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Hier soll es nicht zu tiefsinnig zugehen, nein, bloß nicht! Dennoch kann man die Chance wahrnehmen, ein paar Einschätzungen der hier versammelten Menschen zu hören, von Yogis und Yoga-Aspiranten, die meisten von ihnen, nehme ich an, dem spirituellen Weg verbunden, einige enge, die anderen eher lose.

Jede Epoche hat bestimmte Merkmale hervorgebracht, Moden, Trends, Krankheiten und anderes, bei denen man in der historischen Rückschau meist recht klar erkennen kann: Das und das waren die Auslöser dafür. - Woher also kommt es, dass man von immer mehr Fällen der Prokratination hört?

Ein Freund von mir so um die 50 sagte vor längerer Zeit, als mal wieder eine Trennung von einer Freundin hinter ihm lag: Es nervte eben, dass es kaum einmal möglich war, sich ohne Schwierigkeiten zu einem festen Zeitpunkt mit ihr zu verabreden. Nie wusste sie, ob sie dann wirklich Zeit haben würde. Verständlich, dass mein Freund Bert genervt war, hat er doch immer schon ein besonders großes Bedürfnis nach Planungs- und Perspektivensicherheit gehabt. Und übrigens hat er es geschafft – inzwischen lebt er mit einer Frau zusammen, der all dies wahrscheinlich auch wichtig ist.

An diesen Freund und seine Sehnsucht nach Berechenbarkeit und feste Verabredungen musste ich denken, als ich kürzlich von „dem hippen Wort Prokrastination“ hörte, besser: las, nämlich in Mathieu von Rohrs Report über seinen Selbstversuch mit 60-Stunden-Online am Stück (SPIEGEL Spezial). Da lässt jemand die Zeit so dahinfließen, während er in halbmeditativem Zustand vor seinem PC sitzt und aus seiner halben Entspannung heraus gerade noch die Kraft besitzt, auf die Maus zu clicken und mit den Augen zu verfolgen, wie bunte Bilder aus der globalisierten Welt auf seinem Bildschirm herunterrinnen. – Das ist also Prokrastination, dachte ich bei mir, hat das etwas mit dem Fluss der Zeit zu tun, dem man zuhören-bzw. zuschauen kann?

Ich erfuhr dann aus Zeitungsartikeln mehr über Prokrastination. …

(wird fortgesetzt)

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

fr. procrastination - procrastinateur


http://fr.wikipedia.org/wiki/Procrastination


La procrastination est un terme relatif à la psychologie qui désigne la tendance pathologique à remettre systématiquement au lendemain quelques actions (qu’elles soient limitées à un domaine précis de la vie quotidienne ou non). Le « retardataire chronique », appelé procrastinateur, n’arrive pas à se « mettre au travail », surtout lorsque ça ne lui procure pas de gratification immédiate.


Étymologie

Procrastinatio, onis, f, : remise au lendemain. En français : procrastination. Retard coupable.

De procrastino, are, verbe transitif : renvoyer au lendemain.

De pro, préposition : devant, en avant ; et cras, adverbe : demain.

Employé souvent en littérature historique pour caractériser un général, ou une armée, qui arrivent trop tard sur le champ de bataille.
prōcrastĭnātĭo

Cicero, Philippica VI 3,§7: "Nam cum plerisque in rebus gerendis tarditas et prōcrastĭnātĭo odiosa est, tum hoc bellum indiget celeritatis. ...

(wörtlich) Wahrlich, während Langsamkeit und Prokrastination in den meisten Angelegenheiten fatal sind , so fehlt es in diesem Krieg an Schnelligkeit

prōcrastĭnātĭo
prōcrastĭnātĭo, procrastinationis

s. f. III decl.


proroga, dilazione, procrastinazione.

Etimologia: ga, dilazione, CIC.
[procrastino + -tio].

prōcrastĭno
prōcrastĭno, prōcrastĭnas, procrastinavi, procrastinatum, prōcrastĭnāre

v. tr. I coniug.|

procrastinare, rinviare, differire, rimandare al giorno dopo.
Hari Om, Yoganandin,

wunderbar, was Du da herausgesucht hast, ich freue mich, Begeisterung!
Gehe morgen darauf ein.

Liebe Grüße, Devaki
OM OM OM
Be-Geisterung ist ALLES, liebe Devaki

Wir beide haben SIE

und auch Humor




Sanskrit:

संरम्भ saṃrambha [saṃrabh] m. émotion, excitation intérieure; élan, enthousiasme, zèle, empressement | agitation, véhémence; colère, fureur (contre upari ) — iic. excessivement, intensément.
Nachtrag

उत्सह् utsah [ut-sah_1] v. [1] pr. r. (utsahate) pp. (utsoḍha) endurer, supporter; agir courageusement.

उत्सह utsaha [utsah] a. m. n. ifc. qui supporte, qui endure.

उत्साह utsāha [vr. utsah] m. énergie, force; détermination, résolution; enthousiasme.
Hola Joganandin,

vielen Dank für Deine Mails -
... viele Farben für den Enthusiasmus hast Du in Deinen Assoziationsketten...

