mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Hallo,

ich würde gerne wissen, ob Kapalapath ungesund. Hyperventilation wird medizinisch als ungesund eingestuft. Im Großhirn werden die Blutgefäße verengt. Nach Wikipedia können Hirnschäden durch das Hyperventilieren entstehen.

Ich praktiziere diese Übung seit einer Woche. Dadurch fühle ich mich selbstbewusster, jedoch habe ich eine ständige Hitze im Kopf.
Vielleicht vergeht es nach der Gewöhnung.

Was habt ihr für Erfahrungen gesammelt? Ist gezielte Hyperventilation ungesund?

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 610 X ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Hallo!

Vielen Dank für deine Nachricht. Toll, dass du angefangen hast Pranayama zu üben. Womit übst du denn genau und wer hat dir eine Einführung gegeben. Pranyama sollte auf jeden Fall von einem erfahrenem Lehrer vermittelt zu werden, ansonsten kann es tatsächlich zu ungewünschten Nebenwirkungen führen. Auf welche medizinische Studie berufst du dich? Kapalapathi ist nicht das gleiche wie Hyperventilieren. Es gibt mittlerweile aber auch einige medizinische Studien über Pranayama, die die Wirksamkeit gut abbilden.

Kapalabhati hat nachweislich viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist. So stärkt es das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskeln. Kapalabhati reinigt die Lungen. Massiert Herz, Leber und Magen. Während der Periode des schnellen Atmens wird der Sauerstoffgehalt im Blut sehr stark erhöht. Das Blut wird dadurch alkalisch (basisch), was bestimmte Stoffwechselvorgänge und Entschlackung verbessert. Beim Atemanhalten steigt der Kohlensäuregehalt im Blut, was wiederum andere Stoffwechselvorgänge anregt und die Lungeneffizienz verbessert. Die Zeit des Atemanhaltens ist ein Trainingsreiz, der dazu führt, dass die Lungenkapazität sich erhöht, Kreislauf und Herztätigkeit verbessert werden. Kapalabhati hilft, die Atemwege (Bronchien, Alveolen, Luftröhre und Nasendurchgänge) zu reinigen, und ist eine gute Vorbeugung gegen Heuschnupfen, Asthma und Erkältungskrankheiten. Kapalabhati wirkt reinigend und entschlackend auf den ganzen Körper.

Manche Schüler fühlen sich anfangs leicht schwindlig bei der Übung. Dies ist ein Zeichen, dass das Gehirn noch nicht an diese Menge an Sauerstoff gewohnt ist, und oft auch, dass der Schüler raucht/geraucht hat. Das Schwindelgefühl vergeht aber nach ein paar Malen. Vergewissere Dich aber, dass du korrekt atmest, insbesondere die Einatmung NICHT forcierst.

Wie du bereits gemerkt hast, aktiviert Kapalabhati und hilft zu einem klaren Kopf. Es ist sehr gut, um geistige und emotionelle Spannungen zu beseitigen. Es hilft gegen Müdigkeit und Niedergeschlagenheit und führt zu einer inneren Freude und Kraft.

Komm doch am besten zu einem Yoga und Meditations Einführungsseminar zu uns und lerne Pranayama von einem erfahrenem Yogalehrer. Hier findest du alle Termine und weitere Infos: yoga-vidya.de/yoga-anfaenger/wie-lerne-ich-yoga/yoga-meditation-ein...

Om Shanti!

Omkara

Ob es ungesund ist, kann ich nicht beurteilen. Ich fand es jedoch extrem unangenehm und bin deshalb wieder davon abgekommen.

Ich fange immer dabei an zu Gähnen.

Gähnen ist sehr gesund. Hat allerdings einen anderen Rythmus.

Ungesund ist Kapalapathi sicher nicht!

Alle Techniken die im Yoga gelehrt werden sind sehr alt, intensiv geprüft, sogar wissenschaftlich erforscht.

Über negative Auswirkungen von Kapalapathi ist bis heute nichts bekannt.

