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Swami Sivananda: Sadhana ohne Reinheit ist fruchtlose Verschwendung

Geistige Reinheit durch ethisches Training ist daher von grundlegender Bedeutung, wenn du in Meditation und Samadhi erfolgreich sein willst.

Meditation oder Kontemplation zu üben in einem Geist, der in Aufruhr ist, weil man sich nicht an ethische Grundregeln hält, ist so, als baue man ein Haus auf einem kaputten Fundament. Du magst das Haus vielleicht aufbauen, aber es wird ganz sicher einstürzen.

Du kannst jahrelang meditieren und wirst kein greifbares Ergebnis und keine Früchte haben, wenn du keine ethische Unterweisung als Grundlage hast.

Wenn du Gott in deinem Herzen inthronisieren willst, beseitige alle unguten Erschei­nungsformen des Geistes. Was machst du, wenn du bei dir zu Hause eine hochgestellte Persönlichkeit erwartest? Du reinigst das Grundstück, jätest das Unkraut und beseitigst den Abfall. Du putzt alle Räume und legst schöne Teppiche aus. Genauso beseitige die ganze Schlacke der Unreinheiten aus dem Geist, wenn du mit Gott in Verbindung treten willst und Gott ernsthaft einladen möchtest, in deinem Herzen Platz zu nehmen.

Es dauert lange, bis das Herz gereinigt ist. So wie sich eine Menge Staub und Schmutz unter einem Teppich ansammelt und verbirgt, genauso sind alle möglichen Unreinheiten in den Ecken deines Geistes verborgen.

Der Geist ist ein ungezogener Kobold. Nur der Geist ist Mara, der Dämon, der Buddha in Versuchung führen wollte, um ihn vom Weg der Erleuchtung abzubringen. Nur der Geist ist der „Satan“, der Jesus zu verführen versuchte. Er ist Kama (der Liebesgott), der Shiva in seiner tiefen Meditation störte. Er ist der Geist der alten Samskaras (Eindrücke im Geist) nach Lust und Vergnügen, der Vishvamitras Tapas zunichte machte.

Du kannst den Geist nicht mit Wasser und Seife waschen, um seine Unreinheiten in Form von ungünstigen Tendenzen zu beseitigen; wenn du aber Wünsche und Anhaftungen entwurzelst, wird sich der Geist von selbst reinigen.

Wünsche setzen die Sinne in Bewegung. Wünsche können nur beherrscht werden, wenn die Sinne beherrscht sind. Tapas vermindert auf natürliche Weise die Kraft der nach außen gezogenen Sinne und beseitigt Wünsche.

Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:
yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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Tags: Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Reinheit, Sadhana, Swami Sivananda, Verschwendung, spiritueller Weg

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