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Was hat dich dazu gebracht, auf Fleisch zu verzichten? Gab es ein besonderes Ereignis? Hattest du gesundheitliche Gründe? Waren vielleicht deine Eltern Vegetarier? Hat dich jemand dazu inspiriert? Wurdest du vor oder nach Beginn deiner Yoga-Praxis zum Vegetarier?

Wie ist es dir ergangen bei der Ernährungsumstellung? Hast du das plötzlich gemacht oder schrittweise?
Wie geht es dir heute damit?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten.
Das kann dann auch viele andere inspirieren.

Liebe Grüße

Sukadev

Tags: vegan, veganer, vegetarier, vegetarisch

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Mit 18 hatte ich bereits einige Vegetarisch/Vegane aus dem Freundeskreis kennengelernt, ich hatte es allerdings nie wirklich verstanden was diese Menschen dazu bewegt. Manchmal habe ich Witze über sie gemacht und ihre Lebensweise als Unsinss abgetan.
Jeddoch regte mich mehr und mehr die Art wie die Tiere behandelt werden auf. Ich hatte die Ansicht das die Tiere mindestens eine normale chance auf leben haben sollten, wie sie es auch in freier Natur hätten. Und nicht in ihre Rolle als Opfer hineingeboren werden. Als ich einige Kollegen bei der Arbeit über eine Fernsesendung sprachen die über die Lebensumstände der Tierindustrie handelte die sie gesehen hatten, wurde mir dieser Gedanke nochmal ins Gedächtniss gerufen vertiefte sich, Ich hatte genug, Ich wahr ab nächsten tag Vegetarier ohne Mühe und ohne verhaftungen an Essgewohnheiten.

Einige Wochen später kam ich durch kontakt mit philosopischen und spirituellen lehren zu einem anderen Gedanken warum ich Vegetarier sein will:
Tiere so wie Menschen suchen ihr Leben lang nach Zufriedenheit, sie möchten das machen was sie für richtig halten, und meistens möchten sie dabei auch glücklich sein.
Wie kann ich sagen das ein Wesen das genau wie ich danach sucht, das wie ich sieht, riecht, schmeckt, fühlt, hört nicht genauso wichtig ist wie ich. Durch unser eigenes Leid können wir das Leid des anderen verstehen, Ich wollte nichtmehr das jemand anderes für mein Wohl leiden sollte. Ich sehe es aus universeller sicht, was nützt die Freude wenn woanders jemand dafür Leiden muss, so wird immer weiteres Leid enstehen.

Seit August bin ich nun Veganer.
Bewegt wurde ich hierzu von einem anderen Gedanken: Die Tierindustrie behandelt diese wie Sklaven, sie Leben einzig und allein um dem Menschen zu nützen, keiner ihrer Wirte interessiert sich für sie, nicht wenn sie ihren Müttern bei der Geburt entrissen werden und die Mütter nach ihnen schreihen, nicht wenn sie sich wegen der engen ställe gegenseitig Verletzen aus Platzangst. Für die Wirte zählt nur eins, Geld.
Die Tierindustrie ist geschickt darin den Menschen etwas vorzuführen und seine Aufmerksamkeit von den Missständen
wegzulenken. Als ich erfuhr wie grausam jene Tiere behandelt werden wollte ich es ändern, anfangs sollte es nur Bio sein, aber auch stellte sich als Theaterstück heraus.
Ich habe nach den ersten Wochen einen kurzen Rückfall gehabt, es kamen viele Gedanken der Sehnsucht nach dem Geschmack dieser Lebensmitte. Diese Gedanken versuchten den Verstand davon zu überzeugen das Bio in Ordnung währe und es gelan ihnen auch. Ich wahr mir unsicher, und schwankte. Jeddoch kam ich darauf mit aufnahmen über die Tierhaltung in berührung. Diese Bilder über die qual der Tiere ließen mich sicher werden. Es kam noch hin und wieder beim Essen die Sehnsucht nach Käse usw. Ich wusste das ich mich nicht ein 2. mal auf diese Gedanken einlassen wollte und überkam sie mit geziehlter Willenskraft auf meine Absicht.

