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Sitze in Padmasana oder Siddhasana in deinem Meditationsraum vor dem Bild deines Ishta Devata. Schließe das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen. Atme sehr sehr langsam durch das linke Nasenloch ein. Dann schließe auch das linke Nasenloch mit dem kleinen Finger und dem Ringfinger der rechten Hand. Halte den Atem an, solange es angenehm ist. Dann atme sehr sehr langsam durch das rechte Nasenloch aus, nachdem du den Daumen gelöst hast. Das war der halbe Vorgang. Dann atme durch das rechte Nasenloch ein. Halte die Luft an wie vorher und atme sehr sehr langsam durch das linke Nasenloch wieder aus. Diese sechs Teile zusammen bilden ein Pranayama. Mache zwanzig am Morgen und zwanzig am Abend. Steigere langsam die Zahl.

Stelle dir vor, dass alle göttlichen Eigenschaften, zum Beispiel Barmherzigkeit, Liebe, VergebungShanti (Frieden), Freude, usw. mit der eingeatmeten Luft in dein System einströmen, und dass alle „dämonischen“ Eigenschaften wie Lust, Zorn, Habsucht, usw. mit der ausgeatmeten Luft ausgestoßen werden. Wiederhole Om oder das Gayatri Mantra geistig während PurakaKumbhaka und Rechaka (Einatmen, Anhalten, Ausatmen).

Richte Puraka, Kumbhaka und Rechaka so schön ein, dass du nicht das Gefühl hast, zu ersticken oder ein Unbehagen in irgendeiner Phase des Pranayama verspürst. Du solltest nie das Gefühl haben, dass du zwischen zwei Runden einige Male normal atmen musst. Die Dauer von Puraka, Kumbhaka und Rechaka muss richtig bemessen sein und deinem System angepasst sein. Die Übung verlangt Vorsicht und Aufmerksamkeit. Dann wird es erfolgreich und einfach.

Verlängere die Phase der Ausatmung nicht unnötig. Wenn man die Dauer von Rechaka im Verhältnis zu Puraka und Kumbhaka verlängert, erfolgt die darauf folgende Einatmung hastig und stört den Rhythmus. Regle Puraka, Kumbhaka und Rechaka so sorgfältig, dass es absolut angenehm ist. Ebenso wichtig ist, dass du am Ende des Anhaltens ausreichend Luft hast, um mühelos und im richtigen Verhältnis zur Einatmung auszuatmen. Das Verhältnis von Puraka, Kumbhaka und Rechaka ist 1: 4: 2.

Mache nicht nur eine Runde, sondern anfangs mindestens 20. Als ideale Grundpraxis für ernsthafte Aspiranten gelten 20 -30 Minuten. Erfahrung und Übung werden dir helfen. Übung macht den Meister. Sei ausdauernd.

Es gibt viele andere PranayamasSuryabheda und Ujjayi erzeugen Hitze. Shitkari und Shitali kühlen, Bhastrika erhält die Normaltemperatur. Suryabheda beseitigt einen Überschuss an Vata; Ujjayi einen Überschuss an Kapha; Shitkari und Shitali einen Überschuss an Pitta; und Bhastrika alle drei.

Suryabheda und Ujjayi sind gut im Winter zu üben. Shitkari und Shitali sind gut im Sommer zu üben. Bhastrika kann zu jeder Jahreszeit geübt werden. Menschen, deren Körper auch im Winter gut warm ist, können Shitkari und Shitali auch im Winter üben.

Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

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