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Nach Yama und Niyama kommt Asana. Patanjali schenkt den Asanas keine besondere Aufmerksamkeit. Er beschreibt die feste und bequeme Sitzhaltung. Er möchte nur, dass eine bequeme Stellung eingenommen wird, in der man lange Zeit sitzen kann und nicht vom Schlaf übermannt wird. Im Hatha Yoga gibt es verschiedene Asanas und Pranayamas. Das sind spätere Entwicklungen. Wie die Asanas entwickelten sich später die Ashta Kumbhakas zu Pranayama weiter.

Ich stelle hier die vier einfachen wichtigen Pranayamaübungen vor­:

Die erste Übung ist das leichte Pranayama - Sukha Purvaka. Es kann auch im Bett liegend geübt werden. Ziehe die Luft so lange durch beide Nasenlöcher ein, wie es angenehm ist, halte so lange wie bequem an, und dann atme aus.

Das nächste Pranayama ist Sandhya Pra­nayama oder Anuloma Viloma Pranayama. Atme durch das linke Nasenloch die Luft ein, halte den Atem an und atme durch das rechte Nasenloch aus; dann atme durch das rechte Nasenloch ein, halte an und atme aus. Das ist eine Runde Pranayama. Das Verhältnis zwischen Puraka (Einatmen), Kumbhaka (Anhalten) und Rechaka (Ausatmen) soll 1: 4: 2 sein. Aber am Anfang brauchst du dich darum nicht zu kümmern. Wenn du Übung hast, kommt der Rhythmus von selbst. Wiederhole besonders beim Atemanhalten dein Ishta Mantra. Das steigert die Wirkung. Es erfüllt dich mit göttlicher Energie.

Das dritte ist Bhastrika. Das ist rasches Ein- und Ausatmen. Es gleicht dem Blasen eines Blasebalgs. Schon eine Runde Bhastrika gibt dir binnen weniger Sekunden Kraft. Übe es besonders im Winter. Im Sommer kannst du eine Runde machen, und zwar am frühen Morgen.*

Das vierte ist Shitali. Mache ein Rohr mit der Zunge und ziehe die Luft hindurch, halte an, und atme dann aus. Im Sommer ist Shitali sehr gut. Es kühlt sofort das System. Es reinigt das Blut. Es hat die gleiche Wirkung, wie wenn man ein Glas eiskaltes Wasser trinkt.

Wenn du alle diese Pranayamas eine Zeitlang praktizierst, wird Kevala Kumbhaka von selbst kommen. Kevala Kumbhaka, der meditative Atem, ist Kumbhaka ohne Puraka und Rechaka - Atemanhalten ohne Ein- und Ausatmung, bzw. mit kaum merklichem Ein- und Ausströmen des Atems. Der Geist wird nach diesem Pranayama ganz ruhig.

Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüge aus Werken von Swami Sivananda
Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten

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Tags: Asana, Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Patanjali Yoga, Pranayama, Raja-Yoga, Swami Sivananda, spiritueller Weg

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