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Swami Sivananda: Wie die Kundalini erweckt werden kann

Vor dem Erwecken der Kundalini muss man Deha Shuddhi, Nadi Shuddhi, Manas Shuddhi, Buddhi Shuddhi, Bhuta Shuddhi und Adhara Shuddhi haben. Deha Shuddhi ist Reinheit des Körpers. Nadi Shuddhi ist Reinheit der Astralkanäle. Manas Shuddhi ist Reinheit des Geistes. Buddhi Shuddhi ist Reinheit des Verstandes. Bhuta Shuddhi ist Reinheit der Elemente. Adha­ra Shuddhi ist Reinheit des Adhara (Stütze, Gefäß). Wenn Shuddhi (Reinheit) vorhanden ist, kommt Siddhi, (Vollkommenheit) von selbst. Siddhi ist ohne Shuddhi nicht möglich.

Man braucht eine gewisse Wunschlosigkeit, Vairagya, bevor man den Ver­such unternimmt, die Kundalini zu erwecken. Wenn ein Mensch mit vielen Unreinheiten im Körper, im Energiesystem und/oder im Geist die Shakti einfach nur gewaltsam durch AsanasPranayama und Mudras erweckt, wird er sich verheddern und stürzen. Er wird die yogische Leiter nicht erklimmen können. Das ist der Hauptgrund, warum Menschen vom spirituellen Übungsweg abkommen oder Schaden erleiden. Am Yoga ist nichts falsch. Der Mensch muss zuerst rein sein; dann braucht es eine gründliche Kenntnis des Sadhanas, der Übungspraxis, einen richtigen Lehrer und ein stetiges allmähliches Üben. Wenn die Kundalini erweckt wird, gibt es viele Versuchungen auf dem Weg und ein Sadhaka, der nicht rein ist, hat nicht die Kraft, Widerstand zu leisten.

Ein Guru ist äußerst wichtig. Zur Praxis von Bhakti Yoga oder Vedanta braucht der Guru nicht an deiner Seite zu sein. Nachdem du die Shrutis (Veden) einige Zeit lang vom Guru gelernt hast, reflektierst und meditierst du alleine in Zurückgezogenheit, wohingegen du im Kundalini Yoga den Sitz der Nadis und der Chakras und die genaue Technik der einzelnen Yoga Kriyas verstehen musst. Kundalini muss man daher von einem erfahrenen Guru lernen.

Die Kundalini kann von Hatha Yogis durch Pranayama, Asanas und Mudras erweckt werden; durch Konzentration und Übung des Geistes von Raja Yogis; durch Hingabe und vollkommene Selbstaufgabe von Bhaktas; durch analytischen Willen von Jnanis; durch Mantras von Tantrikern; und durch die Gnade des Gurus, durch Berührung, Blick und Sankalpa (Wille des Lehrers).

Für einige Auserwählte ist eine der oben erwähnten Methoden völlig ausreichend, um die Kundalini zu erwecken. Die meisten müssen jedoch mehrere Methoden kombinieren.



Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
für den spirituellen Weg


Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten
Auszüge aus Werken von Swami Sivananda

Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:
yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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Tags: Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Kundalini, Swami Sivananda, spiritueller Weg

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