Seitdem habe ich kein Bedürfniss mehr für nicht Vegane lebensmittel gehabt. Ein klarer Sieg ;).
Gesundheit hat bei mir nie ein Rolle gespielt. Ich wahr immer davon überzeugt das es klappt.
Hallo Sukadev
ich bin seit fast 40 Jahren Vergetarier ,wenn zurückdenke hat es damit angefangen, dass ich durch meinen Bruder von Makraobiotik(ich weis gar nicht ,ob man das heut noch kennt) erfuhr in die Meditation eingeführt wurde und Hatha Yoga machte, alles fast gleichzeitig,damals war ich 14.Früher war ich damit mehr sowas wie ein Ausenseiter und find es toll, dass Vegetarier heutzutage fast normal sind.

Lieben Gruß
Marita
Ich habe mal einen Film gesehen, wie Tiere geschlachtet werden. Das hat mir den Appetit auf Fleisch gründlich verdorben. Seitdem bin ich Vegetarier geworden. Es fiel mir erstaunlicherweise sehr leicht - mir ging es gleich besser. Ich habe es nie bereut - und bin auch nie in Versuchung gekommen, wieder damit anzufangen.
Ihr Lieben,
ich freu mich so über eure vielen und verschiedenen Beiträge!
Viele Grüße,
Maya :-)
Prima, vielen lieben Dank für die tollen Antworten! Habe mir gleich mal den einen oder anderen Artikel ausgedruckt :-)
Om shanti lieber sukadev,
In der ersten Woche der yogalehrerausbildung bei euch in Bad meinberg konnte ich erfahren wieviel mehr Energie eine vegetarische Ernährung geben kann. So habe ich mehr und mehr vegetarisch ernährt und fühle mich kraftvoll und sehr wohl. Und da ich als angehender yogalehrer auch die Praxis vorleben soll, gehört eine vegetarische Ernährung eben zu Yoga, wie das richtige atmen. Freue mich auf die weiteren ausbildungswochen bei euch.

Om, shanti
lutz
Für mich waren Filme über Massentierhaltung und Schlachthöfe (siehe auch Rafaela´s Beitrag) auslösender Faktor um Vegetarier zu werden. Als Kind und Jugendlicher habe ich noch relativ viel Fleisch gegessen, es gab auch wenig Alternativen in meinem Elternhaus und mir hat es damals auch geschmeckt, aber nach solchen Filmen ist mir der Appetit vergangen....langsam aber sicher...
Gut finde ich, wenn Fleischessern in meiner Gegenwart jetzt auch schon mal die Lust auf Fleisch essen vergeht,also, das eigene Beispiel wirken lassen...
Ich muss allerdings aufpassen, mich wirklich gut zu ernähren,ab und zu brauche ich Nahrungsergänzungen. In meiner Schwangerschaft vor 20 Jahren waren meine Blutwerte sehr schlecht, habe damals daraufhin noch mal zwischenzeitlich Fleisch gegessen, aber nie mehr mit gutem Gewissen.
Davon abgesehen, ist nicht alles Leben ewig? Jeder hat sein Karma zu tragen...
guten morgen,
hare krsna

