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Viradha heißt Opposition und Gegnerschaft. Viradha ist auch der Name eines Dämons, den Rama beseitigt hat. Vielleicht noch ein paar Informationen über Viradha aus dem Buch von Martin Mittwede, „Spirituelles Wörterbuch“. Dort steht: „Viradha heißt Opposition und Gegnerschaft. Viradha ist aber auch der Name eines Dämons, der in schwerem Kampf von Rama und Lakshmana besiegt wurde. Da er die Gabe der Unverwundbarkeit erlangt hatte, wurde er lebendig begraben. An dieser Stelle erschien ein wunderschöner Gandharva, der verwunschen worden war und sich für seine Befreiung bei Rama bedankte.“

In dieser Geschichte von Viradha steckt eine Menge dahinter. Viradha, also zunächst mal ein Dämon, der Schlimmes getan hat, Schlimmes bewirkt hat. Menschen konnten nicht mit ihm umgehen, Gott musste gerufen werden, Rama manifestierte sich, Rama mit seinem Bruder Lakshmana. Rama besiegte dann diesen Dämon und dann wurde aus diesem Dämon ein Gandharva, ein himmlisches Wesen, ein Engelswesen. Da steckt eine ganze Menge dahinter. Manchmal hast du äußere Gegner, die anscheinend dir das Leben schwer machen. Und du kämpfst mit ihnen und du versuchst, sie zu besiegen, dir gelingt es nicht, diese Dämonen zu überwinden. Du betest zu Gott und dann spürst du, wie Gott hilft, dass diese äußeren Hindernisse, diese äußeren Gegnerschaften dir helfen, auf dem spirituellen Weg voranzukommen. Und du erfährst plötzlich, dass dadurch, dass du diese Menschen oder diese Dinge oder diese Schwierigkeiten hattest, dich spirituell entwickeln konntest. So wird manchmal das, was wie Radha ist, also dein Gegner, zu einer Ursache, dass du zum Engel wirst. Und du kannst auch Dinge unterschiedlich interpretieren. Du kannst Viradhas als Gegner sehen, als Dämonen und dagegen kämpfen, und manchmal ist das notwendig, und manchmal kannst du sehen, da ist ein Engelswesen, das sich irgendwo verkleidet. Und dann kannst du damit umgehen.

Letztlich ist alles gut, letztlich ist alles Brahman und Atman. Aber manchmal ist dieses Brahman scheinbar verkehrt in etwas Schlimmes, manchmal ist das scheinbar Gute verkehrt. Viradha heißt ja auch „verkehrt“, „Gegenteil“. Aber es bleibt immer noch Gandharva, Engel, in Verkleidung, selbst wenn es sich jetzt manifestiert als Asura. Du kannst aber auch etwas lernen, wie das Ganze vor sich gegangen ist. Zuerst haben die Menschen sich bemüht, gegen Viradha zu kämpfen. Es ist manchmal auch gut, zu kämpfen. Dann haben sie sich an Gott gewandt. Manchmal, wenn du nicht weiter kommst, musst du dich an Gott wenden. Und schließlich kommt die Verwirklichung, dass das, wogegen du gekämpft hast, in Wahrheit in der Tiefe etwas Gutes war und dir hilft, dich zu entwickeln, und allen Beteiligten hilft und geholfen hat, sich zu entwickeln. Soweit zu Viradha, Gegnerschaft und Opposition, und die Bedeutung dieses Mythos um Viradha in der Ramayana.

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Tags: Viradha, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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