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Was hat dich dazu gebracht, auf Fleisch zu verzichten? Gab es ein besonderes Ereignis? Hattest du gesundheitliche Gründe? Waren vielleicht deine Eltern Vegetarier? Hat dich jemand dazu inspiriert? Wurdest du vor oder nach Beginn deiner Yoga-Praxis zum Vegetarier?

Wie ist es dir ergangen bei der Ernährungsumstellung? Hast du das plötzlich gemacht oder schrittweise?
Wie geht es dir heute damit?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten.
Das kann dann auch viele andere inspirieren.

Liebe Grüße

Sukadev

Tags: vegan, veganer, vegetarier, vegetarisch

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Die Träne eines Kälbchens hat ihn umgehauen
Hubert Liebertz

Auch Tiere können weinen - das weiß der Ex-Schlachter Hubert Liebertz aus Rösrath aus seinem Job. Das Leid der Tiere hat er nicht ausgehalten.

Die Tiere wissen, was ihnen bevorsteht, erklärt uns Hubert. Sie leiden, haben Schmerzen und Angst. Als ein Kalb vor ihm stand und eine Träne aus dem Auge lief, hat der Rösrather spontan die Brocken hingeworfen - in derselben Minute noch. Dem Chef die Kündigung zugerufen und ist nach Hause gegangen.

Heute führt er eine Hundeschule in Rösrath. Und Fleisch kommt nur selten auf den Teller.

http://radioberg.de/berg/rb/693333/programm/am_nachmittag

Ferienjobber in der Fleischfabrik

Text: daniel-schieferdecker - Illustration: Katharina Bitzl

Menschen mit Nebenjob kennen die besseren Geschichten. Hier erzählt Kurt davon, warum das Wort Fleischeslust für ihn einen üblen Beigeschmack hat.
Meinen ersten Nebenjob habe ich damals als Schüler gehabt. Ich muss etwa 16 Jahre alt gewesen sein und habe mich nach möglichen Arbeiten umgehört. Der Vater eines Freundes arbeitete zu der Zeit in einer Fleischfabrik, erfuhr von meiner Suche nach einem Ferienjob und brachte mich dort für die kompletten sechs Wochen unter. Die Bezahlung war gut, und da ich auf ein teures Fahrrad sparen wollte, kam mir das Angebot gerade recht. Ich habe immer schon gerne Fleisch und Wurst gegessen, hatte mir, wie so viele andere Menschen auch, bis dato aber noch nie großartige Gedanken darüber gemacht, welchen Weg der Aufschnitt erst einmal gehen muss, bis er im Supermarktregal und letztlich auf dem Wurstbrot landet. Das sollte sich schlagartig ändern.

An meinem ersten Tag bekam ich, nachdem ich mit Schutzhelm, Gummiweste gegen Fettspritzer und Stiefel zum Waten in Wasser, Blut und Fleischabfällen ausgestattet worden war, zunächst eine Einweisung. Es war trotz der Hitze draußen nicht nur kalt bei der Arbeit, sondern es stank auch bestialisch – und wer schon mal Schweine vor der Schlachtung quieken gehört hat, der weiß, dass man in der Nacht drauf schlecht schläft. Später bemerkte ich zudem Ungeziefer in den Räumlichkeiten, und das war nicht nur unangenehm, sondern auch zutiefst unhygienisch. Mein Job bestand vor allem darin, an der Pressmaschine zu stehen. An dieser Pressmaschine wurden oben große Fleischhälften reingeworfen, aus denen unter Druck Schinken gemacht wurde.

Ich musste stundenlang am Ende dieser Maschine stehen, eine zwei Meter lange Pelle in der Hand halten und vor eine Öffnung halten, in die der Schinken hineingeschossen wurde – und das meine ich wortwörtlich. Denn der Schinken kam immer mit ziemlicher Wucht da raus, der man erst einmal standhalten musste. Diese Arbeit war zwar stupide, aber körperlich wahnsinnig anstrengend. Manchmal haben wir uns provisorisch Zielscheiben gebaut, einige Meter entfernt von der Maschine aufgestellt und versucht, mit den Schinkenstücken genau in die Mitte zu treffen.

Eklig wurde es jedoch, als ich einmal mit einem festangestellten Kollegen an einer Maschine stand, in der aus Fleisch feine Wurstmasse gemacht wurde. Auf einer Ablage lag eine Reinigungsbürste aus Holz, die dort offensichtlich jemand vergessen hatte, und die unter dem Beben der laufenden Maschine plötzlich mit im Fleischbottich landete – inmitten der Unmengen an Fleisch, das nun nicht mehr verkauft werden konnte. Das dachte ich zumindest. Denn als ich den Kollegen darauf ansprach, meinte der nur: „Wegen der blöden Bürste können wir doch nicht das ganze gute Fleisch wegschmeißen. Was meinst du, was uns schon alles in den Bottich gefallen ist. Das wird da drin aber so klein gehäckselt, das merkt am Ende kein Mensch.“ Da ist mir wirklich kurz schlecht geworden. Durchgehalten habe ich den Job trotzdem und mir einige Wochen später, mit einem kleinen Zuschuss meiner Eltern, das ersehnte Fahrrad gekauft. Dass ich zudem Vegetarier geworden bin, versteht sich von selbst – zusammen übrigens mit meinem Kumpel, dessen Vater mir den Job in der Fleischfabrik besorgt hatte.

