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hallo ihr Lieben,

ich wende mich heute an euch mit einer ganz alten trauer die mich manchmal befällt und schmerzhaft ist. eine Trauer die älter ist als ich und die zurückreicht bis an den anfang der menschheit als die dualität (z.B. mann - Frau) noch nicht existierte.
ich habe eine große sehnsucht nach dieser einheit jenseits von dualität!

hier meine fragen:
1. wer von euch kennt diese trauer?
2. wie gehst du damit um, wie könnte ich damit umgehen?
3. habt ihr momente der einheit erlebt z.B. in einer engen partnerschaft?

vielen dank für ernstgemeinte antworten
hans-joachim

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Ich glaube, ich weiß was du meinst, denn ich fühle mich mit meinem Köper nicht so sehr verhaftet. Mein Konfirmationsspruch war "Wer von Gott geboren ist, überwindet die Welt" und so empfinde ich mein Dasein tatsächlich, ich bin zwar hier, möchte aber dieses Dasein eigentlich nur übwinden. Mir scheint in diesem Leben nichts wirklich bedeutsam, nichts wirklich von tieferem innerem Wert zu sein.

Das heißt aber nicht, dass deppressiv bin, ich meistere mein Leben recht gut, komme gut zurecht und habe auch manchmal an etwas Freude, aber ich empfinde eigentlich alles als oberflächlich und bedeutungslos.

Freude, vielleicht als Vorstufe zur Einheit, empfinde ich oft im Umgang mit Tieren, die immer unvoreingenommen und ehrlich sind und viel Liebe geben, oder draußen in der Natur. Ich freue mich dann an der göttlichen Perfektion und Schönheit.

In einer Partnerschaft habe ich noch keine Einheit in diesem Sinne erlebt, aber doch tiefe Zuneigung, Vertrauen und Verlässlichkeit, so dass ich mich auf dieser Welt weniger alleine gefühlt habe.

hallo Turiya,
vielen dank für deinen beitrag.bei mir ist das nicht so das ich meinen körperüberwinden möchte und es ist auch nicht so das alles bedeutungsleer ist. an meiner badesaison im see in der natur empfinde ich starke innere freude. dieses jahr habe ich bis zum 19. oktober durchgehalten. das kalte wasser war köstlich. und als im herbst die blätter von den bäumen auf das wasser fielen und ich mich da durchkämpfte fühlete ich mich eins mit der natur und dem herbst.
dennoch bleibt manchmal diese trauer der dualität und meine sehnsucht richtig eins zu sein
liebe grüße

Im Grunde ist das der ganz alte Schmerz des Menschen. Dadurch, dass der Mensch in Lage ist, über sich und seine Existenz zu reflektieren, erkennt er, dass er im Grunde alleine ist, immer und überall.

Durch das kosten des Apfels vom Baum der Erkenntnis, sind wir eben aus dem Paradies und aus der ursprünglichen Anbindung an Gott bzw. die göttlichen Sphären, rausgefallen. Wir müssen uns das erst wieder erarbeiten.

Aber dadurch können wir bewusst wahrnehmen, was um uns herum geschieht und dann Entscheidungen treffen, wodurch wir uns weiterentwickeln können, um am Ende wieder mit allem vollkommen eins zu werden. ; )

liebe Turiya,
du hast völlig recht - schön mit meiner trauer nicht alleine zu sein. ich wünsche mir viele kleine oder auch große momente des einsseins in der natur oder mit einem partner.
viele grüße
hans-joachim
machst du viel yoga? ich meditiere viel aber yoga habe ich eine pause eingelegt...

Ich habe angefangen zu fotografieren, das hat meinen Blick auf dei Welt verändert, ich sehe mehr den göttlichen Plan, die göttliche Harmonie in allem. Das tut mir gut.

Yoga mache ich seit 30 Jahren, wobei ich den letzten 3 Jahren mehr Qi Gong mache, das gefällt mir besser, weil Qi Gong Bewegung und Meditation in einem ist. Meditative, bewusst langsame Bewegung eben. Außerdem mag ich es nicht mehr so gerne, dass man bei Yoga so viele Übungen am Boden macht, ich bleibe lieber stehen. ; )

3 Mal pro Woche mache ich auch Nordic Walking und genieße es, den Wald zu jeder Jahreszeit bewusst zu erleben.

Seit ich angefangen habe regelmäßig zu meditieren, habe ich manchmal das Gefühl von Angebundensein an das Göttliche. Es hilft mir, mehr Liebe für alles und vielleicht auch Einheit mit allem zu empfinden. Zumindest breitet sich mehr innere Ruhe aus.

