mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

hallo und namaste!

Ich lebe so vor mich hin. anders kann ich es nicht bezeichnen. das meditieren mache ich fast täglich aber eher unlustig. Mir wurde durch das meditieren und das Zazen das glück und frieden und liebe versprochen - nichts ist bisher eingetroffen.
Ich bin frustriert!
Einige sagen die erleuchtung ist eine Entwicklung von mehreren stufen. Andere berichten von einem plötzlichen blitz oder strahl der sie erfasst hat. Andere bezeichnen erleuchtung als summe von vielen kleinigkeiten, die einem widerfährt - soll ich all das glauben und was stimmt für mich?

Und warum zum teufel bin ich überhaupt auf die idee gekommen, das erleuchtung eines meiner spirituellen ziele geworden ist. Woher kam das ? Aus dem Bauch? Vom Herzen? oder weil es viele wollen?

und gleich setze ich mich wieder hin und meditiere. denn die lösung soll ja in mir drinne zu finden sein - so möchte man mich glauben lassen!

Also im moment mehr frust als lust und der weg, war er denn schon mal da kommt mir doch ziemlich nebulös vor.

Ist das alles nur eine phase auf dem spirituellen weg?

hast du einen tip für mich, wie ich fortfahren kann???????

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 744 X ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Oha, Du willst jetzt nicht sagen, dass es Nicht-Erleuchteten verboten ist über Erleuchtung zu sprechen? DAS wäre sehr deutsch :-)) und ich habe mitnichten erklärt wie "es" läuft!

"Die gerade genannten Daseinskomponenten sind dein Eigentum. Erleuchtung bedeutet, dich, den Besitzer dieser Komponenten zu kennen." Damit kann ich arbeiten, vollständig d'accord. Hier hast Du auch das Konzept der Gnade aussen vor gelassen. Es hat was von "Der Weg ist das Ziel" und einen Weg versuche ich jetzt schon 59 Jahre zu gehen

Any attempt necessarily falls short of the experience.

Nevertheless, I am going to describe enlightenment in words since that is the form of communication available.

However, we must know that words cannot be the source of enlightenment either.

Words can only express the experience the after the experience.

clemens sagt:

Ja, sowas kommt raus, wenn man über Erleuchtung schreibt. Wenn man dann noch einleitet:
Zitat:"There is a realm of experience that cannot be described in words."
aber es folgen dann DIN 4A Seiten Ausführungen- es ist aber auch ein Kreuz mit der Innenwelt :-)
Ludwig Wittgenstein: "Wovon man nicht sprechen kann, muss man schweigen!" (aber selbst der hat natürlich auch geschrieben :-) )

"Any attempt necessarily falls short of the experience"

Exakt deswegen schrieb ich eingangs: Niemand wird Dir sagen können was Erleuchtung ist aber viele werden davon sprechen...

@Clemens: Alles was ich sage ist, dass vorschnelle Feststellungen Hindernisse darstellen.
Bleib ehrlich mit dir selbst - kein "ich vermute" mehr, zumindest wenn es um das Innere geht. Bloß noch, "das weiß ich, das weiß ich nicht", dann kommt die Klarheit schneller als du schauen kannst.

Wie gesagt, Gnade Gottes, oder Anleitung eines Erleuchteten, oder beides. Der Weg ist hierbei erst das Ziel, wenn das Ziel erreicht ist, so lange ist einzig das Ziel das Ziel. Im Endeffekt ist Erleuchtung ganz simpel und in einem Augenblick möglich, wenn man damit aufhört, es unnötig kompliziert zu denken und damit hinauszuzögern.

Wenn ich es recht betrachte, ist sogar immer ein Funke Gnade dabei, wenn ein Wesen in die Situation kommt, einem Fingerzeig auf seine ewige Wesensnatur tatsächlich folgen zu können.

Jeder Versuch der Beschreibung kann der wirklichen Erfahrung nicht gerecht werden.

So oder so ähnlich.



clemens sagt:

"Any attempt necessarily falls short of the experience"

Exakt deswegen schrieb ich eingangs: Niemand wird Dir sagen können was Erleuchtung ist aber viele werden davon sprechen...

Enlightenment is the natural condition of life that has no name after all the unnatural conditions that have names stripped away.

