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Die Grundtechnik der Gedankenarbeit ist das Nachdenken. Denke über dich, das Leben oder deine Situation nach. Löse dein Problem und du kommst in dir zur Ruhe. Wenn es keine Lösung gibt, dann nimm die Dinge einfach so an wie sie sind. Das Leben muss nicht perfekt sein. Ein Erleuchteter ist glücklich in einer unperfekten Welt. Das Annehmen der unperfekten Welt kann ein Weg der Erleuchtung sein.

Finde deinen Weg der Weisheit. "Mein Weg der Weisheit ist ..." Überlege einfach nur, was im konkreten Moment richtig ist. Ist es richtig zu handeln oder nicht zu handeln? Was muss getan werden? Tue es. Und denke nicht zu viel nach. Lebe vorwiegend im Sein und in der Gedankenruhe.

Wenn du ein Problem im Moment nicht lösen kannst, dann lasse es los. Nimm dir jeden Tag eine bestimmte Zeit um darüber nachzudenken. Im Laufe der Zeit wirst du eine Lösung finden.

Meistens findest du durch das gründliche Nachdenken einen Gedanken, der dich innerlich zur Ruhe kommen lässt. Wenn dir kein solcher Gedanke einfällt, mußt du gründlich dein Inneres erforschen. Welche Gefühle sind in dir? Wut, Trauer, Angst, Sucht/Sehnsucht? Was ist dein vorwiegendes Gefühl? Welches Problem ist damit verbunden? Welcher Gedanke zeigt sich, wenn du in dein Gefühl spürst?

Gefühle von Angst, Wut, Trauer und Sucht kann man auflösen, wenn man den negativen Gedanken findet, der das Gefühl auslöst. Welcher positive Gedanke hilft uns diesen negativen Gedanken aufzulösen? Hier müssen wir manchmal sehr kreaitiv sein. Welcher Gedanke ist stark genug, den negativen Gedanken zu besiegen? Woran glauben wir in der Tiefe unserer Seele? Es ist gut starke Glaubensgrundsätze zu entwickeln. Sie helfen uns in Notsituationen unsere negativen Gedanken zu überwinden.

Meistens helfen uns das gründliche Nachdenken oder unsere persönlichen Glaubensgrundsätze, um inneren Frieden zu finden. Die negativen Gefühle und Gedanken kommen aber oft aus dem tiefen Unterbewusstsein. Und unser Unterbewusstsein ist wie ein kleines Kind. Wir müssen geschickt mit dem kleinen Kind in uns umgehen. Wir müssen es überzeugen und gut erziehen. Dann entsteht eine positive Psyche.

Auf welchen Gedanken reagiert das kleine Kind in uns? Wann löst sich der negative Gedanke auf? Braucht das innere Kind etwas Liebe, Glück, Weisheit oder Kraft? Finde einen Weg ihm das zu geben. Tue dir etwas Gutes. Besinne dich auf deine Weisheit. Gehe den Weg der umfassenden Liebe, sende allen Wesen Licht und tue eine gute Tat. Wenn dein inneres Kind Kraft braucht, dann gehe einfach diszipliniert deinen Weg. Treibe Sport, mache deine spirituellen Übungen, arbeite etwas und in dir entstehen Kraft und Frieden.

Wenn diese Techniken nicht helfen, dann übe dich in der Gedankenbeherrschung. Stoppe deine negativen Gedanken. Meditiere, denke ein Mantra, lenke dich durch Lesen oder Videos ab. Oft ist es auch gut mit anderen Menschen zu reden. Die Hälfte aller Probleme verschwindet, wenn wir uns mit einem guten Freund darüber austauschen können. Hast du keinen guten Freunde, verbinde dich geistig mit Gott oder deinem spirituellen Meister. Erzähle ihm deine Probleme. Ziehe eine Orakelkarte (Buddha Orakel, Tarot) und du wirst eine Antwort bekommen, die dir weiterhilft

Negative Gedanken kannst du mit einem Mantra stoppen. Finde dein persönliches Mantra. Denke so lange "Stopp" oder ein anderes Mantra (z.B. einen Satz der Weisheit), bis der negative Gedanke verschwindet. Wiederhole das in Krisenzeiten immer wieder. Irgendwann wirst du dein negatives Denken besiegt haben. In dir werden positive Gefühle wie Glück, Liebe und Frieden entstehen.

Eine große Hilfe sind Vorstellungsübungen. Mache eine Phantasiereise. Stelle dir vor, wie eine Lösung deines Problems aussehen könnte. Visualisiere dich in einem glücklichen Leben. Spiele belastende Situationen gedanklich durch. Lebe alle Gefühle aus und komme dadurch in dir zur Ruhe. Finde einen positiven Gedanken, der dir hilft.

Orientiere dich durch positive Vorsätze auf eine positive Zukunft. Gehe mit einem positiven Vorsatz durch den Tag. Was gibt dir heute Kraft deinen Tag positiv zu bewältigen? Was gibt dir Hoffnung und Zuversicht in deinem Leben. Beginne jeden Tag mit einem positiven Vorsatz. Überlege am Abend, ob du deinen Vorsatz gut umgesetzt hast. Was kannst du am nächsten Tag besser machen? Entwickel deinen Plan eines positiven Lebens. Setze ihn konsequent um. So leben Sieger. Was ist dein Ziel? Was ist dein Siegerweg?