Wenn du einen Lebenspartner suchst, der deine Vorstellungen teilt, würde ich das an deiner Stelle aktiv betreiben und auch nicht vor Dating-Portalen zurückschrecken. Zum Beispeil "Gleichklang" halte ich für ein gutes Portal. Da weiß man, dass der bzw. die andere auch auf der Suche ist und kann schon eine Vorauswahl treffen. Ich denke, darauf zu hoffen, dass man jemanden zufällig trifft, reicht nicht aus, vor allem je älter man wird.

Vielleicht sollte man hier im YV Forum sogar mal eine Rubrik für Singles aufmachen ?

hallo Turiya,
nun ist einige zeit vergangen und nur du hast dich auf meine anfrage gemeldet. also scheint das gefühl mit der alten trauer nicht so verbreitet zu sein.
ich habe eine gute teillösung inzwischen gefunden. eine freundin von mir bietet einzelstunden in gong meditation an. sie verwendet dazu auch klangscalen und andere instrumente. ich gehe jedesmal beglückt aus der stunde. entspannt und heilsam ist dieses stunde auch denn ich habe immer eine träne im auge wenn die stunde vorebi ist. sehr schön!
in eine rgeführten reise möchte ich mich nächstesmal bei ihr auch der alten trauer... fragen wollte ich dich welche art von kamera du verwendest zum fotografieren, da ich auch überlege damit anzufangen. machst du auch portraitaufnahmen?
liebe grüße
hans-joachim

Hallo Hans-Joachim,

auch ich meditiere ja regelmäßig und komme dabei gut zur Ruhe, zu mir selbst. Tiefenentspannung mit Klangschale oder eine geführte Phantasiereise sind bestimmt auch sehr wohltuend. Man kann den Alltag dabei gut loslassen.

Ich denke, diese tiefe, alte Trauer kann auch daher kommen, dass man vom Alltagsgeschehen so sehr abgelenkt und in Anspruch genommen ist, dass man die Verbindung verliert. "Yoga" und "Religio" bedeuten ja "zurückverbinden".

Mir ist das bewusst geworden, als ich Anfing, im Alltag ganz bewusst Achtsamkeit zu üben. Also alles etwas langsamer und bewusster zu machen. Immer nur eine Sache und nicht mehrere Sachen zur gleichen Zeit zu machen. Bewusst Zeiten von Stille und Nichtstun einzubauen. Auf einmal habe ich die Welt ganz anders wahrgenommen und spürte wieder ein inneres Glückgefühl, so dass ich manchmal sogar lächeln musste.

Nun zu meiner Kamera: Es ist eine sog. Bridge-Kamera, dass heißt, sie hat ein Objektiv mit dem sehr weit zoomen, aber auch Makroaufnahmen machen kann, und das alles eben mit nur einem Objetiv. So kann man sich die Anschaffung von mehreren Objektiven sparen und hat immer alles dabei.

Es ist eine Panasonic "Lumix DC FZ82". Es gibt inzwischen neuere Modelle davon, die noch viel mehr können als meine und ich nutze von meiner Kamera schon höchstens ein 1/4 aller möglichen Funktionen. Es war ein Auslaufmodell, deshalb habe ich sie vor 2 Jahren recht günstig für 285,00 € bekommen.

Portrait-Aufnahmen habe ich noch keine gemacht, mich hat bisher nur die Natur interessiert, besonders die Makroaufnahmen, die kleine Welt, die man sonst gar nicht bemerkt. Aber ich denke, auch Portrait-Aufmahmen kann man gut damit machen, vielleicht in schwarz/weiß, das stelle ich mir interessant vor.

Namasté, Turiya

hallo turiya,
vielen dank für deine antwort. eine bridge kamera für 285,00 euro ist ja wirklich günstig.
liebe grüße und bleib gesund!

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