also ich esse etwa 27 bis 28 Jahre kein fleisch mehr. ich bin jetzt laut geburtsurkunde 50ig jahre alt. weiblich. das heißt ich was so ungefähr 22 oder 23 jahre alt als ich mit der fleischlosen ernährung angefangen habe. mein anliegen was es keine tiere zu töten. schon als kind aß ich nicht gerne fleisch ( bin allerdings in einer stadt bis zu meinem 7. lebensjahr aufgewachsen), wenn ich mich recht erinnere, ich esse allerdings sowieso nicht so gerne und wenn dann was lekkeres, z bsp kekse. - zu der damaliegen zeit hatte ich viel energie und setzte diese tatkräftig in die entwicklung und dem ausprobieren von rezepten ein. ich lebte auf dem land, interessierte mich für die alternative lebensweise und versuchte soviel wie möglich lebensmittel selbst herzustellen, ich meine jetzt marmeldade kochen, keine fertigprodukte verwenden, brot backen usw.. ein freund von mir hat zu dem damaliegen zeitpunkt angefangen sojaprodukte herzustellen, dies war eine große inspirationsquelle für mich; da gab es diese 2 bände einer komune aus amerika "sojafarm" oder so ähnlich. als ich 26ig war kam meine tochter auf die welt, sie ist von mir vegetarisch ernährt worden. sie war nur einmal etwas kränker, mit fieber und erbrechen, aber sonst super gesund. nur die zähne sind nicht besser vielleicht eher schlechter, jedenfalls die milchzähne, als bei vergleichbarer altersgruppe? wobei wir auch auf mit zucker angereicherte getränke verzichtet haben. mit ca. 8 jahren wollte meine tochter fleisch essen, was ich ihr auch nicht verboten habe. Motto: jedem das seine.
wundert euch nicht, ich schreib immer alles klein, zu faul um auf die umstelltaste zu tippen.
habt ihr auch erfahrungen mit der entwicklung von vegetarisch ernährten babies und kleinkindern?
Als ich einen Knochen abnagte wurde mir auf einmal klar, dass ich da ein mir sehr ähnliches Lebewesen ass. Ich kam mir barbarisch vor.
Dann möchte ich noch ein Zitat vom dem mir sehr verehrten Albert Schweitzer zitieren.
" Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben das leben will "
Om Namah Shivaya Sukadev,

bei mir war das Verzichten auf Fleisch als Nahrung ein langsamer kontinuierlicher Prozess, der ca.
15 Jahre dauerte. Der Wunsch kein, oder zumindest weniger Fleisch zu konsumieren, war aber wegen
meiner früheren beruflichen Tätigkeit schon lange vorhanden. Ich bin immer wieder in Schlachthöfe
reingekommen und habe das unendliche Leid das den Tieren dort angetan wird, mit ansehen müssen.
Das hat mich dann tagelang belastet und ich habe mich gefragt, woher wir Menschen uns das Recht nehmen,
so mit unseren Mitgeschöpfen umzugehen.
Mit dem Beginn meiner Yogapraxis habe ich dann meinen Fleischverzehr immer weiter reduziert und bemerkt,
dass es mir gesundheitlich besser ging. Es gab auch immer wieder Rückfälle, z.B., bei Besuchen in der Verwandtschaft oder bei Freunden und Bekannten. Das musste ich dann büßen in Form von Verdauungsproblemen.
Meine Frau war auch nicht gerade begeistert von meinem weitgehenden Verzicht auf den sogenannten Fleischgenuss und hat vermehrt Fischgerichte gekocht.
Da ich das im Grunde auch nicht wollte, kam es zu ernsthaften Zwistigkeiten ob der Frage, was sie überhaupt
noch kochen sollte.
Meine ersten beiden Seminarbesuche in Bad-Meinberg haben mich darin bestärkt den Weg zum Vegetarierer
weiter zu beschreiten.
Vor 4 Jahren habe ich meine Frau zu einer Urlaubswoche bei euch überreden können. Was ich nicht zu hoffen
wagte ist eingetreten. Ihr Interesse am Yoga und einer vegetarischen Ernährung wurde geweckt.
Seitdem kocht sie für uns fleischlose Gerichte, nur Besucher erhalten auf Wunsch auch Fleischspeisen.
Besonders hilfreich war und ist mir das Gebet „ Lokah Samasta Sunkhino Bhavantu“, mögen alle Wesen Glück
und Harmonie erfahren. Sobald mir irgendwo ein Fleischgericht angeboten wird, hilft mir dies, das Gericht abzulehnen auch wenn meine Gastgeber enttäuscht oder beleidigt reagieren. Es macht mir nichts mehr aus.
Fairerweise muss ich sagen, dass meine meisten Bekannten und Freunde es wissen, dass ich mich vegetarisch ernähre und Verständnis zeigen, manche würden auch gerne Vegetarier werden, und wünschen sich, dass sie die Kraft dazu hätten.
Meine Antwort ist immer: Beginnt mit Yoga, dann schafft ihr das auch.

