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Liebe Mit-Yogis,
ich habe eine Frage an euch, die mich schon länger beschäftigt,aber sich immer mehr aufdrängt.
Seit einem Jahr habe ich nun meine Ausbildung beendet, als Vertretungslehrerin schon häufig unterrichtet und auch immer sehr positive Resonanz gehabt. Ich wäre sogar eine gern gesehene ständige Lehrerin, aber das geht natürlich nicht, denn es ist nicht "mein" Kurs.

Ich versuche seit längerem einen Raum zu finden in dem ich unterrichten kann,a ber jedes mal, wenn ich denke etwas hat geklappt, kommt etwas dazwischen und es klappt nicht. Der letzte Grund war, daß die Dame gerne ihren Raum vermietet hätte, aber nicht für Yoga, denn sie ist Christin und es ist ihr zu esoterisch... das ist nur eins von einigen Beispielen.

Ich frage mich daher und auch euch, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß, soll ich es einfach lassen? Was hat das Universum oder wer auch immer mit mir vor? Warum darf ich nicht unterrichten, obwohl ich es so dringend möchte?

Das soll jetzt garnicht so sehr resigniert klingen, obwohl ich ehrlichgesagt auch dieses Gefühl verspüre... dazu sollte ich vielleicht noch anmerken, ich habe momentan und auch schon seit mehreren Jahren psychische Probleme (erst Magersucht, dann Depressionen und Angststörung) und bin manchmal auch am zweifeln, ob ich das alles schaffe (bin in Psychoanalyse), aber Yoga hilft mir eher, als das es mir schadet und die Schüler wie gesagt sind sehr gern zu mir gekommen. Vielleicht, weil ich so viele Dinge schon erlebt habe und es mir doch im großen und ganzen schon besser geht.

Was würdet ihr tun? Ich will garnicht wissen, was ich tun soll, aber was würdet ihr tun? Abwarten, aufhören mit dem Suchen... ich weiß es grade nicht und frage mich einfach, was soll ich hier grade lernen?
Danke und Namaste

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Hallo Silberregen,
mein Anfang als Yogalehrer fand in einem Gymnastikraum eines Vereins statt. Als der nicht mehr zur Verfügung stand, durften wir einen Versammlungsraum nutzen, mussten aber vorher alle Tische und Stühle stapeln und am Ende der Stunde alles komplett wieder einräumen. Unsere Yogastunde begann also immer atemlos und schwitzend und endete auch so.
Dann erhielten wir einen niedrigen Kellerraum in dem ich nicht meine Arme nach oben ausstrecken konnte, aber wir hatten einen Vorraum, Toilette und einen ungestörten Yogaraum. Dieser Raum gefiel später auch einem anderen Vereinsvorsitzenden so sehr, dass er durchsetzte, ihn nicht mehr als Yogaraum aus baurechtlichen Gründen zu nutzen. Dafür kamen dort Bücher unter und Leser, bei deren Aufenthalt keine solche rechtlichen Bedenken standen. Auf Nachfrage bei einem weiteren Verein, erhielten wir ein Durchgangszimmer und trugen die Störungen mit Konzentration und Humor. Und dann kam der Durchbruch, eine Schule war von unserem Konzept- Yoga für Lehrer und Schüler - (nach Markus Stück) so begeistert, dass uns eine Klassenraum freigeräumt wurde. Hier praktizieren wir nun schon im dritten Jahr ehrenamtlich und mit Engagement für den Schulförderverein.
Bleibe standhaft, nutze das, was sich bietet. Viel Glück.

