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Yoga des Klanges. Ein Yogi rockt das Altersheim

Große Freude. Ich werde 92 Jahre alt. Nein, nicht ich. Meine Mutter! Aber da ein Yogi in der Einheit lebt, ist er eins mit allen seinen Mitmenschen. Jedenfalls wurde kräftig gefeiert. Meine Schwester kam extra aus dem Schwarzwald angereist, um mitzufeiern. Man weiß ja nicht, wie viele Geburtstage wir mit meiner Mutter noch erleben dürfen. Also wird so gefeiert, dass jeder der letzte sein könnte.

Meine Mutter ist dement und hat ihr Gedächtnis weitgehend verloren. Aus ihrer Sicht wird sie 40 Jahre alt. Ich dagegen scherzte, dass sie 192 Jahre alt ist. Aber so alt will sie nicht werden. Also einigten wir uns auf 92. Das ist bereits ein ziemlich hohes Alter. Und bis zum Alter von 90 war sie körperlich und geistig fit. Sie ist jeden Tag mit ihrem Auto ins Sportstudio gefahren. Aber dann hat sie das Autofahren und damit auch den Sport aufgegeben. Und sofort setzte die Demenz ein. Sport schützt wissenschaftlich erwiesen vor Demenz. Also treibt alle Sport, zumindest Yoga. Ich gehe jeden Tag dreimal eine halbe Stunde spazieren. Deswegen wirke ich auch so jungendlich. Wer Sport treibt bleibt länger jung. Und wer Yoga praktiziert, wächst in seinem inneren Glück. Ich werde jeden Tag ein Stück glücklicher. Wo soll das noch enden?

Nach dem Kuchenessen und dem Geschenkeverteilen ging es zu ihrer Lieblingsbank vor dem Vogelkäfig zum gemeinsamen Singen. Das war das Hauptgeschenk für meine Mutter. Dazu hatte ich extra mein Harmonium mitgebracht. Ich startete mit ihren Lieblingsliedern und die Stimmung begann anzusteigen. Nach und nach kamen immer mehr Alte hinzu, setzten sich um uns herum und sangen mit. Zwei Frauen hatten in ihrem Leben auch Musik gemacht. Ich spürte ihr starkes Herzchakra. Und gemeinsam brachten wir die Alten ins Licht. Meine Mutter begann zu schunkeln und wollte nicht mehr aufhören. Also sang ich immer weiter, insgesamt drei Stunden.

Ich entdeckte mein Talent als Rockstar. Altersrock. Einige Lieder rockten die Alten besonders. Diese spielte ich immer wieder wie ein Mantra. Dadurch wurden die Alten energetisch gereinigt, ihre Chakren öffneten sich und die Glücksenergie in der Singgruppe war fast körperlich spürbar. Bhajan-Singen ist im Yoga ein spiritueller Weg. Allein dadurch kann man zur Erleuchtung kommen. Man muss es nur verstehen die Energien der Menschen gut zu lenken. Da ich als Yogalehrer ein Energiegespür entwickelt habe, konnte ich jetzt plötzlich auch erfolgreich Nada-Yoga (Yoga des Klanges) praktizieren. Früher war ich der ungelenkigste Yogalehrer. Jetzt bin ich der unmusikalischste Bhajan-Sänger. Aber Gott hört nicht auf die Töne, sondern auf das Herz. Und die Herzen schwangen zusammen im Glück.

Das Video zeigt meine Mutter, meine Schwester und mich zu Beginn des Singens. Ihr müsst euch dann noch eine große Gruppe aus Alten um mich herum vorstellen. Und vor allem eine Atmosphäre wie auf einem Rockkonzert. ;-) https://www.youtube.com/watch?v=Gr2ytq9QIVM

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