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Als solches ist der Sanskrit-Ausdruck „Rajas“ am bekanntesten. Rajas als eine der drei Gunas. Gunas – Eigenschaften in der Natur. Da gibt es Sattva, Rajas und Tamas. Sattva – Reinheit, Licht, erhebend. Rajas – unruhig, gierig, getrieben. Tamas – träge, dumpf. Rajas, also die unruhige Eigenschaft. Es gilt, sich nicht zu identifizieren mit den Eigenschaften, und es gilt, die Eigenschaften sattviger zu machen. Wenn du eher tamasig, trüb, träge, müde, antriebslos bist, dort gilt es, Rajas zu entwickeln, etwas Aktivität. Wenn du dann aktiv bist, dann gilt es, sattvig zu werden, nicht so egoistisch, nicht ständig losspringen, nicht ständig aufschreien, nicht dieses und jenes zu wollen, nicht gleich zu reagieren, wenn dir etwas nicht passt oder wenn du denkst, jemand macht etwas, was dir nicht passt. Das wäre alles Rajas. Werde dann sattvig.

Sattva heißt liebevoll, Sattva heißt freudevoll, Sattva heißt, Gott zu sehen, Sattva heißt ethisch. Sattva kann auch sehr dynamisch sein, ein sattviger Mensch kann sehr viel erledigen. Er ist nicht weniger aktiv, aber er macht weniger Unruhe. In diesem Sinne, Rajas ist Unruhe. Das Sanskrit-Wort „Rajas“ hat aber noch mehrere andere Bedeutungen. Übrigens heißt Rajas (kurz) nicht Rajas (lang). Raja ist der König, Rajas ist die Unruhe. Raja und Rajas hat wenig miteinander zu tun. Auch wenn die Ausdrücke ähnlich aussehen und gerade, wenn man sie in der populären Transkription sieht, scheint es nicht unterschiedlich zu sein.

Aber, Raja – König, und Rajas ist die Unruhe als Guna. Rajas hat noch mehrere andere Bedeutungen. Rajas kann auch heißen, Staub, Eintrübung, das ist sogar die wörtliche, die ursprüngliche Bedeutung. Rajas – Staub, Eintrübung. Das soll heißen, durch Rajas, durch Unruhe, ist das Wissen des Selbst eingetrübt, das ist wie ein Staub, der sich dort hinsetzt. Angenommen, du kriegst Staub in die Augen, dann siehst du nicht mehr, was wirklich ist. So ähnlich, Rajas – Unruhe, Gier, LeidenschaftBegierde – all das ist wie Staub, du siehst nicht mehr die Wahrheit. Und du kannst auch nicht mehr ruhig sein.

Deshalb, Rajas kann auch Emotion sein. Rajas kann auch eine ganz andere Bedeutung haben, Rajas kann auch das Menstrualblut sein, also Menstruationsblut, kann auch die weibliche Sexualenergie sein. Auch als solches findest man es manchmal in den Büchern, gerade wenn es um roten Tantra geht oder wenn es um Sexualität geht, da wird manchmal vom männlichen Bindu und vom weiblichen Rajas gesprochen. Das ist dann nicht die Unruhe der Frau, sondern das kann die weibliche Sexualenergie heißen. Oder manchmal wird davon gesprochen, dass eine bestimmte Asana, eine bestimmte Pranayama, bestimmte Mudra hilft, dass Rajas bei der Frau gut fließen kann. Das heißt dann, diese Übung oder auch diese Ayurveda-Technik ist gut, dass die Menstruation harmonisch erlebt werden kann. So hilft es, zu wissen, Rajas hat verschiedene Bedeutungen. Normalerweise, wenn du bei Yoga Vidya oder in der Yoga-Tradition von Rajas hörst, ist damit Unruhe gemeint, Gier, Getriebenheit, als eine der drei Gunas. Rajas als mittlere der Gunas: Sattva – Reinheit. Rajas – Unruhe, Getriebenheit. Tamas – Trägheit, Dumpfheit.

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Tags: Getriebenheit, Gier, Rajas, Unruhe, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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