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Om,

jetzt habe ich gerade gelernt und halbwegs akzeptiert, dass ich immer wieder neu geboren werde (Reinkarnation). Das bedeutet zunächst einmal für mich: "Wow, ich habe ewiges Leben, Unsterblichkeit." Jetzt plötzlich soll ich darauf hinarbeiten, dass ich für immer sterbe.

Warum ist es so erstrebenswert, nicht wieder neu geboren zu werden? Die einzige logische Antwort von der ich zur Zeit Kenntnis habe, wäre die Philosophie von Buddha, dass das ganze Leben Leiden bedeuten soll. 

Man kann ja auf Erden offensichtlich verschiedene Stufen von Samadhi erreichen. 

Sind diese Erfahrungen so wunderschön, dass man da immer wieder hin möchte?


Om Shanti

Peter

Tags: Buddha, Reinkarnation, Samadhi, Wiedergeburt

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Maria,

wenn du die Wahl hättest zwischen ewigem Leben, oder ewigem Tod, für was würdest du dich (spontan) entscheiden?

Om Shanti
Peter
Lieber Peter,

spontan würde ich den ewigen Tod, nach einem für mich erfüllten Leben, dem ewigen Leben ohne Erwachen vorziehen.

Und Du?

Om Shanti
Maria
Ja genau ... oder wie die Welle, oben an der Meeresoberfläche.
Liebe Maria,

nachdem ich noch Yoga-Anfänger bin und mir auch noch niemand gesagt hat, dass diese Samadhi-Erfahrungen besonders schön sind (bisher sind sie für mich "lediglich" Geist-erweiternd) kann ich noch nicht das unbedingt Erstrebenswerte hierin sehen.

Siehe auch meinen Kommentar zu "mic". Als Glas Wasser eins zu werden mit dem Fluss - da würde ich lieber das Glas Wasser bleiben.

Also: Stand heute würde ich ewiges Leben in Individualität einem ungewissen Nichts vorziehen.

Es ist aber durchaus möglich, dass ich Dir morgen anders antworten könnte. Hierfür habe ich ja das Thema eröffnet.

Om Shanti
Peter
Lieber Peter,

Samadhi ist nicht ungewisses Nichts.
In Samadhi geschieht Transformation des Ich in Selbst. Du erlebst Einheit mit der Welt. Du erlebst Unbegrenztheit in und aus Dir heraus.
Unbegrenztheit, grenzenlose Liebe, grenzenloses Mitgefühl. Schön, oder?

Samadhi ist dennoch nicht Endzustand, Samadhi ist erst Beginn des Weges zur Verwirklichung des Selbst.

Und irgendwann ( vor allem, wenn man Yoga in sein Leben integriert ) wird das Selbst nicht mehr suchen, da es alles hat und ist.

In Liebe zu Allem
miramuun
Lieber Philosoph,

mir ist in diesem Forum jede Meinung und Weisheit wichtig, gleichgültig, ob selber erlebt oder erlesene Weisheiten oder selber noch suchend und unsicher.
Mir ist klar, dass diejenigen, die schon Samadhi erreicht haben, keine Menschen sind, die das hier mit großen Worten beschreiben würden.
Da ich selber noch suchend bin, nehme ich jede Denkrichtung dankbar für mich an.
Wenn ich glaube, hier "Wahrheiten" zu entdecken, dann ist das toll für mich, aber in meiner Situation helfen mir "Meinungen" vielleicht noch mehr weiter (Wahrheiten kann ich vielleicht noch nicht verstehen, Meinungen aber sehr wohl).

Om Shanti
Peter
Lieber Caspar,

sehr gut erkannt von Dir:

"Ich meine, alles fängt mit einer eigenen Vorstellung von etwas an, als Annäherung an die Wirklichkeit. Um die Wirklichkeit zu erreichen, ist es letztlich nötig sich von der eingebildeten eigenen Vorstellung zu lösen."

Auch richtig erkannt: ich habe noch keine eigene Vorstellung.

Om Shanti
Peter
Hallo Philosoph,

Deine Beurteilung kann ich zwar nachvollziehen, aber dennoch nicht teilen. Selbstverständlich haben Berichte, die auf eigenen Erfahrungen basieren, statt auf Vermutungen, eine ganz andere Qualität. Aber bei einem Thema, wo selbst diejenigen, die es selbst erlebt haben, sagen, man könne es nicht beschreiben, liegt die Sache vermutlich ein klein wenig anders.

