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Wie der kleine Weihnachtsmann die Liebe in die Welt brachte

Der Weihnachtsmann blickte aus dem Fenster. Und was sah er? Er konnte seinen Blick auf nah und fern einstellen. In der Nähe sah er Frieden und Harmonie. Die beiden Rehe spielten auf der Wiese vor seinem Haus. Die Eichhörnchen sammelten fleißig Wintervorräte. Und das kleine Rotkehlchen freute sich und hüpfte von Ast zu Ast, wenn der alte Weihnachtsmann aus seiner Haustür trat. Aus unerklärlichen Gründen suchte es seine Nähe. Vielleicht spürte es die Energie der Liebe, die der Weihnachtsmann ausstrahlte.

Wenn der Weihnachtsmann seinen Fernblick einschaltete, dann sah er die ganze Welt. Und dort sah er ein Anwachsen von Egoismus, Unglück und Lieblosigkeit. Der globale Kapitalismus zerstörte die Herzen der Menschen und richtete ihren Geist auf Konsum, Kampf und Leistungswahn aus. Profitieren tat davon nur eine kleine Schicht von Reichen und globalen Konzernen.

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt hungerte. Die Kriminalität wuchs. Die Menschenrechte wurden immer mehr missachtet. Diktatoren und Macht-Politiker waren die neuen Helden der Welt. Die Klimakatastrophe rollte auf die Menschen zu, ohne dass die herrschenden Politiker wirklich etwas dagegen taten. Sie stürzten sich in den Nationalismus, die Polarisierung der Menschen gegeneinander, den Kampf der Völker und die militärische Aufrüstung.

Wenn der Weihnachtsmann sein eigenes Land betrachtete, dann sah er dort eine wachsende Vereinzelung, viele unglückliche Beziehungen und eine Zunahme von seelischen Krankheiten. Ein Drittel der Menschen in Deutschland war bereits psychisch krank. Sie litten unter Ängsten, Süchten, Aggressionen und Depressionen. Sie brauchten dringend mehr Liebe, mehr Freude, mehr Miteinander und mehr inneren Frieden.

Auch Weihnachten war nicht mehr das, was es früher war. Es war nicht mehr ein Fest der Liebe, sondern eine Konsumschlacht mit gestressten Menschen, die sich dann am Weihnachtstisch gegenseitig hassten und gemeinsam unglücklich machten. Dem musste ein Ende gesetzt werden. Weihnachten musste wieder ein Fest der Liebe werden. Die Welt musste zu einer Welt der Liebe, des Frieden und des Glücks werden. Mutig schritt der Weihnachtsmann zur Tat.

Doch wie sah seine Tat aus? Bevor der Weihnachtsmann zum Handeln kam, dachte er erst einmal gründlich nach. Dazu machte er einen langen Spaziergang durch den Weihnachtswald. Beim Gehen kamen ihm immer die besten Ideen. Er wünschte eine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks. Er wollte, dass alle Menschen glücklich sind und in Liebe zusammenleben. Er wollte das Paradies auf die Erde bringen. Doch wie konnte das geschehen? Die Mächte des Egos hatten die Welt fest im Griff. Die Engel waren schwach und die Teufel waren stark und übermächtig.

Da fiel dem Weihnachtsmann Jesus ein. Schließlich war Weihnachten ja die Zeit der Geburt von Jesus Christus. Und Jesus hatte die Botschaft der umfassenden Liebe in die Welt gebracht. Dazu hatte Jesus den Doppelweg der Liebe entwickelt. Ein Weltretter sollte sich selbst lieben und auch seinen Nächsten lieben. Ein Weltretter sollte also Glück, Liebe und Frieden in sich selbst erzeugen. Und er sollte gleichzeitig auch alle Wesen um sich herum lieben. Er sollte sich selbst durch seine spirituellen Übungen ins Licht bringen, beten, meditieren und sich geistig mit Gott (dem Licht, dem Erleuchtungsbewusstsein) verbinden. Und er sollte allen seinen Mitmenschen Gutes tun, ihnen Licht schicken, ihnen die frohe Botschaft vom Weg des Lichts und der Liebe bringen.

