heisst es ying und yang, stark und schwach, gleich und ungleich, maennlich und weiblich, unten wie oben, gross und klein alle gegesaetze ergaenzen sich und sind vereinigt das grosse Tai-ji.


Durch die Sinne in der Dualitaet befangen, sieht Mensch nur Teile des Ganzen und versteht sich selbst davon getrennt, so entsteht durch Erkennen der Trennung, des Verstehens der Unterscheidungen, ohne sich in dem Ganzen-Einen zu wieder zu finden, unendliches Leid!
Wunderschön :-)


Saradevi schrieb:
Wunderschön :-)


Yo, Laotse der "alte Schlingel"... ;-) dachte ich mir auch, deswegen verspuerte ich den Wunsch das mit euch zu teilen... ist wie wenn Nektar in den Herzlotus tropft...
Danke Euch allen für diesen wunderschönen Thread - berührt mich sehr und er-innert mich an DAS was IST :-))

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