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Die Meditationsstellungen sind besonders geeignet für Japa (Mantra Wiederholung) und kontemplative Zwecke. Sie lösen den Geist vom Kummer und den Sorgen des Alltags. Sie beruhigen die Nerven, entspannen den Körper, stärken den Geist und schenken Ausgeglichenheit. Die Medita­tionsstellungen steigern das Verdauungsfeuer und schenken guten Appetit, Gesundheit und Glück. Sie sind gut gegen Rheuma. Sie halten Gase, Galle und Schleim (Vata, Pitta, Kapha) im Gleichgewicht. Sie reinigen und stärken die Nerven in den Beinen.

Sthira Sukham Asanam’ - Die Stellung soll fest und angenehm sein. Sie soll kein Schmerzempfinden oder Unbehagen verursachen. Wenn die Sitzhaltung nicht fest ist, wird der Geist schnell unruhig. Man hat dann keine Konzentration des Geistes. Der Körper soll ruhig und fest sitzen wie ein Fels. Der Körper soll kein bisschen schwanken. Du wirst gewissermaßen zu einer lebendigen Statue, wenn du dich zu Dhyana (Meditation, Kontemplation) hinsetzt. Wenn der Sitz fest wird, macht man Fortschritte in der Meditation. Es fällt dann leicht, das Körperbewusstsein hinter sich zu lassen.

Wenn du in der Stellung sitzt, denke: ‘Ich bin so fest wie ein Fels. Nichts kann mich erschüt­tern’. Suggeriere das ein Dutzendmal deinem Geist. Dann wird die Asana bald fest werden.

Übe in einer der vier Stellungen drei Stunden lang ohne Unterbrechung sitzen zu können, ohne dich zu bewegen. Dann hast du Asana Jaya, Beherrschung der Asana, erlangt. Schon wenn du eine Stunde lang in der Stellung verharren kannst, kommt eine große Ein­pünktigkeit und klare Ausrichtung des Geistes, und dadurch erfährst du den unendlichen Frieden und Atma Ananda im Inneren.

Wenn du ein Jahr lang regelmäßig übst, wirst du Erfolg haben; du wirst drei Stunden lang ohne Unterbrechung sitzen können. Beginne mit einer halben Stunde und steigere allmählich die Dauer.

Wenn du nach einiger Zeit Schmerzen in den Beinen verspürst, löse die Beine, massiere sie fünf Minuten lang und setze dich dann wieder in die Asana. Wenn du fortge­schrittener bist, wirst du keine Schmerzen mehr spüren. Du wirst hingegen ungeheure Freude erfahren. Übe die Asana morgens und abends.

Bleibe bei einer Asana, entweder Padma, SiddhaSvastika oder Sukkha, und mache sie durch wiederholtes Üben fest und vollkommen. Wechsle die Asana nicht zu häufig. Halte an einer fest. Erfahre den vollen Nutzen einer einzigen Asana für die Meditation.

Aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

Einige Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:
yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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Tags: Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Meditationsstellungen, Swami Sivananda, spiritueller Weg

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