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/535666

Namaste lieber Ramachandra,

Ja, dankeschön.

Wie ich gelesen habe, gibt es in Zürich mitten in der Stadt eine Großschlachterei die feierte 2009 ganz groß ihr 100 jähriges Jubiläum. Was für eine blutige Geschichte des Grossbetriebs, für die Stadt und für die Tiere und Menschen.

Ja, und auch in der Bibel steht beschrieben, wie sie zuerst irgendwann mal ein Tier "opferten". Dann wurden es allmählich immer mehr, bis dann irgendwann 100 Ziegen und soundsoviel Ochsen oder Schafe oder was weiß ich "geopfert" wurden. Und darum machen die Juden ja auch noch immer so eine "Opferung" daraus, wenn sie ein Tier töten um sein Fleisch zu essen. Und auch die Mohamedaner dürfen nur von "geschächteten" Tieren das Fleisch essen, die praktisch gestorben sind, nachdem sie verbluteten und dann vor Schwäche zusammenbrachen. Gruselig! Unter dem Deckmantel der "Opferung" - für was auch immer, besseres Wetter oder Gottes Segen allgemein - kam dann allmählich der Fleischkonsum in die Gänge. Die Menschen müssen echt kräftig zurückrudern, um sich auf diese Weise nicht weiter so zu versündigen an der göttlichen Schöpfung .........

Rāmachandra schrieb:

Namaste liebe Rafaela,

natürlich, natürlich so ist es. AHIMSA! Man kann die Gefühlswelten sehr deutlich wahrnehmen über ihre Körpersprache, wenn man ihnen in die Augen guckt usw. Sie sind uns halt auch am ähnlichsten! Der sumerische Text "Der Mythos von Vieh und Korn" besagt folgendes:

"Als die Menschheit zuerst erschaffen wurde,
kannte sie das Verzehren von Brot nicht,
wussten nichts über tragen von Gewändern.
Sie assen Pflanzen mit ihren Mündern wie Schafe;
Sie tranken Wasser aus dem Graben."

Das bestetigt, dass der frühe Mensch in das Tierreich integriert war, mit seinen eigenen Artgenossen zusammen gemischt dort gelebt hat.

Rafaela schrieb:

Die Träne eines Kälbchens hat ihn umgehauen
Hubert Liebertz

Auch Tiere können weinen - das weiß der Ex-Schlachter Hubert Liebertz aus Rösrath aus seinem Job. Das Leid der Tiere hat er nicht ausgehalten.

Die Tiere wissen, was ihnen bevorsteht, erklärt uns Hubert. Sie leiden, haben Schmerzen und Angst. Als ein Kalb vor ihm stand und eine Träne aus dem Auge lief, hat der Rösrather spontan die Brocken hingeworfen - in derselben Minute noch. Dem Chef die Kündigung zugerufen und ist nach Hause gegangen.

Heute führt er eine Hundeschule in Rösrath. Und Fleisch kommt nur selten auf den Teller.

http://radioberg.de/berg/rb/693333/programm/am_nachmittag

Hallo an @lle,

ich hatte mich bereits seit geraumer Zeit mit Yoga beschäftigt, wurde allerdings erst auf das Fleisch aufmerksam, nachdem ich nach jedem Verzehr einen enormen Kraftverlust wahrnahm, der nur nach dem Verzehr von Fleisch auftrat. Kurzerhand liess ich das Fleisch weg und ass ersatzweise eben Fisch. In meiner Entwicklung gelang ich an den Punkt, dass ich auch das Fischessen einstellen wollte, was allerdings damit verbunden war, dass ich dann rapide Gewicht verlor, welches sich nach erneutem Proteingehalt wieder regulierte. Zwei Anläufe unternahm ich alleine und erst beim 3. Anlauf schaltete ich einen Ernährungsberater ein, der mir zeigte, mit was ich das tierische Eiweiss ersetzen konnte. Heute geht es mir sehr gut mit der vegetarischen Ernährung und ich habe es keinen Moment bereut.

Hallo Sukadev,
ich verzichte seit meinem 16. Lebensjahr auf Fleisch. Damals war ich bei einer großen und sehr bekannten Umweltschutzorganisation tätig. Als ich da mal beobachten konnte, wie Schweine zur Schlachtbank geführt wurden, da fasste ich den Entschluss, dass ich kein Fleisch mehr essen möchte, dass kein Tier für mich mehr so gequält werden sollte. Es geht einfach gegen meine moralischen Wertvorstellungen.

Es war für mich einfach zu grausam mit anzusehen, wie eng die Tiere auf den Lastwagen transportiert werden. Über die anderen Bilder, die noch heute immer in meinem Kopf sind, möchte ich nicht so gerne berichten. Noch heute kommen mir die Tränen bei diesem Thema.
Liebe Grüße

Ich wurde Vegetarier, als ich 10 Jahre alt war. Damals stand vor allem die Tierliebe im Vordergrund. An meiner Pinnwand hing damals groß das Zitat von Bernard Shaw: "Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht". Da ich schon so lange vegetarisch lebe, kann ich mich gar nicht daran erinnern, wie Fleisch schmeckt.

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