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Wie gelangen wir zu innerer und äußerer Fülle?

Innere Fülle entsteht durch inneres Glück. Wenn wir die Glücksenergie in uns erwecken, spüren wir Fülle in uns. Wir spüren Frieden, Liebe und Glück. Wir leben im Glück. Die verschiedenen Eigenschaften hängen mit den Chakren eines Menschen zusammen. Die Chakren sind die Energietore des Menschen. Sind die Chakren geöffnet, fließt die Energie. Im Herzchakra spüren wir die Energie der Liebe. Im Solarplexus-, Nabel und Unterbauchchakra spüren wir Kraft. Das Wurzelchakra (Beckenboden) bringt uns in die Gelassenheit und in den Frieden.
Öffnet sich das Scheitelchakra fließt die Energie des Himmels in uns hinein. Sie sammelt sich im Bauch. Es entsteht ein Gefühl von Ruhe, Glück und Fülle. Durch das aktivierte Scheitelchakra empfinden wir uns in der Einheit des Kosmos. Sind wir voller Glücksenergie, verändert sich unser Bewusstsein. Wir sind glücklich in uns selbst und empfinden auch unser Leben als schön. Die ganze Welt erstrahlt in einem Licht. Wir leben in einem Zustand der Erleuchtung und des Lichts. Wir erhalten ein Paradiesbewusstsein. Das ist die wahre Fülle. Wir leben im Paradies.
Wahre Fülle kommt von innen. Wir müssen uns von den inneren Verspannungen und Energieblockaden befreien. Wir müssen unseren Körper und unseren Geist spirituell reinigen. In der Bergpredigt heißt es, dass die innerlich Reinen selig sind und Gott schauen werden. Sie erkennen das Licht und die Fülle Gottes in der Welt. Im Yoga spricht man vom Sat-Chid-Anananda. Ananda bedeutet Glück, Glückseligkeit, ein Leben in der Fülle. Wenn wir ins erleuchtete Sein (Sat) und in ein Einheitsbewusstsein (Chid, Gottesbewusstsein) kommen, dann fühlen wir Ananda in uns.
Im Buddhismus wird der Begriff Nirwana verwendet. Laut Buddha ist das Nirwana das wahre Glück. Das Nirwana kann auf der Erde und im Jenseits erfahren werden. Wir lassen alle Anhaftungen an das äußere Leben los. Dann gibt es einen Bewusstseinsumschwung. Das Ego löst sich auf und wir sind in einem Bewusstsein aus Leere (Leerheit, Egolosigkeit) und Einheit (Glück, Fülle). Wir denken automatisch positiv. Alles ist gut so wie es ist. Erleuchtung ist höchste Fülle, weil wir unser Egobewusstsein überstiegen haben.
Wie können wir uns innerlich reinigen? Wie können wir in ein Leben in der Fülle gelangen? Der Weg ist ganz einfach. Er besteht aus körperlichen und geistigen Übungen. Wir arbeiten beständig an unserem Geist. Wir sind achtsam auf unsere Gedanken. Wir vermeiden inneren Stress und entwickeln positive Gedanken. Positive Gedanken führen zu guter Energie und guten Gefühlen.
Um unsere Gedanken in einem positiven Bereich halten zu können, brauchen wir unterstützende Übungen. Wir sollten jeden Morgen mit einer Selbstbetrachtung beginnen. Wir sollten unseren Geist und unsere Gedanken beobachten. Wo haften wir an? Wo hängen wir im Negativen fest? Wo sind wir positiv und optimistisch?
Wir betrachten unseren Tag. Was müssen wir tun, damit sich an diesem Tag unsere Glücksenergie gut entwickelt? Wir können viele kleine Pausen in den Tag einbauen. Wir können uns positiv auf den Tag einstimmen. Wir können uns mit unserem spirituellen Vorbild (Buddha, Jesus, Shiva) verbinden und um Hilfe für unseren Tag bitten. Wir können in einem spirituellen Buch lesen und so unseren Geist auf eine höhere Bewusstseinsstufe anheben.
Körperliche Übungen sind Meditation, Yoga, Tai Chi, Gehen und Laufen. Sie setzen Glückshormone frei. Sie lösen die Energieblockaden und bringen uns ins Glück. Eine einfache Meditation (Gedankenstopp, Atembetrachtung) erzeugt Frieden in uns. Eine Kundalini-Meditation (Chakren-Meditation, Gottheiten-Yoga, Guru-Yoga) aktiviert die Kundalini-Energie. Das ist ein schneller Weg ins Glück.
Wir können uns mit Gott, dem Licht, der Liebe, unserem spirituellen Vorbild verbinden und so in die Erleuchtungsenergie gelangen. Es gibt viele Wege der Erweckung des inneren Glücks. Finde heraus, welcher Weg gut für dich ist. Du kannst auch kreativ deinen eigenen Weg entwickeln. Mein Weg ist ganz einfach und besteht aus täglichem meditieren, lesen, gehen, Gutes tun und das Leben genießen (etwas Schönes tun).
Den Weg in ein Leben in der Fülle können wir von innen und von außen heraus beschreiten. Wir können durch spirituelle Übungen das Glück in uns entwickeln. Wir können aber auch unser Leben so gestalten, dass wir uns darin wohl fühlen. Wir können uns schöne Dinge kaufen, schöne Reisen machen und uns mit positiven Menschen umgeben.
Wenn wir keine innere Fülle besitzen, wird uns unsere äußere Fülle nicht viel nützen. Wer depressiv ist, empfindet auch die schönste äußere Welt als grau und unglücklich. Nach der Glücksforschung kommen 90 % des Glücks eines Menschen von innen. In der Spiritualität wird deshalb der Schwerpunkt auf die Entwicklung der inneren Fülle gelegt. Im Taoismus heißt es, dass der Weise äußerlich genügsam und innerlich reich sein sollte. Der griechische Philosoph Epikur lehrte es äußerlich genügsam zu sein (sich mit einem Stück Käse zufrieden zu geben) und innerlich in der Fülle zu leben (wie ein Gott/Buddha unter den Menschen).
Der normale Mensch verbraucht sein inneres Glück im äußeren Leben. Er arbeitet zu viel, kämpft zu viel, streitet zu viel, haftet an äußeren Genüssen und ist nicht gelassen bei Leid. Er will immer mehr als er hat und ist daher dauerhaft unzufrieden. Er begreift nicht die Gesetze des inneren Glücks und geht deshalb den Weg des Egos und des inneren Unglücks. Bereits in der Bibel steht, dass der Weg ins Licht schmal ist und die Mehrheit den breiten Weg in die Dunkelheit geht.
Es gibt verschiedene spirituelle Wege. Es gibt den Weg des strengen Asketen, der alle äußeren Anhaftungen und Genüsse ablehnt. Buddha und Jesus waren strenge Asketen. Sie lehnten allen äußeren Reichtum ab und konzentrierten sich auf die innere Entwicklung. Viele Yogis meditieren jahrzehntelang in einer abgeschiedenen Höhle. Das ist der Weg der schnellen spirituellen Entwicklung.
Aber für manche Menschen ist es besser einen sanften mittleren Weg zu gehen, weil sie der strenge spirituelle Weg überfordern würde. Sie brauchen ein schönes äußeres Leben, einen netten Partner und einen guten Beruf. Auf dem mittleren Weg praktizieren wir die persönlich richtige Mischung aus spirituellem Üben und äußerem Glück.
Für manche Menschen ist es auch richtig, zuerst den Schwerpunkt auf die äußere Fülle zu legen. Sie haben in ihrem Leben viel entbehrt und ein großes Mangelbewusstsein. Das Mangelbewusstsein ist eine innere Verspannung (ein negativer Gedanke), der manchmal nur durch eine extreme äußere Fülle aufgelöst werden kann. Wir sollten genau erkennen, wo wir gerade stehen und was wir für die Entwicklung unseres inneren Glücks brauchen.
Auf dem Weg der äußeren Fülle gibt es viele Gefahren. Um äußeren Reichtum zu erlangen, können wir uns im Berufsstress innerlich verbrauchen. Das passiert vielen Menschen in der heutigen Zeit. Wir können aber auch an äußeren Dingen zu stark anhaften und dadurch unseren inneren Frieden verlieren.
Wenn wir im Schwerpunkt den Weg der äußeren Fülle gehen, dann entstehen grundsätzlich starke Anhaftungstendenzen im Geist. Sie sind oft nur schwer aufzulösen. Manche Menschen leiden viele Jahre, wenn sie ihr Partner verläßt. Wenn wir unseren Beruf verlieren, kann dadurch ebenfalls viel inneres Leid entstehen. Wenn wir äußerlich reich waren und alles verlieren, ist das für die meisten Menschen nicht einfach zu verkraften.
Der Unweise kommt nie von den äußeren Genüssen los. Der Weise bewahrt bei allen äußeren Genüssen einen anhaftungslosen Geist. Einem spirituellen Menschen gelingt es sich durch seine spirituellen Übungen immer wieder von allen Anhaftungen zu befreien und sein inneres Glück zu erwecken. Mögen wir alle dauerhaft in der inneren und äußeren Fülle leben. Möge jeder seinen Weg dahin finden.

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