Auch wenn die Erfahrung als solches nicht beschreibbar ist, so ist sie doch vergleichbar. Zwar immer deutlich "hinkend, aber immerhin. Die wirklich Erleuchteten sagen, dass diese Vergleiche nur schlechte Behelfsbeschreibungen sind - trotzdem geben sie diese Vergleiche weiter. Warum wohl? Offensichtlich um Vorstellungen in denen zu wecken, die ebenfalls danach streben. Denn etwas, das wir uns nicht vorstellen können, lässt sich nicht verwirklichen. Das kann man selbst in den alltäglichsten Dingen des Lebens beobachten: Wenn man keine Vorstellung hat, wie ein Ergebnis aussehen soll, wird man es nie erreichen.

Also auch wenn die Vergleiche nur "Krücken" sind, können sie doch hilfreich sein. Genauso auch, wie die Interpretationen anderer Menschen, bei denen diese Vergleiche schon zu bestimmten Vorstellungen geführt haben. Diese Vorstellungen kann man mit den eigenen vergleichen und vielleicht die eigene damit noch ein klein wenig mehr ausbauen.

Kleiner Vergleich: Wenn ich bspw. zu Fuss nach Rom wandern möchte, dann nehme ich alle Hinweise auf die entsprechende Richtung und den idealen Weg dorthin dankbar entgegen. Wohl wissend, dass mir die Hinweise von denen, die dort selbst wirklich schon einmal waren, wahrscheinlich hilfreicher sein können, als die Hinweise derer, die noch nicht selbst dort waren ... oder nur behaupten dort schon gewesen zu sein.

Aber da kommen wir schon zu einem ganz erheblichen Faktor bei der eigenen Suche: Unterscheidungsvermögen!

Denn wieviele Menschen kennst Du, von denen Du Dir wirklich sicher bist, dass sie tatsächlich erleuchtet sind?

Mein persönlicher Eindruck ist, dass es vermutlich zwar weit mehr Erleuchtete gibt, als viele denken, es aber andererseits weit weniger als die Zahl derer sind, die das von sich behaupten. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass echte Erleuchtete eher zurückhaltend und unauffällig sind ... dass man sie möglicherweise noch nicht einmal als solche erkennt, wenn man direkt neben ihnen stehen würde.

Keine Frage: Reden tun viele "Lehrer", "Meister", "Gurus" und andere über die Erleuchtung. Etliche lehren sogar. Aber wieviele davon sind wirklich selbst erleuchtet? Für einen "normalen" Menschen, der selbst nicht erleuchtet ist, ergibt sich also ein sehr praktisches Problem: Wie lässt sich das Echte vom Falschen unterscheiden, wenn man selbst über keine Erfahrungen auf dem Gebiet verfügt?

Also landen wir doch wieder bei den Vorstellungen. Und ich finde es daher schon sehr praktisch die eigenen Vorstellungen mit denen anderer Menschen zu vergleichen, sich darüber auszutauschen, und so die eigenen immer mehr verfeinern zu können.

Ausserdem: Stell Dir mal vor, dass zukünftig nur noch diejenigen über Fussball reden dürften, die selbst aktive Spieler sind. Das wär doch ziemlich absurd, oder? *g*

Herzliche Grüße
mic
Lieber mic,

um Deinen Vergleich mit "Rom" zu erweitern.
Meine Eingangsfrage war nicht: "wie komme ich nach Rom?"
Die Frage lautete eher: "ich habe gehört, Rom ist eine Reise wert, stimmt das?"

Wenn jetzt jemand schreiben würde: "ja, Rom muss traumhaft schön sein, ich habe schon viel Interessantes von Rom gehört", so wäre auch diese scheinbar unqualifizierte Antwort für mich eine kleine Hilfestellung.

Om Shanti
Peter
Auf mich hatte die Eingangsfrage so gewirkt. Irgendwie witzig wenn ich das so lese. :)

Mir ist gesagt worden ich muss nach Rom gehen und nun habe ich Sorge Italiener zu werden. Lohnt sich das überhaupt?

Zurück zur Ausgangsfrage
Mir ist Sukadevs Vortrag im Satsang von vor paar Wochen genau diesen Sachverhalt aufgegriffen. Er sprach von Temperament und Samadhi. War ganz anschaulich und nachvollziehbar erzählt. Er beschrieb einige Swamis wie Vishnu Devananda und weitere deren Namen mir gerade nicht präsent sind. Alle hatten eine eigene Persönlichkeit und auch diese beibehalten. Auf ihre Art transformiert.

Peter, der Skukadev kommt am Donnerstag zu uns ins Zentrum. 19 Uhr. Da kannst Du ihn auch noch mal direkt fragen, ist eine gute Gelegenheit.
Danke Norman,

gerade weil Sukadev kommt und über (Re-)Inkarnation sprechen wird, hatte ich dieses Thema eröffnet.

Om Shanti
Peter
Du kennst den Termin bereits, das ist schön :)

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