Nochmal zu vorher:
ich kann kein Latein, danke, dass Du es übersetzt hast. Latein klingt schön für mich. Was hast Du eigentlich lieber, Latein oder Sanskrit?

Also hier schon wieder der Gebrauch des Begriffs Prokrastination bei der Kriegführung! – Ich würde es dann so lesen:
Wahrlich, während Langsamkeit und Prokrastination (Zögerlichkeit) in den meisten Angelegenheiten ohnehin fatal sind, so fehlt es in diesem Krieg (eindeutig) an Schnelligkeit.

Danke für dieses weitere Beispiel zu P.!

Om Namo Narayanaya

Mit Grüßen aus dem Norden,
Devaki
Prokrastination historisch und ein Wettbewerb in Sachen Faulheit


Hari Om, Joganandin,
Hari Om an alle,

danke vielmals für Deine aufschlussreichen Beiträge aus dem Französisch-Lexikon, Joganandin! Ich hab mich mal drangemacht, sie zu übersetzen:

Die Prokrastination ist ein relativer Begriff der Psychologie, der die pathologische Tendenz bezeichnet , einige Handlungen systematisch auf den nächsten Tag zu verschieben (seien es nun Dinge des täglichen Lebens oder anderes). Dem „Chronisch sich Verspätenden“, genannt Prokrastinateur, gelingt es nicht, „sich an die Arbeit/ans Werk zu machen“, vor allem wenn ihm das nicht sofort eine Belohnung beschert.

Employé souvent en littérature historique pour caractériser un général, ou une armée, qui arrivent trop tard sur le champ de bataille.

Der Ausdruck wird oft benutzt in der historischen Literatur, um einen General zu charakterisieren oder eine Armee, die zu spät auf dem Schlachtfeld ankommen.

Anmerkung:
... wie schrecklich - anzukommen, wenn die Schlacht schon geschlagen ist... oder überhaupt gar nicht stattgefunden hat..!!! Oh je, der arme General, er tut mir leid... allerdings kann man das - gerade aus unserer heutigen, mehr friedensgeneigten Perspektive - natürlich auch anders sehen, nämlich: Hier ist der Friedensfürst!!! Der braucht keine Schlacht (:-))) !! Der macht Politik (Verhandeln) statt Krieg, und sei es nur aus Verspätungsgründen...

FAZIT So gab es also den Ausdruck Prokrastination schon in früheren Zeiten. Er wird hier erläutert am Beispiel eines Generals. Der ist eine Gestalt

o- von hohem Rang;
o- er ist ein höchst einflussreicher Macht- und Würdenträger,
o- Raum: hat weiträumige Entscheidungsfreiheit,
o-.Zeit: weitgehend selbst gesteuertes Zeitmanagement.

Für seinen Erfolg sind notwendig:
o- Politisches, vor allem auch strategisches Talent, sonst zumindest begabte Berater,
o- Intuition, gepaart mit Viveka (Unterscheidungskraft)

Die Prokrastinateure von heute, was kennzeichnet sie?
--- Sie kommen nicht mehr nur bei herausgehobenen Einzelpersonen vor,
sondern bei einer größeren Anzahl von Menschen.

Wie steht es bei diesen, haben sie auch Merkmale, wie sie für den General typisch waren?
--- große Freiräume bei Entscheidungen? Wen es interessiert, der kann die weiteren Punkte abfragen.

In früheren Zeiten wird Prokrastination anscheinend nur in Einzelfällen erwähnt , es kann aber auch sein, dass mehr Menschen davon betroffen waren, dass sich dafür jedoch die Geschichtsschreibung bislang nicht interessierte.

o—o—o—o—o—o—o—o


WITZE / VERGNÜGLICHES zu Prokrastination und Faulheit

Wettbewerb: Wer ist der Faulste von uns dreien?

Der Erste erzählt:
Durch meine Faulheit habe ich dieses Jahr keine einzige Johannisbeere von unseren vielen Sträuchern gesammelt … alles haben die Nachbarn und die Vögel bekommen!... - „Ach, du Armer, dann warst du also zu faul, sie abzupflücken?“ – Nein, das doch nicht!!! Ich war nur zu faul, mir einen Pflückbehälter aus unseren 20 Töpfen und Eimern herauszusuchen…!

Der Zweite sagt:
Bei mir ist es noch viel schlimmer mit der Faulheit: Ich könnte jetzt Millionär sein… „Und warum bist du jetzt nicht Millionär?“ – Weil ich zu faul war, den Lotto-Abschnitt für meinen Millionengewinn im Lotto-Büro abzugeben …!

Der Dritte berichtet:
Was Ihr da sagt, ist doch gar nichts – ich habe gestern 10 Stunden lang geschrien, wegen Faulheit!! – „Das versteh’ ich nicht, wie das denn?“ – Ich saß auf meinem gebrochenen Fuß und war zu faul, um aufzustehen.

Allen noch eine erfüllende Woche mit vielen Sonnenstrahlen!
Om Shanti Om
Devaki

Schlagworte: arbeitaufschieben, aufschieberitis, faulheit, prokrastination+yoga

Schöner Blogbeitrag über Leonardos Prokrastination :)
http://neuronarrative.wordpress.com/2009/01/16/on-procrastination-s...

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