Liebe Grüsse

Friedrich
Lieber Sukadev, liebe Leute,

ich bin am Rande einer Großstadt noch ziemlich ländlich aufgewachsen. Es war üblich, Fleisch und Fisch zu essen und wurde als vollkommen selbstverständlich angesehen. Bei uns zu Hause wurde viel Fleisch gegessen und auch selber ab und zu geschlachtet. Das war der Punkt, wo ich dann tagelang als Kind nicht mitessen konnte. Ich konnte doch nicht die "Karnickel", denen ich Namen gegeben hatte und um die ich mich gekümmert hatte, essen. Ansonsten aß ich wenig Fleisch und Wurst, hörte aber nicht ganz damit auf. Außerdem dachte meine Familie, ich würde ansonsten Mangel leiden.

Als Jugendliche entdeckte ich auf einem Wühltisch für Bücher von Indra Devi: "Ein neues Leben durch Yoga". Ich fing an, das Buch zu studieren und Yoga danach zu praktizieren. Im Anhang gab es eine Reinigungsdiät und eine Ausscheidungsdiät. Aus dem christlichen Umfeld kannte ich die Fastenzeit und machte nun diese vegetarische Variante in der Zeit. Zur Vegetarierin reichte es noch nicht.

Später dann kamen politische Gründe dazu, ethische und moralische und ich "verordnete" mir ein Jahr Vegetarismus. Damals kochten auch viele "vollwertköstlich" (ich auch) und das Jahr verlief ganz gut, aber im Folgejahr in der Grillsaison "fiel ich wieder um".

Heute lebe ich seit fünf Jahren vegetarisch, habe aber im Urlaub jedes Jahr einen Ausnahmetag gemacht, wo ich dann z.B. vor zwei Jahren eine große Portion Salat mit Lachs gegessen habe. Vermutlich mußte ich mir beweisen, dass ich frei entscheiden kann und kein unangenehmer Dogmatiker bin. Noch am nächsten Tag meinte ich den Lachs zu schmecken. Und das, was ich früher so gemocht hatte, fühlte sich ekelhaft an.

Meine Ausbildung zur Yogalehrerin bei Yoga Vidya hat mir "Ahimsa", nicht verletzen, Gewaltlosigkeit, nahe gebracht und mich sehr beeinflusst. Heute tun mir die Tiere leid, die so grausam behandelt werden. Die Verbindung zu dem, was da an Tierleiche auf den Tellern liegt und den Tieren ist jetzt gedacht und ich mag kein Fleisch mehr essen.

Mein Mann und mein Sohn essen noch Fleisch und meine Tochter hat ein Jahr lang mit mir vegetarisch gelebt. Wie man / frau auf jemanden einwirken kann, ohne "esoterisch" dabei zu werden? Dadurch, dass ich es mache, vorlebe, wirke ich genug ein, bin "Anklage" genug. Es gibt häufig Gespräche deswegen in der Familie und dem Freundeskreis. Dann kann man noch Bücher selber lesen oder verschenken wie: "Fit fürs Leben" von M. Diamond, "Anständig essen" von K. Duve, "Vergiss den Kochtopf" von ? und Kochbücher aus dem "Eine Welt laden". Wichtig sind auch diese an die Nieren gehenden Filme über die fabrikmäßige "Fleischerzeugung".

Trotz alledem würde ich niemanden verurteilen, der noch Fleisch ißt. Ich würde daran apellieren, dass er schaut, woher das Fleisch kommt und ob das Tier wenigstens ein artgerechtes Leben hatte. Ich würde vorschlagen, öfter mal vegetarisch zu essen aus vielerlei Gründen. Das wäre ein Anfang, immerhin.

Ich selber koche vegetarisch und wer von der Familie Fleisch will, muß es sich selber besorgen, zubereiten und alles wegspülen, was damit in Berührung kam, denn mir ist inzwischen schon der "Leichengeruch" ein Greuel.

Namasté
Dévani

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