Belohne dich, wenn du deine positiven Vorsätze umgesetzt hast. Dein inneres Kind liebt Belohnungen. So motivierst du dich auf deinem Weg des Positiven zu bleiben. Es müssen keine große Belohnungen sein. Manchmal genügt ein Keks oder eine schöne Blume. Manchmal braucht man aber auch große Visionen, um die Kraft für ein postives Leben zu haben. So eine positive Vision ist die Erleuchtung, das dauerhafte Leben im inneren Frieden und Glück. Ein solche Vision kann auch das Ziel einer glücklichen Welt sein. Finde deinen Weg das Glück und die Liebe in der Welt zu verbreiten. Das wird dich glücklich machen und deine negativen Gedanken besiegen.

Diskussion

Frau1: An der Psyche arbeiten hört sich so anstrengend und gewollt an. Ich kann mich nicht hinsetzen und sagen so jetzt bearbeite ich eine halbe Stunde lang meine Probleme, wenn mir gar nicht danach ist.

Nils: An der Psyche zu arbeiten ist anstrengend. Inneres Glück ist innere Arbeit. Ohne etwas für seinen Körper und seine Psyche zu tun, kann in unserer stressreichen Gesellschaft kaum jemand langfristig gesund und glücklich bleiben. Innere Arbeit ist wie das tägliche Zähneputzen oder das Duschen. Es ist wichtiger sich jeden Tag innerlich als äußerlich zu reinigen. Das versteht kaum jemand. Wobei ich nichts gegen äußere Reinigung habe. Im Yoga heißt es "Sei innerlich und äußerlich rein." Wenn du nicht die Selbstdisziplin aufbringst deine Probleme zu bearbeiten, werden deine Probleme dich bearbeiten.

Mann1: Es ist um besser, positiv zu denken. Man stellt sich auf Erfolg ein. Es ist möglich, realistisch und gleichzeitig positiv zu sein. Und ich finde, manche Menschen brauchen eine Religion, um positiv denken zu können.

Nils: Die meisten Menschen brauchen ein positives Denksystem, um es üben zu können positiv zu denken. So ein Gedankensystem kann eine Religion wie der Buddhismus oder das Christentum sein. Es kann aber auch ein philosophisches System (Glücksphilosophie) oder ein psychologisches System sein. Man kann einfach wünschen gesund und glücklich zu sein und die dazu notwendigen Gedanken und Eigenschaften trainieren. Dazu muss man nicht die Realität verdrehen. Im Gegenteil widersprechen negative Gedanken oft der Realität. Man macht sich Sorgen um die Zukunft, die so meistens gar nicht eintritt. Es ist besser optimistisch in die Zukunft zu gehen. Dann hat man die Kraft die Zukunft auch positiv zu gestalten. Optimistische Menschen sind erfolgreich als Pessimisten.

Mann2: Mich haben psychische Probleme, vor allem Depressionen, irgendwann gezwungen zumindest von der Tendenz positiver zu denken. Und in Extremsituationen habe ich gemerkt, dass ich hier besser rauskomme, wenn ich positiv an die Sache rangehe.

Nils: Man erklimmt einen Berggipfel, wenn man denkt: "Das schaffe ich." Man kann keinen Berg besteigen, wenn man nicht an sich glaubt. Und so ist es mit dem inneren Glück auch. Viele Menschen kommen an einen Tiefpunkt und haben es dann einfach satt immer unglücklich zu sein und im Leid zu leben. Dann entsteht der Entschluss sich daraus zu befreien, sein inneres Glück zu entwickeln und sein äußeres Leben positiv zu gestalten. Und dann hat man auch die Kraft dazu.

Mann2: Ich habe gemerkt, dass es so gut wie unmöglich ist, mit Depressionen positiv zu denken. Wenn man sich mies fühlt, muss man irgendwie auch mies denken. Naja, es ist schon eine Wechselwirkung, man kann seinen Zustand aktiv beeinflussen.

Nils: Wer depressiv ist, leidet meistens an inneren Verspannungen. Diese inneren Verspannungen können durch positive Gedanken aufgelöst werden, aber auch durch Körperarbeit, Yoga, Meditation, Sport und Spazierengehen. Man kann den Weg wählen, zu dem man gerade fähig ist. Man kann die Depressionen von der Körperarbeit oder von der Gedankenarbeit her auflösen. Oder beides kombinieren. Mein Geheimrezept ist die tägliche Verbindung von Gedankenarbeit, Meditation, Spazierengehen, in einem spirituellen Buch lesen, anderen Menschen etwas Gutes zu tun und auch ausreichend das Leben zu genießen (sich etwas Gutes tun).

Eine Aussage des positiven Denkens ist es, dass jeder für seine Gefühle selbst zuständig ist. Gefühle entstehen durch die persönliche Bewertung einer Tatsache. Sie folgen der Reihenfolge äußerer Umstand - Bewertung/Gedanke - Gefühl. Beim positiven Denken geht es darum Bewertungen zu vermeiden, die einen krank machen oder das innere Gleichgewicht beeinträchtigen. Es geht darum Eigenschaften wie innerer Frieden, Liebe, Glück und Gesundheit zu entwickeln. Im positiven Denken üben wir uns wie ein Buddha des Glücks zu verhalten und so ein Buddha des Glücks zu werden.


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