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Om,

jetzt habe ich gerade gelernt und halbwegs akzeptiert, dass ich immer wieder neu geboren werde (Reinkarnation). Das bedeutet zunächst einmal für mich: "Wow, ich habe ewiges Leben, Unsterblichkeit." Jetzt plötzlich soll ich darauf hinarbeiten, dass ich für immer sterbe.

Warum ist es so erstrebenswert, nicht wieder neu geboren zu werden? Die einzige logische Antwort von der ich zur Zeit Kenntnis habe, wäre die Philosophie von Buddha, dass das ganze Leben Leiden bedeuten soll. 

Man kann ja auf Erden offensichtlich verschiedene Stufen von Samadhi erreichen. 

Sind diese Erfahrungen so wunderschön, dass man da immer wieder hin möchte?


Om Shanti

Peter

Tags: Buddha, Reinkarnation, Samadhi, Wiedergeburt

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Liebe Saradevi,

das Thema Rückführung ist so spannend, da konnte ich es nicht lassen und habe wieder mal ein neues Thema aufgemacht:

http://mein.yoga-vidya.de/forum/topics/wer-warst-du-im-vorigen-leben

Vielleicht magst Du ja gleich war reinschreiben?

Om Shanti
Peter
*lächelt* ... das ist wohl so und doch ist das Leben ein buntes Blumenbouquet ;-))
Oder gerade deswegen ... ist das Leben ...
.... Lebenswert

Für jemanden bei dem die Einheitserfahrung geschehen ist, lebt in allen drei geistigen Zuständen gleichzeitig. Alle Wesen sind dann in dem Bewußt-sein, und gleichzeitig das Bewuß-tsein in allen Wesen.
In der letzten Konsequenz heißt das, alle sind in mir, und ich in ihnen.
Verstehe ich das richtig?

Rafaela
Wird nicht gerade versucht, dieses System in der Computerbranche umzusetzen?
Das Ganze nennt sich (so glaube ich) Cloud. Jeder Anwender hat zwar seinen Rechner zu Hause oder im Büro, aber letztendlich befinden sich alle Programme und der ganze Speicher im Zentral-(Cloud-)Rechner.
Peter
Lieber Philosoph,
lieber Caspar!

Ein spannendes Thema :-)

Ich fasse es mal so zusammen:
In Wahrheit gibt es Dich, mich und uns überhaupt nicht. Genauso wenig wie die Zeit und die Welt und überhaupt alles was so in Brahman erscheint.

Schön, es mal erkannt zu haben und es entspannt und weitet ... allerdings ist das dem Leben an sich schnurzpiepe und so geht es weiter und wir verarbeiten und lernen und leben und lachen und heulen und und und...

Warum?
Weil ES sich so erleben und erfahren möchte und jeder Kampf sinnlos ist und mehr das Ego verletzt, als das, was wir im Schmerz vielleicht doch zerstören und verletzen wollen.

Leben annehmen ist eine schöne Übung, gerade, wenn man wieder 'runter kommt' in die Dualität und sich dieser Zustand sanft integriert. Da ist eine Menge Hingabe, Verstehen (im Herzen) und die Unfähigkeit zu Kritisieren oder Lästern ohne das gleich ein Gegengedanke, ein Ausgleich des Kritikgedankens und -wortes kommt.

So erlebe ich es ...

Und demnach kann ich da den Ramana schon sehr gut verstehen ... wie ist es erst, wenn Nirvikalpa Samadhi geschieht und die Integration in die Dualität nicht mehr geschieht ... das werde ich dann wohl irgendwann später erkennen ;-)
lieber philosoph, ich liebe deine beiträge und finde sie sehr spannend und inspirierend, manchmal verwirren sie mich aber auch ein bisschen. ich habe einen starken drang, dinge zu vereinfachen, weil ich glaube, die wirklich wesentlichen dinge sind ganz simpel.
zum thema zeit habe ich mir immer gedacht, es ist ein konstrukt des menschlichen gehirns, überlebensnotwendig wie der gehörsinn oder anderes. aber so wie wir nicht alle frequenzen hören können durch das sparsamkeitsprinzip der natur, können wir auch nicht alle dimensionen wahrnehmen. was aber nicht bedeuten muss, dass es in wirklichkeit, also außerhalb unserer bescheidenen möglichkeiten der wahrnehmung, chronologische abfolgen von separaten ereignissen geben muss. zumindest nach dem natürlichen verlassen der physischen hülle habe ich mir immer vorgestellt auch an zeit und kausalität nicht mehr gebunden zu sein. auch saradevis erfahrungen schienen mir in diese richtung zu deuten. mache ich es mir zu einfach oder habe ich alles falsch verstanden?
und: wo finde ich deinen blog, bzw deine arbeit?
angelika
@ Angelika

Eine wunderbar EINfache Erklärung :-)
nein, die umschalttaste funktioniert. kleinschreibung geht einfach viel schneller. deinen beitrag fand ich sehr klar und strukturiert und daher auch mir verständlich, vielleicht solltest du deine gedanken immer so formulieren, dass sie jemanden nutzen, der philosophie nur aus sofies welt kennt und physik nur aus quarks und co.?
angelika
hallo philosoph, du hast also schon unabhängig von deinem körper zeit und raum empfinden dürfen, da kann ich natürlich gar nicht mitreden, da ich auch was meine spirituelle praxis betrifft noch blutiger anfänger bin. alle beschreibungen von außerkörperlichen zuständen und erweitertem bewußtsein kenne ich sozusagen nur theoretisch, daher bin ich auch so neugierig, mehr darüber zu erfahren, auch wenn ich mich dabei ein bisschen wie ein voyeur fühle.
ich meinte schon zeit und nicht zeitgefühl, aber wir meinen wahrscheinlich dasselbe, definieren nur aneinander vorbei. zeit an sich zweifle ich nicht an, zumindest halte ich ihre existenz für so wahrscheinlich wie alles andere auch. :-) aber da du selbst schreibst, wie relativ sie ist, zweifle ich an, dass sie nur in eine richtung wirkt. ich denke, dass menschen, nachdem sie nicht mehr an eine körperliche hülle gebunden sind, der chronologischen abfolge von ereignissen entrinnen können.
vielleicht ist da überhaupt der knackpunkt: wenn man sich von allen verhaftungen befreit hat, alles um uns herum, was wir wahrnehmen (oder auch nicht), nicht mehr relevant ist, verliert es für uns damit gewissermaßen auch seine existenz.
einen nutzen sehe ich in all diesen erfahrungen in welchen zuständen auch immer und in all dem nachdenken und darüber diskutieren nur insofern, dass es uns neugierig und offen werden läßt und demütig. denn zumindest mich selber halte ich für generell zu beschränkt um irgendetwas in seiner gesamtheit auch nur annähernd zu begreifen.
gebe allerdings die hoffnung nicht auf, dass mich irgendwann doch noch die universale einsicht einhüllt.
;-)
angelika
Du bist aber streng mit mir.
Aber wenn du meine Mails tatsächlich schneller verarbeiten kannst, wenn ich mir diese Marotte abgewöhne, tu ich das natürlich gern. Und glaube mir, ich respektiere dich sehr und möchte keinesfalls unhöflich sein.
Angelika

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