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Vitamine, Gottes Liebe und Meditation im Altersheim

Heute war ein sehr heißer Tag. Das Altersheim war fast ausgestorben. Na ja, nicht wirklich. Die meisten Alten lagen wohl in ihren Zimmern auf dem Bett. Meine Mutter saß in ihrem Rollstuhl und starrte in die Luft. Seit sie sich nicht mehr alleine ins Bett legen kann, bleibt sie immer in ihrem Rollstuhl sitzen. Ich begrüßte sie und schob sie erstmal in den Park, damit sie etwas Sonne tanken kann.

Gestern sah ich im Fernsehen eine Sendung über Vitamine. Ein Mensch braucht 20 Minuten Sonne am Tag, damit sich genug Vitamin D bilden kann. Sonst wird man träge und bekommt brüchige Knochen. Die wissenschaftliche Meinung zu den Vitaminen ändert sich ständig. Früher hieß es, dass man viele Zusatzvitamine essen soll, damit man lange lebt. Die Vitamine würden die freien Radikalen vernichten, die den Menschen altern lassen. Jetzt heißt es, dass die freien Radikalen gut sind und das Leben verlängern. Warum weiß man nicht. Aber bei den Fadenwürmern hat die Zugabe von freien Radikalen das Leben um ein Drittel verlängert.

Da ich auch ein freier Radikaler bin, habe ich meine Ernährung sofort umgestellt. 30 Jahre habe ich Zusatzvitamine gegessen. Jetzt habe ich die Döschen weggeschmissen und setze auf die freien Radikalen. Die entstehen beim Sport. Sport mache ich jeden Tag. Mal sehen, wie alt ich jetzt werde.

Meine Mutter ist 92. Das würde mir als Alter schon genügen. Aber fit muss man sein, körperlich und geistig. Da hilft Sport, geistiges Training und gesunde Ernährung. Geistig trainieren tue ich im Internet. Nur mit der gesunden Ernährung hapert es noch etwas. Ich esse zu viele Süßigkeiten. Aber wir wollen nicht wieder hauptsächlich von mir reden. Im Moment geht es um meine Mutter.

Nach dem Sonnenbad schob ich sie zum Singen. Und da kamen tatsächlich schon alle meine alten Freundinnen an. Das Singen konnte sofort losgehen. Natürlich gab es zu Beginn das Begrüßungslied "Schön, dass ihr da seid." Wobei ich aus Versehen sang: "Schön, dass wir da sind." Langsam entsteht ein Wir-Gefühl. Nach den Kinder- und Wanderliedern erklärte ich den Seniorinnen die tiefere Bedeutung des Liedes "Gottes Liebe ist so wunderbar." Heute war sozusagen Bibelstunde und ich verwandelte mich in einen Hilfspriester.

Gottes Liebe nützt uns nichts, wenn wir sie nicht spüren. Wie spüren wir die Liebe Gottes in uns? In dem wir unsere Mitmenschen lieben und und unseren Nächsten Gutes tun. Dann entsteht Liebe bei allen Beteiligten. Meine Besuche im Altersheim sind ein gutes Beispiel dafür. Wie erfahren wir das Glück Gottes in uns? In dem wir etwas tun, was uns glücklich macht. Den Senioren fiel spontan das gemeinsame Singen ein.

Jetzt wurde es schwieriger. Wie gelangen wir in den Frieden Gottes? In dem wir beten "Dein Wille geschehe" und die Dinge des Lebens so annehmen wie sie sind. Wir lassen unseren eigenen Willen los. Wir akzeptieren unser Schicksal. Das ist gerade für viele Menschen im Altersheim eine schwierige Aufgabe. Aber nur wenn wir diese Aufgabe bewältigen, gelangen wir zum inneren Frieden.

Und wie kommen wir in die Kraft Gottes? Wie erfahren wir die Kraft Gottes in uns? In dem wir unsere Kundalini-Energie, den Heiligen Geist in uns aktivieren. Der Heilige Geist entwickelt sich durch ein konsequent spirituelles Leben. Und durch die Aktivierung der Chakren, insbesondere des Wurzel- und Scheitelchakras. Die Energie des Wurzelchakras, des Erdchakras, beginnt zu fließen, wenn wir die Erde unter uns und um uns visualisieren und dabei singen: "Gottes Erde ist so wunderbar." Das Scheitelchakra wird erweckt, wenn wir uns auf den Himmel über uns konzentrieren und dabei singen: "Gottes Himmel ist so wunderbar." Diese Strophe habe ich neu eingeführt, weil die meisten heutigen Menschen (auch die Christen) mit dem Begriff "Paradies" nicht mehr viel anfangen können. Das Wort "Himmel" wirkt stärker.

Zum Schluss meditierten wir gemeinsam. Das erste Mal. Der Hauptweg zu einem Leben in Gott ist neben der umfassenden Liebe (Nächstenliebe) die Stille. Gott ist nach Moses vor allem in der Stille zu finden. Jesus hat meditiert, um Gott zu erfahren. Also stoppten wir fünf Minuten unsere Gedanken. Wenn Gedanken auftauchten, brachten wir sie sofort wieder zur Ruhe. Und wir gelangten so sehr schnell in eine tiefe Ruhe. Inneres Glück breitete sich aus. Wir waren in Gott. https://www.youtube.com/watch?v=16wtMvuqsHg

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Kommentar von Garuda am 15. September 2016 um 10:18am

Hallo Nils, "serve, love, give, purify, meditate, realize", das kannst du den alten Damen auch mal erklären - aber wahrscheinlich wissen sie es schon.
Gruß aus Ergste.
Om Namo Narayanaya

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