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Hallo,

ich habe mal eine Frage bezüglich dieser Krankheit, bei meiner Mutter wurde nämlich Brustkrebs diagnostiziert und ihr Arzt meinte Bewegung sei jetzt wichtig. Er hat ihr Walking oder Jogging empfohlen, das will / mag sie aber überhaupt nicht.

Da ich jetzt jetzt begonnen habe Yoga zu praktizieren und begeistert dabei bin, wollte ich mal fragen in wie weit es eine gute Idee ist meine Mutter auch mal mitzunehmen.
Sie hat jetzt eine OP hinter sich, bei der Gewebe entfernt wurde, ca vor 5 Wochen. Da es wohl eine relativ aggressive Zellveränderung gab, wird sie wohl auch weiterhin behandelt werden müssen. Eine Chemo steht noch im Raum, ist noch nicht entschieden wie lange...

Da sie bereits vor der Erkrankung Schmerzen im Rücken hatte, jetzt aber auch so noch Schmerzpatientin ist, dachte ich es sei wichtig die Muskeln zu stärken. Der Arzt meinte auch dass es nicht schaden könne.

Gibt es hier Erfahrungen?

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Hallo Zeyna,

als ehemalige Brustkrebs-Patientin kann ich Yoga empfehlen. Hierbei muss deine Mutter aber darauf achten, dass sie auf die Signale des Körpers hört und evtl. die Asanas an ihren Zustand anpasst. So mag ich z.B. beim Sitz des Kindes die Schenkel nicht schließen, sondern halte sie lieber etwas geöffnet, so dass die Oberschenkel nicht gegen die operierte Brust drücken. Beim Drehsitz kann ich auf der operierten Seite nicht so weit in die Drehung gehen, da die Bestrahlung auf der Seite einiges im Muskelgewebe angerichtet und verhärtet hat, so dass ich, wenn ich zu weit hinein gehe, starke Schmerzen bis hin zu Krämpfen bekomme.

Der/die Yogalehrer/In sollte auf jeden Fall informiert werden, damit bei eventuellen Hilfestellungen bzw. Korrekturen mit den notwendigen Sanftheit gearbeitet wird. Vielleicht wäre es auch ratsam, erst einmal yogatherapeutisch da "ran" zu gehen, Yogatherapeuten/Innen sind da entsprechend tiefergehend geschult.

Kripã

Hallo Zeyna,
zu erst einmal möchte ich dir viel Kraft für die anstehende Zeit wünschen. Schön, dass du deine Mutter unterstützt.

Ich würde mich Kripa anschließen, Yoga ist sicherlich eine gute Sache, deine Mutter wird Entspannung und Besinnung nötig haben, wenn ihr das zusammen macht, kann es euch viel Energie geben. Natürlich sollte sie dabei auf ihren Körper hören und nichts erzwingen, aber das ist denke ich selbstverständlich.

Da du schreibst sie ist Schmerzpatientin, und jetzt zusätzlich die Chemotherapie, weißt du was sie da an Begleitmedikamenten bekommt? Statt starker Belastung für die Organe durch Opioide könnte medizinisches Cannabis sinnvoll sein, kam mir gerade als Gedanke. Ist natürlich nur ein allgemeiner Hinweis, aber ich weiß aus eigener Erfahrung wie schnell Ärzte zu chemischen Mitteln greifen und natürliche Möglichkeiten vernachlässigen.

Liebe Grüße!

Hallo euch beiden,
vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Danke Kripa, für deinen präzisen Rat, da bin ich im Forum hier ja genau richtig gelandet. Wenn ich das richtig verstehe, hast du den Krebs überwunden, wie schön, das freut mich für dich. Ich werde mal nach Yogatherapeuten hier in der Umgebung schauen.
Und auch vielen Dank Brini, das mit dem Cannabis klingt ja interessant, dass es bei Chemotherapien gereicht wird, habe ich schon einmal gehört, kenne mich da aber gar nicht aus warum, aber inwiefern kann es denn bei Schmerzen helfen? Und ja, leider wird viel zu selten auf die Heilkraft der Natur gesetzt.
Liebe Grüße

Hallo Zeyna,
es ist hier zwar nicht das Thema des Forums aber klar, ich schreibe da gerne etwas dazu. Wie du schon richtig weißt, wird Cannabis als Medizin gegen die Symptome einer Chemotherapie gereicht, da es sowohl entspannend wirkt, als auch gegen Übelkeit, zudem appetitanregend.
Ganz grundsätzlich muss ich vielleicht mal folgendes anmerken: Cannabis hat viele verschiedene Wirkstoffe, die beiden bekanntesten sind CBD und THC, THC ist für den Rausch verantwortlich, CBD hingegen hat keine Rauschwirkung. Es gibt Cannabissorten mit verschiedenen Wirkstoffgehälter, teilweise sind einzelne Wirkstoffe fast ganz weggezüchtet, zudem können sie im Labor isoliert werden.
CBD-Produkte kann man inzwischen schon legal kaufen, Cannabis kann seit letztem Jahr von Ärzten in Deutschland verschrieben werden (vorher ging das auch schon, aber nur in Ausnahmefällen).

Da du schriebst, dass deine Mutter auch Schmerzpatientin ist, mit chronischen Rückenschmerzen, dachte ich sofort an Cannabis, da dieses auch bei chronischen Schmerzen eingesetzt werden kann. Es hat gegenüber den oft eingesetzten Opidoiden einige Vorteile, ist unter anderem nebenwirkungsärmer. Wenn du dich genauer dazu belesen willst, würde ich dir diesen Artikel empfehlen: https://www.leafly.de/medizinisches-cannabis-oder-opioide/

Natürlich ist das von mir nur als generelle Information zu verstehen, ich kenne deine Mutter und ihre Krankheitsgeschichte nicht, entscheiden muss das letztendlich der Arzt. Leider sind viele Ärzte sehr konservativ, zudem machen die Krankenkassen Druck, da Medizinalhanf sehr teuer ist.
Puh, jetzt habe ich ja einen halben Roman geschrieben ;)

Ich wünsche dir und deiner Mutter jedenfalls alles gute und viel Kraft für die kommende Zeit!
Liebe Grüße!

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