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Dokaripa lebte in der Hölle. Er lebte in der Hölle seiner eigenen Gedanken. Er dachte negativ, handelte negativ und erntete negative Ergebnisse. Vor allem erntete er negative Gefühle. Er lebte beständig in Gefühlen von Wut, Neid, Sucht, Trauer, Angst und Depression.

Auch äußerlich ging es ihm nicht gut. Er war in seinem Beruf gescheitert. Er war in seinen Beziehungen gescheitert. Er hatte keine Freunde, kein Geld und fristete als Bettler sein Dasein. Er lebte von dem Geld seiner Mitmenschen. Am schlimmsten aber war es, dass ihn seine Mitmenschen als Versager sahen und verachteten.

Dokaripa wünschte sich ein glückliches Leben. Er wollte seiner äußeren und inneren Hölle entkommen. Das war sein großer positiver Gedanke. Und wo ein positiver Gedanke ist, folgt eine positive Tat und ein positives Karma. Der positive Gedanke muss nur stark genug sein, man muss an ihn glauben und alles in seiner Macht Stehende tun, um den Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

Dokaripa hatte sogar noch einen zweiten positiven Gedanken. Er wünschte, dass auch seine leidenden Mitmenschen ein besseres Leben haben. Er wünschte letztlich allen Menschen Glück. Er wünschte eine Welt der Liebe, der Fülle und des Glücks.

So ein Gedanke zieht unweigerlich einen spirituellen Meister an. Ein erleuchteter Meister spürt seine Mitmenschen über jede räumliche Distanz. Ist der Schüler bereit, taucht der Meister auf. Das ist ein spirituelles Gesetz.

Und so geschah es auch bei Dokaripa. Plötzlich stand ein Yogi vor ihm. Äußerlich erschien er auch ein Bettler zu sein. Aber er hatte ein inneres Strahlen im Gesicht. Er war umgeben von einer Aura aus Liebe, Frieden, Glück und Wahrheit. Dokaripa hatte sofort Vertrauen zu ihm. Er hätte ihm auch gerne von seinem Essen abgegeben. Aber leider hatte er selbst nichts zu essen.

Das störte den Yogi nicht. Er war bereit ihm sein Wissen kostenlos als Geschenk zu geben. Er verlangte von Dokaripa nur, dass er ebenfalls die spirituelle Weisheit an seine Mitmenschen weitergibt. Dazu war Dokaripa gerne bereit. Er war bereit als Bodhisattva für das Wohl aller Wesen zu leben.

Daraufhin übertrug ihm der Yogi seine spirituelle Kraft und gab ihm eine Technik, mit der er von der Hölle in den Himmel kommen konnte. Er lehrte es Dokaripa erfolgreich seine negativen Gedanken zu besiegen. Wenn ein negativer Gedanke auftauchte, sollte Dokaripa ihn sofort durch einen positiven Gedanken ersetzen. Dabei durfte er kreativ sein. Er sollte genau spüren, welcher positive Gedanke ihm im Moment hilft.

Falls er keinen positiven Gedanken finden konnte, sollte er einfach den negativen Gedanken stoppen. Wird ein negativer Gedanke gestoppt, können keine negativen Gefühle und keine negativen Taten entstehen. Allein durch diese Technik verwandelt ein Mensch seinen Geist und sein äußeres Leben im Laufe der Zeit völlig.

Ohne negative Gedanken können keine negativen Gefühle entstehen. Aber ein Mensch ist nicht perfekt. Falls bei Dokaripa doch negative Gefühle wie Wut, Trauer, Angst oder Sucht auftauchten, sollte er sie einfach nur beobachten, darauf meditieren und sie sich innerlich ausleben lassen. Dann würden sie von alleine nach einiger Zeit zur Ruhe kommen.

Dokaripa sollte alle äußeren Formen und Erscheinungen in seine meditative Ruhe auflösen. Dazu sollte er die Erscheinungen sich als Geldstücke vorstellen, die in dem unendlichen Raum seiner Bettelschale, also in dem unendlichen Raum des Lebens, verschwinden. Einfach dadurch, dass er sie innerlich loslässt. Er sollte an keinen äußeren Erscheinungen anhaften oder sie innerlich ablehnen. Er sollte einfach nur positiv mit dem Leben fließen. Und falls er Hilfe bräuchte, sollte er an seinen Meister denken. Dann würden sich alle Umstände immer wieder positiv entwickeln.

Dokaripa bedankte sich für das spirituelle Wissen und begann sofort fleißig zu praktizieren. Als Bettler hatte er viel Zeit zum spirituellen Üben. Bereits nach drei Jahren lösten sich die negativen Strukturen in seinem Geist auf. Seine innere Hölle verschwand und er gelangte in den inneren Himmel. Plötzlich entstanden von alleine fast nur positive Gedanken in seinem Geist. Er lebte überwiegend in Gefühlen von Liebe, Frieden und Glück. Er hatte das Licht der Erleuchtung in sich und strahlte Licht aus.

Das bemerkten auch seine Mitmenschen. Die erste Veränderung bestand darin, dass sie ihm gerne Geld in seine Bettelschale legten. Nach einiger Zeit hatte er so viel Geld bekommen, dass er einen guten Beruf erlernte, durch den er sein spirituelles Wissen an seine Mitmenschen weitergeben konnte. Und auch hier war er erfolgreich, weil sich die Menschen in seiner Gegenwart wohl fühlten. So fand er schließlich auch eine Frau und lebte glücklich und in Fülle bis an das Ende seiner Tage. Und nach seinem Tod stieg er ins Paradies auf und konnte weiter sein Glück im Jenseits genießen.

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