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Yama und Niyama, der ethische Umgang mit anderen und sich selbst, sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Praxis der Meditation. Wenn du auf Meditation und Samadhi losstürmst, ohne an den ethischen Grundlagen zu arbeiten, wirst du dir die Beine brechen. Du kannst es nicht aufschieben; vervollkommne dich in den Yamas wie auch den Niyamas. Es wird ein Leben lang dauern, auch nur ein einziges Yama zu üben. Daher arbeite weiter an den Yama und Niyama und übe gleichzeitig Konzentration und Meditation, auch wenn du in Yama und Niyama noch nicht vollkommen verwurzelt bist.

Yama besteht aus Satya, Ahimsa, Brahmacharya, Aparigraha und Asteya.

Satya bedeutet Wahrhaftigkeit in jeder Hinsicht im täglichen Leben. Es gibt die Überlieferung von einem Harischandra, der in Wahrhaftigkeit vollkommen fest war. Es ist schwierig, in dieser Tugend ganz vollkommen zu werden. Es gibt aber viele, die versuchen, Wahrhaftigkeit im täglichen Leben zu praktizieren. Liebe alle - das ist die Praxis von Ahimsa.

Auch wenn du nicht vollkommenes Brahmacharya (Enthaltsamkeit; Selbstbeherrschung) halten kannst, führe ein regelmäßiges Leben.

Lebe nicht im Luxus, verringere deine Bedürfnisse - das ist die Essenz von Aparigraha (Unbestechlichkeit; nichts annehmen)

Asteya ist das Nichtbegehren der Güter anderer.

Wer das unvergängliche Absolute zu erreichen wünscht, muss diese Forderungen kompromisslos einhalten.

Niyama besteht aus Shaucha, Santosha, Tapas, Svadhyaya und Ishvarapranidhana.

Shaucha bedeutet innere und äußere Reinheit. Innere Reinheit - Reinheit von Geist und Herz - ist wichtiger. Beseitige alle unschönen Vrittis.

Santosha (Zufriedenheit) ist das größte Vermögen, der größte Schatz.

Tapas ist Askese, Übungsdisziplin. Ichlosigkeit und selbstloses Dienen sind die größten Formen von Tapas. Demut und Wunschlosigkeit sind die größten Formen von Askese. Übe sie durch unermüdlichen selbstlosen Dienst. Übe die drei Arten von Tapas, die in der Bhagavad Gita beschrieben werden. Disziplinübungen wie Fasten, usw. fallen auch unter Tapas. Während du fastest, kommst du in eine meditative Stimmung. Svadhyaya ist das Studium heiliger Bücher. Mantra Wiederholung wird auch als Svadhyaya betrachtet.

Dann Ishvara Pranidhana. Gib dich Gott hin. „Ich bin Dein, alles ist Dein, oh Gott; Dein Wille geschehe“, ist das Mantra zur Selbsthingabe.

Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

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Tags: Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Niyama, Patanjali Yoga, Raja-Yoga, Swami Sivananda, Yama, spiritueller Weg

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