- So schreibt Ron. -

Erleuchtung ist der natürliche Zustand des Lebens, der keinen Namen hat, der erreicht wird nachdem die unnatürlichen Zustände, die wohl einen Namen haben, überwunden sind.

- So übersetze ich es in das Deutsche. -

"Alles was ich sage ist, dass vorschnelle Feststellungen Hindernisse darstellen.
Bleib ehrlich mit dir selbst - kein "ich vermute" mehr, zumindest wenn es um das Innere geht. Bloß noch, "das weiß ich, das weiß ich nicht", dann kommt die Klarheit schneller als du schauen kann...."

Ich vermute, dass dies für Dich funktioniert. Es fühlt sich in deiner Erfahrungswelt richtig für Dich an. Für mich als "Aussen" erscheint der Eindruck, Du hättest dich vorschnell festgelegt :-) 

Für mich/meine innere Erfahrungswelt ist das kritische Erleben der zweifelnden Subjektivität die Ehrlichkeit, die Klarheit bedeutet!

@Diamir: vielleicht sollten wir zwischen Erleuchtung und Verwirklichung differenzieren. Erleuchtung wäre demnach, den Fahrer zu erkennen und Verwirklichung, ihm das Fahrzeug (Körper, Geist, Emotion, Energie) angemessen zu bereiten.

@clemens: Tieferes Wissen kann erst durch das Zugeständnis des eigenen Nichtwissens entstehen. Ich würde dir zu einem Experiment raten, denn so lange du bloß vermutest, weißt du nicht, ob an meiner Aussage tatsächlich etwas dran ist.

Enlightenment kann man aus dem Englischen in 2 Begriffe übersetzen: 1.) Erleichterung 2.) Erleuchtung.

Dominik B. sagt:

@Diamir: vielleicht sollten wir zwischen Erleuchtung und Verwirklichung differenzieren. Erleuchtung wäre demnach, den Fahrer zu erkennen und Verwirklichung, ihm das Fahrzeug (Körper, Geist, Emotion, Energie) angemessen zu bereiten.

@clemens: Tieferes Wissen kann erst durch das Zugeständnis des eigenen Nichtwissens entstehen. Ich würde dir zu einem Experiment raten, denn so lange du bloß vermutest, weißt du nicht, ob an meiner Aussage tatsächlich etwas dran ist.

@Diamir: Das ist das knifflige an den westlichen Sprachen - sie sind in Bezug auf innere Erfahrungen viel zu undifferenziert, um mit ihnen einen unmissverständlichen Austausch zu führen, dahingehend auch mein Vorschlag der Differenzierung mittels dem Wort Verwirklichung, selbst wenn das geliebte Wörterbuch sagt, dass du nicht darfst. ;)

@Hans-Joachim:

Also wenn ich deine Ausgangsbeschreibung lese, klingt das ziemlich fordernd und trotzig:

Ich lebe so vor mich hin. anders kann ich es nicht bezeichnen. das meditieren mache ich fast täglich aber eher unlustig. Mir wurde durch das meditieren und das Zazen das glück und frieden und liebe versprochen - nichts ist bisher eingetroffen. Ich bin frustriert!

Glaubst du wirklich, dass du Glückseligkeit, Liebe, inneren Frieden und eine tiefere Erkenntnis erlangst, indem du eher widerwillig still da sitzt, was du meditieren nennst, und darauf wartest, dass sich so die große Erleuchtung ganz von alleine über dir ergießt?



Dominik B. sagt:

@clemens: Tieferes Wissen kann erst durch das Zugeständnis des eigenen Nichtwissens entstehen. Ich würde dir zu einem Experiment raten, denn so lange du bloß vermutest, weißt du nicht, ob an meiner Aussage tatsächlich etwas dran ist.


Ich meine wir sind auf verschiedenen Erkenntniswegen unterwegs. Du bezeichnest einen emotionalen Zustand des
tieferen Wissens als "Klarheit"; ich bezeichne das Wissen um das grundsätzliche Nicht-Wissen als "Klarheit". Diese (meine) innere Klarheit führt mich durch mein Sein in der Welt -eben buchstäblich mein DAsein. So Ham- nicht mehr aber auch nicht weniger.

Antworte auf diese Diskussion im Yoga Forum

RSS

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen