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Am Anfang war der Weihnachtsmann ohne Glauben. Er kam als ganz normales Kind zur Welt. Windeln, Essen, Scheißen, Schreien, Schlafen. Doch die Lebensumstände waren schwierig. Er bekam als Kind nicht genug Liebe, weil seine Mutter ihm diese Liebe nicht geben konnte. Sie war im Nationalsozialismus aufgewachsen. Bund Deutscher Mädchen, BDM-Gruppenführerin, Disziplin, Härte, Hitlergruß. So erzog sie den kleinen Weihnachtsmann. Er sollte ein harter Kämpfer werden, dem deutschen Volk nützlich sein, Karriere machen, in seinem Leben siegen. Doch der kleine Weihnachtsmann liebte es zu spielen, nichts zu tun, ein Nichtsnutz zu sein.

Er konnte den hohen Ansprüchen seiner Mutter nicht genügen. Für seine Mutter war er immer zu klein, ungenügend, ein Mickerling. Das prägte seine Seele tief. Das konnte er erst in der Erleuchtung auflösen. Die überstrenge Erziehung führte zu vielen Ängsten im kleinen Weihnachtsmann. Er hatte Angst vor dem Leben. Er sah das Leben grundlegend als schwierig und feindlich an. Aber irgendwie hat er auch die Kämpfernatur seiner Mutter übernommen. Sie hatte zum Glück seinen Willen nicht gebrochen, wie es bei der Soldatenerziehung früher üblich war.

Liebe bekam der kleine Weihnachtsmann von seiner Großmutter. Sie war eine Verkörperung der unermesslichen Liebe. Sie glaubte an den kleinen Weihnachtsmann. Und dadurch glaubte er an sich selbst. So bekam der kleine Weihnachtsmann seine zwei wichtigsten Eigenschaften, die Liebe und den Kampfgeist. Die dritte große Eigenschaft musste er sich langsam erarbeiten, die Weisheit.

Dabei halfen ihm seine Intelligenz und seine Neugier. Der kleine Weihnachtsmann war endlos neugierig. Er beobachtete alles und untersuchte alles. Das führte ihn dazu letztlich das ganze Leben zu beobachten. Im Alter von 14 Jahren stellte er fest, dass es im Leben Glück und Pech gab. Er entwickelte die Glück-Pech-Theorie, wonach man im Leben im ständigen Wechsel mal Glück und mal Pech hat. Diese Theorie führte zu seinem Glauben an das Glück. Der jugendliche Weihnachtsmann suchte das große dauerhafte Glück.

Er probierte alles aus. Liebesbeziehungen, Reisen, Karriere und Konsum. Er ging alle Wege des äußeren Glücks und fand dort doch nicht das große dauerhafte Glück. Er war verzweifelt. Er wollte doch so gerne ein Leben im großen Glück leben. Im Alter von 30 Jahren las er systematisch alle Bücher zum Glück. Und dabei traf er auf den Philosophen Epikur. Epikur lehrte den Weg des inneren Glücks. Wer dauerhaft im großen Glück leben will, muss das Glück in sich selbst entwickeln. Äußere Umstände sind wechselhaft. Aber in sich selbst kann ein Mensch durch konsequente Gedankenarbeit eine dauerhaft positive Psyche erzeugen.

Der Weihnachtsmann war begeistert. Endlich begriff er den Sinn des Lebens. Er suchte in allen Religionen, Philosphien und psychologischen Theorien nach hilfreichen Techniken für das große dauerhafte Glück. Diese Techniken bestanden im Wesentlichen aus der Gedankenarbeit (positives Denken), der Meditation (innerer Frieden) und der Energiearbeit (Kundalini-Yoga). Damit brach der Weihnachtsmann nach einigen Jahren konsequenter spiritueller Praxis zur Erleuchtung durch. Die Erleuchtung war noch nicht dauerhaft, aber jetzt kannte der Weihnachtsmann auch das Ziel eines Lebens im Glück. Das größte Glück ist in der Erleuchtung zu finden. Das ist die Essenz aller Weisheit.

Nach vielen Jahren auf dem spirituellen Weg gelangte der Weihnachtsmann noch zu einer zweiten wichtigen Erkenntnis. Die Liebe macht das Leben noch schöner. Der höchste Weg des Glücks ist die Verbindung von Erleuchtung und Liebe. Das ist die zentrale Lehre von Jesus Christus (Liebe zu Gott und den Mitmenschen), von Buddha (Wie eine Mutter ihr Kind so liebt der Weise alle Wesen) und von des Yoga-Meisters Krishna. Der Weihnachtsmann sah sich als Vater und Mutter aller Wesen, arbeitete für eine glückliche Welt, sandte allen Wesen Licht und gelangte so plötzlich in eine unermessliche Dimension der umfassenden Liebe. Die ganze Welt bestand nur noch aus Licht und Liebe. Der Weihnachtsmann sah das Licht (das Heilige, Gott) in allen Wesen. Er begiff die tiefe Weisheit des Yoga-Grußes "Namaste" (Ich sehe Gott in dir, ähnlich wie die Christen Grüß Gott sagen).

Der Weihnachtsmann hatte das Glück der Erleuchtung und der umfassenden Liebe selbst erfahren. Dadurch entstand ein tiefer Glaube in ihm. So fand der Weihnachtsmann seinen Glauben. Und er machte es sich zu seiner Lebensaufgabe, sein Wissen an seine Mitmenschen weiter zu geben. Das tat er in Form von kleinen unscheinbaren Geschenken, Gesängen und Geschichten. Er tat es auf eine Weise, die die Menschen annehmen konnte und die sie erfreute. So wurde er zum Weihnachtsmann. Seine Lieblings-Jahreszeit war Weihnachten. Weil dann viele Menschen offen für die Liebe, das Glück und die spirituelle Weisheit sind. Frohe Weihnachten. Verschenkt Licht und Liebe und Weisheit. Ein größeres Geschenk gibt es nicht.

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