Klaus-Jürgen

Danke Klaus-Jürgen, du machst mir Mut! Ich war eben auch am zweifeln, ob es vielleicht eine Art Zeichen sein soll, daß ich nicht unterrichten sollte?! Das macht mir etwas Sorge (naja, siehe Angststörung...).
Heute morgen habe ich dann nochmal meinen Mut zusammengekratzt und bei der AWO angerufen und siehe da, die haben eventuell was für mich! Da werde ich am Montag mal vorbeispazieren :)
Vielleicht soll ich ja auch lernen, daß ein Fehlschlag nicht das komplette Zusammenbrechen aller Hoffnung bedeutet...wenn ja, dann hat mir das deine Geschichte auf jeden Fall sehr deutlich gezeigt und auch der positive Anruf von eben :)

Eduard auch dir danke, für deine Anregungen! Bei der VHS hatte ich bereits gefragt und was das kostenlos Yoga anbieten angeht, so würde ich das tun, wenn ich einen Raum hätte und noch eine Gruppe die zahlt. Ich würde gerne für Menschen ohne Geld Yoga anbieten, aber nicht ausschließlich. Dabei habe ich kein so gutes Gefühl.
An ein Altenheim habe ich ebenfalls schon gedacht, aber eher um den Menschen dort die Möglichkeit zu geben ihren Körper wieder positiver wahrzunehmen. Das wäre für mich sozusagen ein Extrading und auch hier würde ich ohne Geld arbeiten. Was mir aber in erster Linie vorschwebt ist ein ganz "normaler" Kurs und vielleicht klappts ja jetzt bei der AWO!
Das von deinem Freund finde ich übrigens hoch schätzenswert! Freue mich für ihn :))

Liebe Grüße euch und Danke für eure Zeit!
Patricia

Noch eine Ergänzung zu "ohne Geld": die anfänglichen Kurse waren kostenfrei für alle, aber da kam es dann vor, dass bei schönem oder schlechten Wetter manchmal nur 1 oder 2 Teilnehmer kamen, mit denen wurde natürlich auch in einer Art Privatstunde geübt und am Ende waren alle glücklich, dass die Stunde doch statt fand. Später führte ich dann einen nach sozialen Gesichtspunkten gestaffelten Beitrag ein für Verdiener, Rentner, Grundsicherung (20, 10, 5 Euro/ Kurs á 10 Einheiten). Dazu kommt noch eine Engagements-Übung, die heißt: "Gutes tun, ohne Dank zu erwarten". Jeder kann nach eigenem Ermessen und Vermögen eine kleine Spende in ein Sparschwein geben. Am Kursende wird dann gemeinsam entschieden, an wen der angesammelte Betrag gespendet wird. Jetzt unterstützen wir damit den Schulförderverein, der es Schülern ermöglicht, an Veranstaltungen teilzunehmen, wo Eltern nicht in der Lage sind, Fahrkosten oder Eintrittsgelder zu zahlen.
Die Beiträge selbst werden hauptsächlich verwendet für den Kauf von Materialien und Dienstleistungen, die bei den Kinderkursen anfallen und natürlich auch zur Deckung eigener Kosten wie Fahrgeld - und die Teilnahme hat sich auch spürbar verbessert.

Liebe Grüße zurück und viel Erfolg!

Klaus-Jürgen

Danke für die Ergänzung. Ich werde mal sehen, wie sich das weiterhin anläßt und was mich der Raum überhaupt kostet. Momentan wäre ganz ohne Geld leider nicht möglich, aber auf Dauer wird es sich zeigen und die Staffelung finde ich sehr gut, denn es soll ja jedem offen stehen!

Hallo Silberregen,

ich würde an deiner Stelle nicht aufgeben und wenn sich momentan kein Raum findet oder kein Veranstalter wie VHS oder AWO, dann würde ich mir wenigstens ganz intensiv und konkret vorstellen, wie mein Raum, in dem ich Yoga unterrichten möchte, aussieht und mir auch Kurse vorstellen, die dort stattfinden und die Leute, die gerne zu mir kommen und mir ihr Lächeln für eine gut gehaltene Yoga-Stunde schenken. Je intensiver du dir das vorstellst und und wünschst, um so eher wird es so kommen !

Om Shanti, Ursula

Hallo Silberregen, hattest du in der Zwischenzeit mehr Errfolg? Wenn ja, lass es und hier doch bitte wissen, deine Erfolgsgeschichte könnte dann als motivierendes beispiel wirken!

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