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Rechaka heißt Entleeren, Rechaka heißt Ausatmen

Rechaka ist erstmal Entleeren, Rechaka heißt insbesondere, das Entleeren der Lungen und damit das Ausatmen. Pranayama besteht aus drei verschiedenen Teilen: Einatmen – Puraka, Anhalten – Kumbhaka, Und Ausatmen – Rechaka. Rechaka – Ausatmen. Kumbhaka gibt es in zwei Variationen: Es gibt Antar Kumbhaka und Bahir Kumbhaka. Anhalten nach dem Einatmen ist Antar Kumbhaka, Anhalten nach dem Ausatmen ist Bahir Kumbhaka.

Bei allem Pranayama ist insbesondere Rechaka von besonderer Bedeutung, das Ausatmen. Du kannst nur so viel einatmen wie du vorher ausgeatmet hast. Und Rechaka hat in verschiedenen Kontexten eine besondere Bedeutung. Zum einen, um dich zu zentrieren. Wenn du sehr tief ausatmest und sanft einatmest, fällt es leicht, dich auf den Bauch zu konzentrieren. Indem du dich auf den Bauch konzentrierst, zentrierst du dich. Zum zweiten, wenn du die Ausatmung verlangsamst, dann führt das auch dazu, dass Vata sich beruhigt, dass du also ruhiger wirst, harmonischer wirst. Auch ein Übermaß von Pitta wird beseitigt. Eine einfache Weise, dich zu beruhigen und deine Energie zu harmonisieren, ist langsamer ausatmen.

Angenommen, du fühlst dich unruhig, hast Lampenfieber, dann atmest du gleichmäßig ein und aus, und du sorgst insbesondere dafür, dass es ein langsamer Atem ist. Und gerade die Ausatmung hilft dir, langsam zu atmen. Angenommen, du hast einen Überschuss an Pitta, du bist frustriert, ärgerlich oder du hast irgendeinen Allergieanfall, wie Heuschnupfen usw., dann übe langsames Rechaka.

Es gibt auch einen Namen für ein Pranayama, wo Rechaka, die Ausatmung, stark verlangsamt wird, das ist Murcha. Durch Murcha, durch verlangsamtes Ausatmen, wirst du ruhig. Überhitzte Energie, ein Übermaß von Pitta, wird reduziert, Entzündungsreaktionen können gehemmt werden. Auch bei Autoimmunerkrankungen kann es helfen, jeden Tag besonders tief auszuatmen. Wenn du eine Autoimmunerkrankung hast, würde ich dir sogar raten, verlangsame die Ausatmung bei der Wechselatmung noch mehr als doppelt so langsam wie die Einatmung. Und füge einige Runden Murcha dazu, das heißt, das bewusste Verlangsamen der Ausatmung.

Also, Rechaka, sehr wichtig. Auch wenn jemand sehr emotional ist oder wenn er gerade dabei ist, auch in einer anderen Bewusstseinszustand abzudriften, tiefes langsames Ausatmen und sanftes Einatmen bringt den Menschen wieder zurück, zentriert zu sein. Also, Rechaka – Ausatmen. Und mit bewusstem Rechaka, verlangsamtem Rechaka, kannst du auf dein Prana, auf deine Doshas und auf die Bewusstheit Einfluss nehmen.

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Tags: Ausatmen, Entleeren, Rechaka, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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