Hallo,

danke erstmals für die Rückmeldung. Ich meinte damit nicht Pranayama. Durch die Feueratmung soll ja viel Sauerstoff zugeführt werden, aber gleichzeitig soll O2 abgebaut werden.
Der ist nunmal wichtig für eine optimale Sauerstoffversorgung. Ich habe mich Konstantin Buteyko beschäftigt. Laut ihm, soll tiefe Atmung ungesund sein. Die Wechselatmung ist z.B eine gesunde Sache. Da man sein O2 Gehalt steigert.

Hier meine Studie, die gezielte Hyperventilationstechniken als ungesund zeigt: https://www.netdoktor.de/therapien/holotropes-atmen/

Habt ihr eine Studie, die Kapalapathi belegt? Pranayama bezieht sich nicht nur auf Kapalapathi, sondern auch andere Atemtechnikenwie Wechselatmung und Bauchatmung.

Kapalabhati hat nichts mit Holotrophes Atmen und Hyperventilation zu tun! Wie Diamir schreibt: "Alle Techniken die im Yoga gelehrt werden sind sehr alt, intensiv geprüft, sogar wissenschaftlich erforscht. Über negative Auswirkungen von Kapalapathi ist bis heute nichts bekannt."

Auf der Seite die du nachweist steht:

Zitat:

Holotropes Atmen kann seelisch und körperlich sehr anstrengend sein. Es ist daher nicht geeignet in der Schwangerschaft, bei schweren Herz-Kreislauf-Problemen, einem Glaukom (Grüner Star) oder einem Aneurysma (krankhafte, manchmal lebensgefährliche Aussackung eines Blutgefäßes). Auch bei Menschen mit Asthma oder anderen Lungenerkrankungen kann holotropes Atmen zu anstrengend sein. Vorsicht geboten ist auch bei psychiatrischen Erkrankungen sowie bei Epilepsie (holotropes Atmen kann unter Umständen Anfälle provozieren).

Zitat Ende

Hervorhebungen durch mich.

Leute mit den oben genannten  Zuständen sollen eventuell wirklich keine Atemübungen machen oder nur unter fachlicher Anleitung.

Wie Omkara schreibt, soll die Einatmung nicht forciert werden. Man denke an einen Pneumothorax.
Bei der holotropen Atmung finde ich keine Warnung, was nichts beweist.

Holotropes Atmen und Kapalapathi sind beide Hyperventilationstechniken. Hyperventilation wirkt sich gleich auf den Körper. Egal ob der Name "Feueratmung o. Holotropes Atmen" darin vorhanden ist.

Das einzige Quelle ist Wikipedia, die behauptet, das Kapalapathi's nicht ungesund ist. Wikipedia wurde von Fans geschrieben. Demzufolge hat es keine wissenschaftliche Haltbarkeit.

Natürlich unter "Risiko und Warnung" steht, dass sich die Blutgefäße verengen.
Das ist so wie, wenn du passiv und aktiv rauchen vergleichst. Aktives Rauchen ist schädlicher, aber passiv Rauchen ebenso.

Habe die vorige Antwort gelöscht. Ich habe leider die Aussage von Wikipedia gekürzt. Hyperventilation kann auch bei kontrolliert Beatmung auftreten.

om om om

Die positiven Wirkungen vieler Yogaübungen sind durch wissenschaftliche Testreihen belegt. Warum aber verlangt man überhaupt wissenschaftliche Beweise? Es geht im Yoga nicht hauptsächlich um therapeutische Effekte, leidende oder kranke Menschen können sie natürlich nutzen. Das Wesentliche im Yoga - was für mich das Spirituelle ist - läßt sich nicht beweisen. Die Praktiken wurden über Jahrhunderte und Jahrtausende überliefert, man lernte aus Erfahrungen, Überlieferung und Inspiration. Wissenschaftliche Belege und Lehrerzertifikate sind erst kürzlich eingeführt worden.

Wenn Kapalabhati von einem gesunden Menschen richtig ausgeführt wird, ist es nicht schädlich.

Wenn du davon überzeugt bist, daß Kapalabhati ungesund ist, warum fragst du dann danach? Du mußt diese Übung ja nicht machen.

Antworte auf diese Diskussion im Yoga Forum

RSS

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen