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Yajnopavita ist der Name zum einen für eine Einweihungszeremonie, ist aber auch der Name für die heilige Schnur. Yajnopavita ist ein bestimmtes Ritual, welches mit einer Yajna verbunden ist, man kann auch sagen, es ist ein Einweihungsritual zusammen mit einer Yajna. Und mit einem Yajnopavita-Ritual wird ein Schüler autorisiert, auch selbst Yajnas durchzuführen.

Yajnas, also bestimmte heilige Zeremonien, z.B. ein Feuerritual, aber Yajna kann sich auch beziehen auf andere Rituale, wie Puja und Arati. In diesem Sinne, Yajnopavita ist ein bestimmtes Einweihungsritual, welches jemanden dazu befähigt, spirituelle Rituale auszuführen. Yajnopavita ist aber auch verbunden, dass jemand ein Yajnasutra, eine heilige Schnur, tragen kann. Sutra heißt Schnur, Yajna, kann man hier sagen, rituelle Schnur. Yajnasutra wird einem übergeben im Upayana-Ritual, auch als Yajnopavita bezeichnet. Heilige Schnur, oft auch als Brahmanen-Schnur bezeichnet, ist aber eigentlich nicht die Schnur eines Brahmanen, sondern Yajnasutra ist die Schnur, die man überreicht bekommt, wenn man ein Yajnopavita-Ritual mitmacht und natürlich vom Guru dazu die Erlaubnis bekommt. Und das geht natürlich nur nach einer langen Schülerzeit, wenn man auch alles gelernt hat.

Yajnopavita heißt aber auch die Schnur selbst. Man kann auch sagen, Yajnopavita ist die Schnur, die einem in einer Yajnopavita-Zeremonie überreicht worden ist. Wenn du also eine Weile bei einem Lehrer gewesen bist und dort Sanskrit gelernt hast, Rituale gelernt hast, und dann der Lehrer dir die Autorisierung geben will, diese Rituale selbst durchzuführen, dann macht er mit dir eine Yajnopavita-Zeremonie. Und während der Yajnopavita-Zeremonie bekommst du Yajnasutra, die Schnur überreicht, die auch wiederum als Yajnopavita-Schnur bezeichnet wird. Also, das, was dir in der Yajnopavita überreicht wurde, ist selbst Yajnopavita. Und im alten Indien konnten das nur Angehörige der oberen drei Kasten bekommen, heute ist es oft so, dass es nur Brahmanen bekommen können, aber es gibt auch aufgeklärtere indische Traditionen, wo du auch ein Yajnopavita-Ritual mitmachen kannst und dann eine Autorisierung bekommen kannst, Rituale zu geben.

Z.B. bei Yoga Vidya gibt es die siebentägige indische Ritualausbildung, die du nur mitmachen solltest, wenn du auch schon mit indischen Ritualen vorher zu tun hattest, z.B. indem du regelmäßig bei Yoga Vidya Ashram-Besuche gemacht hast, und am Ende bekommst du dann in einem Ritual auch die Autorisierung, all diese Rituale selbst durchzuführen. Bei Yoga Vidya sind wir auch nicht so streng, du kannst auch lernen, Yajnas, Pujas, Arati durchzuführen, auch ohne diese formelle Einweihung, aber wenn du diese siebentägige Ausbildung mitmachst und am Ende das Einweihungsritual, wirst du spüren, dass dort eine besondere Kraft durch dich fließt. Bis jetzt allerdings vergeben wir dabei keine Yajnasutra, sondern das ist mehr ein Ritual, welches zu einer innerlichen Transformation führt, die du dann nicht notwendigerweise äußerlich zum Ausdruck bringen musst. Aber du kannst anschließend mit mehr Energie und Kraft Yajnas, Homas, Arati, Agni Hotra durchführen.

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Tags: Yajnopavita, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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