Dieser Doppelweg ist eine geniale Glücksstrategie. Wer in sich selbst kein Glück, keine Liebe und keinen Frieden hat, kann keine Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks aufbauen. Das Ego ihn ihm würde immer wieder alles zerstören. Wie es bei allen Weltretterversuchen bisher geschehen war. Wenn ein Mensch aber gleichzeitig an sich selbst arbeitet und für das Glück aller Wesen wirkt, dann wächst er daran und macht seine Mitmenschen glücklich. Er erzeugt ein Energiefeld der Liebe, des Friedens und des Glücks um sich, welches auf seine Mitmenschen abfärbt, sie magisch anzieht und im Laufe der Zeit seine Welt in ein Paradies verwandelt. Dann hat der Mensch das Licht in sich und lebt im Licht. Wenn viele Menschen so leben, verwandelt das die ganze Welt.

Dieser Doppelweg der Liebe und des Glücks ist so genial, dass er von Menschen in allen großen Religionen übernommen worden ist. Im Buddhismus gibt es den Mahayana, den großen Weg, der die Liebe in den Mittelpunkt stellt. Der Dalai Lama ist ein bekannter Vertreter dieses Weges. Im Yoga gibt es den Neohinduismus, der von Ramakrishna begründet worden ist und derzeit von den meisten erleuchten Yogis gelehrt wird. Im Judentum gibt es den Mystiker Rabbi Nachman und im Islam die Sufis, die den Weg des Herzens gehen. Unter den westlichen Philosophen sind Sokrates und Epikur zu nennen. Es gibt eine weltübergreifende Philosophie der Liebe, die ihren Ausdruck auch in der Menschenrechtsbewegung und den vielen aktuellen Weltrettern gefunden hat.

Ein Problem gibt es bei diesem Weg. Die Mächte des Egos, der Dunkelheit und des Bösen sind auf der Welt sehr stark und haben die Welt fest im Griff. Die großen Konzerne steuern über die herrschenden Politiker die Welt. Die mächtigsten Länder der Welt sind Diktaturen oder Scheindemokratien. Selbst in Ländern wie den USA oder Deutschland haben die Lobbyisten und das Finanzkapital eine große Macht. Sie finanzieren die Parteien und weitgehend auch die Massenmedien. Ihnen geht es nur um ihren Profit und nicht um eine glückliche Welt. Sie haben die klügsten Köpfe der Welt gekauft und die Massen durch die Konsumorientierung und die Leistungsideologie fest im Griff.

Sie sind auf dem Weg der Vernunft nicht zu überwinden. Aber sie sind durch die Kräfte der Wahrheit und der Liebe zu besiegen. Man könnte es so sagen, dass Gott, das Leben und die erleuchteten Meister über der Welt der Materie stehen. Wir müssen uns einfach nur auf die Grundsätze Wahrheit und Liebe konzentrieren, in jedem Moment das jeweils Richtige tun und uns ansonsten dem Leben überlassen. Wir können die Welt nicht selbst retten. Das kann nur das Leben tun. Und es wirkt gerade durch das Chaos auf der Welt, das letztlich auch durch die Reichen und Mächtigen nicht wirklich zu kontrollieren ist.

Nach einem langen Spaziergang durch den Wald wurden dem Weihnachtsmann die Dinge klar. Er musste sich einfach nur jeden Tag mit den Kräften der Wahrheit und der Liebe verbinden, auf die Stimme seiner eigenen inneren Weisheit hören und das tun, was gerade für ihn persönlich möglich war. Er musste an sich selbst arbeiten, an seinem eigenen Ego und seinen eigenen Gedanken. Er musste immer wieder durch positives Denken und Meditation (seine persönlichen Glücksübungen) Frieden, Liebe und Glück in sich erzeugen. Und dann aus der Energie der Ruhe, der Liebe und der Weisheit in der Welt handeln. Dann würde er durch das Leben auf seinem persönlichen Weg geführt werden. Wenn er sich dabei auf das Glück seiner Mitmenschen konzentrierte und sich selbst nicht zu wichtig nahm, sich als Diener seiner Mitmenschen sah, dann würde er optimal das Licht und die Liebe in die Welt bringen. Der Weihnachtsmann schrieb seine Gedanken auf und brachte sie durch das Internet pünktlich zu Weihnachten in die Welt. Mögen wir alle ein fröhliches Weihnachten haben. Mögen die Liebe, der Frieden und das Glück auf der Welt und in unserer Welt siegen.

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