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Swami Sivananda: Der Geist hat die Gewohnheit zu wandern

Die große Mehrheit der Menschen lässt den Geist wild herumlaufen und seinem eigenen Willen und seinen Wünschen folgen. Ständig ist er in Veränderung und wandert. Er springt von einem Ding zum anderen. Er ist unbeständig. Er wünscht Abwechslung. Mono­tonie ist ihm zuwider. Er ist wie ein verwöhntes Kind, das von seinen Eltern zu nachsichtig erzogen worden ist, oder wie ein untrainiertes Haustier. Der Geist von vielen von uns ist wie eine Menagerie wilder Tiere, wo jedes seinem Naturtrieb nachgibt und seinen eigenen Weg geht. Beherrschung des Geistes ist den allermeisten Menschen unbekannt.

Dieser Wandertrieb des Geistes zeigt sich auf verschiedene Weise. Der Geist eines Menschen im normalen Alltags-, Berufs- und Fa­milienleben geht zu Kino, Theater, usw. Der Geist eines Sadhus geht nach Varanasi, Vrindavan und Nasik. Viele Sadhus bleiben während des Sadhanas nicht an einem Ort. Als ernsthafter spiritueller Aspirant beherrsche den Wandertrieb des Geistes, indem du ihn durch Vichara, Hinterfragen,  rein und fest hältst.  Für ernsthafte spirituelle Praxis und Fortschritte übe den Geist darin, eine Weile lang, zum Beispiel fünf Jahre, an einem Ort zu bleiben, bei einer Sadhana-Methode, bei einem Yogaweg, bei einem spirituellen Ziel und bei einem Guru bzw. einer Tradition.

Wenn du ein Buch zu lesen beginnst, beende es, bevor du ein anderes nimmst. Wenn du mit einer Arbeit beginnst, richte deine gesamte Aufmerksamkeit darauf und schließe sie ab, bevor du mit etwas Neuem beginnst. „Alles zu seiner Zeit und gut getan, ist eine wertvolle Regel, wie mancher Mensch dir sagen kann.“ So handelt ein Yogi. Das ist eine sehr gute Regel für Erfolg im Leben.

Gestatte dem Geist nicht, hierhin und dorthin zu streifen wie ein streunender Straßenhund. Halte ihn immer unter Kontrolle. Dann kannst du glücklich sein. Er muss immer bereit sein, dir zu gehorchen, dein Geheiß auszuführen, statt umgekehrt. Wenn der Geist dir sagt: „Geh nach Osten“, dann gehe nach Westen. Wenn der Geist dir sagt: „Geh nach Süden“, dann gehe nach Norden. Schwimme wie ein Fisch gegen den Strom des Geistes. Dann wird der Geist ganz leicht beherrschbar sein.



Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:
yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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Tags: Geist, Gewohnheit, Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Swami Sivananda, spiritueller Weg, wandern

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