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Ramanama ist ein Ausdruck, der gerade in der Rama-Tradition, in der Rama-Spiritualität von besonderer Wichtigkeit ist. Rama ist zum einen der Name der siebten Inkarnation Gottes auf Erden, Rama ist aber auch ein Mantra an sich. Du kannst einfach sagen: „Rama Rama Rama.“ Und es gibt eine große Menge an Meistern, die allein durch „Rama“, sogar in der Verkürzung „Ram“, die höchste Verwirklichung erreicht haben. Und gerade in der Rama-Spiritualität, der Rama-Bhakti-Bewegung, hat der Gottesname eine besondere Bedeutung.

Im Shaivismus z.B., da ist Shiva zwar auch schon wichtig, aber das Wichtigste ist: „Om Namah Shivaya.“ Oder auch in der Krishna-Verehrung gibt es zwar den Namen Krishna, aber das Mantra ist: „Om Namo Bhagavate Vasudevaya.“ Oder auch: „Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare, Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hara.“ Währenddessen, bei Rama reicht es einfach auch aus, Rama. Und so gibt es z.B. die Ramcharitmanas und die lobpreist den Ramanama, den Namen von Rama, über alle Maßen. Und da gibt es auch die Frage: „Was ist wichtiger, Gott oder der Name Gottes?“

Das ist jetzt paradox. Da wird auch gefragt: „Was ist machtvoller, Gott oder der Name Gottes?“ Und Tulsidas behauptet, dass der Name Gottes noch wichtiger ist als Gott selbst. Das klingt jetzt etwas eigenartig. Aber da gibt es eine ganze Philosophie dahinter und es gibt auch gute Gründe dafür, denn wenn du von Gott sprichst, machst du dir immer eine Vorstellung von Gott und du stellst ihn dir vor. Und das ist letztlich begrenzt. Wenn du aber den Namen Gottes rufst, dann rufst du Gott so, wie er ist, ohne ihn dir vorzustellen. Das ist so ähnlich, angenommen, du kennst einen Menschen nicht, und jetzt würdest du probieren, diesen Menschen zu beschreiben und wie er ist. Das ist schwierig. Du kannst aber einfach den Menschen rufen und dann kommt er her und dann ist er vollständig da.

Also, angenommen, es ist jemand im Raum und du willst jetzt überlegen: „Wer ist das überhaupt usw.?“ Und du machst dir eine Vorstellung. Oder du rufst ihn einfach und sagst: „Herr XY, könnten Sie bitte mal herkommen.“ Da ist also der Name von jemandem machtvoller als er selbst, solange du ihn nicht kennst. In diesem Sinne, Gott ist da, aber du kennst ihn nicht, mindestens nicht vollständig, mindestens nicht ganz. Vielleicht kennst du ihn ja und du bist ein Gottverwirklichter, aber ich nehme jetzt einmal an, die Mehrheit derjenigen, die diese Vorträge lesen, sind nicht vollständig in diesem Moment sich ihrer höchsten Verwirklichung bewusst. Aber du kannst Gottes Namen sagen, du kannst sagen: „Rama Rama Rama.“ Und Gott kommt, so wie du ihn anrufst. Deshalb, so wie du den Namen Gott wiederholst, ist Gott gegenwärtig. Wenn du nur eine Vorstellung von Gott hast, ist Gott in der beschränkten Vorstellung gegenwärtig. Daher ist es gut, den Namen Gottes zu wiederholen. Und so wird gerade im Rama-Bhakti Ramanama über alle Maßen gepriesen. Es wird auch gesagt, der Name ist das Entscheidende. Daher, wiederhole Gottes Name. Wenn du Gottes Name wiederholst, ist Gott da. Bei Rama ganz besonders, aber auch wenn du einen anderen Name Gottes wiederholst, sei dir bewusst, mit dem Namen Gottes rufst du Gott. Und weil Gott da ist, wird er gegenwärtig und erfahrbar, einfach indem du Gottes Name nennst. Rama Rama Rama. Ram Ram Ram.

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Tags: Name, Rama, Ramanama, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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