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Ab und zu saß Peter auf der Bettkante und staarte vor sich hin. In solchen Momenten erinnerte er mich an den Film Forest Gump mit Tom Hanks in der Hauptrolle.
Peter war für einige Wochen mein Zimmergenosse im Krankenhaus.
Er erzählte mir von seiner Kindheit im katholischen Waisenhaus. Von seinem guten Job, dem Auto und der Frau die er liebte - all das verlor er dann und wurde obdachlos und ging in die Suppenküche zum Esssen.

Nun hatte er gerade einen qualifizierten Alkoholentzug hier im Krankenhaus hinter sich.

Vor einigen tagen wurde er entlassen. Heute traf ich ihn wieder. Er berichtete mir, das er wieder Alkohol trinken würde ("aber nicht soviel"!). Er sagte wieder mal das er sich nicht wohl fühlen würde in seinem "Loch", wie er das Männerwohnheim gerne bezeichnete. Immer würde er hinter den anderen Bewohnern hinter her putzen...
Aber er hätte auch nicht die Kraft sich eine eigene Wohnung zu besorgen.

Und er erzählte mir, das er jetzt im Alter von 51 Jahren nichts mehr vom Leben erwarten würde!

Sein Schicksal hat mich berührt. Wirklich helfen kann ich ihm nicht. Meine Sms hat er nicht beantwortet.
Er geht seinen Weg!

Hans-joachim

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Alkohol ist ein schlechter Verbündeter.
Er gibt mit zwei Fingern.
Er nimmt mit zehn Fingern.

Ich habe mal früher, als ich noch trank vor 25 Jahren, ein I Ging Orakel wegen Alkoholkonsum gemacht.

Das Orakel sagte: Es strauchelt jemand und stützt sich im Fallen auf einen Dornbusch.

Ich bin so froh seit 1993 ein zufriedener Alkoholabstinenzler zu sein.

Danke fürs Teilen...
Ich empfinde es als eine der schwierigsten Aufgaben im Leben, Menschen leiden zu sehen, aber nichts tun zu können und das, was gerade geschieht, einfach nur als (zur Heilung?) nötige Erfüllung des Karma zu akzeptieren...

Solche Menschen kenne ich auch. man KANN nicht helfen, nur abwarten, dass sie sich selbst helfen oder Hilfe annehmen. Er war in der Klinik, und das ist ein gutes Zeichen.
Wir DÜRFEN stolpern.

Ich kenne anstrengendere Aufgaben als Menschen, die mein Hilfsangebot nicht als solches akzeptieren und es sich mit Nachdruck verbieten, ihren Weg gehen zu lassen und von Ferne zu beobachten.

Karen Laubinger sagt:

Danke fürs Teilen...
Ich empfinde es als eine der schwierigsten Aufgaben im Leben, Menschen leiden zu sehen, aber nichts tun zu können und das, was gerade geschieht, einfach nur als (zur Heilung?) nötige Erfüllung des Karma zu akzeptieren...

Wenn jemand so entschlossen ist, sein Leben vor die Wand zu fahren wie dieser Mensch, dann kann man leider gar nichts tun.
Wenn es sich um einen engen Angehörigen handelt: zusehen, dass man nicht mit in den Abgrund gerissen wird....

Neues von Peter,

ich wollte den Kontakt zu Peter schon abbrechen und habe ihm eine letzte sms geschrieben. Da meldete er sich und äußerte den wunsch, das wir in kontakt bleiben. Eine woche später bei einer tasse kaffee erzählte er mir, das er durch vermittlung einer sozialpädagogin einen job auf dem zweiten Arbeitsmarkt bekommen habe. Dieser job stabilisiere ihn kolossal und er trinke kaum noch. die wohnsituation im wohnheim sei stabil. so bleiben wir in konatkt und er besucht mich demnächst mal!

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