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Wikipedia: Bodhi (wörtlich: Erwachen, häufig auch mit Erleuchtung übersetzt) bezeichnet im Buddhismus einen Erkenntnisvorgang, der auf dem vom Buddha gelehrten Erlösungsweg von zentraler Bedeutung ist. Das Wort stammt von einer Sanskrit-Wurzel, von der auch „Buddha“ (wörtlich „der Erwachte“) abgeleitet ist.

Ein Buddha ist nach der buddhistischen Lehre ein Wesen, welches aus eigener Kraft – also nicht dank fremder Belehrung und Anleitung – die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller „seiner“ Potenziale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Prajna), unendliches Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen und dadurch (worauf besonders die chinesische und japanische Ikonografie deutlich hinweist) vollständige Heiterkeit.

Voraussetzungen sind das vollständige Begreifen der Vier Edlen Wahrheiten (Leben ist Leiden, Erleuchtung ist Befreiung vom Leiden, Leiden entsteht durch Anhaftung, Ablehnung und Unweisheit. Der Weg zur Überwindung des Leidens besteht aus Meditation und Gedankenarbeit), die Überwindung aller an das Dasein bindenden Bedürfnisse (keine Anhaftung an äußere Bedürfnisse) und Täuschungen (die Illusion des äußeren Glücks) und somit das Vergehen aller karmischen Kräfte (im Licht leben, in der Ruhe, im Einheitsbewusstsein, Glückseligkeit). Durch Bodhi (das Erwachen, die Erleuchtung) wird der Kreislauf des Leidens, Samsara, durchbrochen und Nirwana erlangt.

Innerhalb des Zen-Buddhismus bestehen zwei unterschiedliche Lehrmeinungen: diejenige von Bodhi als spontan und plötzlich eintretendem Erlebnis (z. B. Hui Neng, der 6. Patriarch) und die von der allmählichen meditativen Selbstvollendung (z. B. Shenxiu). Aber auch mit dem spontanen Erlebnis ist nicht ein einmaliger Vorgang gemeint, durch den endgültiges Wissen in absoluter Vollständigkeit erlangt wird, sondern alle Meister haben ihre erlangte Einsicht jahrzehntelang, oft auch bei anderen Meistern, vertieft.

Dagegen wird beispielsweise im Theravada Bodhi immer als ein blitzartiger Durchbruch zum Erfassen der Wahrheit/Wirklichkeit gesehen, auch wenn der Weg dorthin über einen mühevollen Übungsweg führen mag. Nach dem Mahayana ist das Durchlaufen von 10 Bodhisattva-Stufen notwendig, um letztendlich Bodhi (vollständige Erleuchtung, Buddhaschaft) zu erlangen.

Kommentar: Nach meiner Erfahrung ist Erleuchtung ein langer innerer Wachstumsweg, auf dem man manchmal spontan in verschiedene Erleuchtungsdimensionen durchbricht. Was uns an der Erleuchtung hindert, sind unsere inneren Verspannungen. Die Verspannungen sitzen im Körper und im Geist. Wir müssen unseren Körper und unseren Geist durch unsere spirituelle Praxis reinigen. Dann geschieht Erleuchtung von alleine. Die meisten Menschen sind innerlich so verspannt, dass sie viele Jahrzehnte oder sogar viele Leben zur inneren Reinigung brauchen. Es hängt davon ab wie intensiv sie spirituell praktizieren.

Ich habe vier Jahre in der extremen Abgeschiedenheit gelebt. Ich habe täglich im ständigen Wechsel Meditation, Lesen, Gehen und Gutes tun (für das Glück aller Wesen arbeiten) praktiziert. Ich habe dabei ständig meine Gedanken beobachtet, negative (unheilsame) Gedanken aufgelöst und positive (hilfreiche) Gedanken gefördert. Dadurch kam ich in mir zur Ruhe, mein Geist entspannte sich und es entstand ein tiefgreifender Reinigungsprozess. Nach vier Jahren brach ich dadurch zur Erleuchtung durch. Allerdings war die Erleuchtung nicht dauerhaft, weil ich noch zu viele Verspannungen in mir hatte.

Ich bin jetzt insgesamt 38 Jahre auf dem spirituellen Weg. Die innere Reinigung geschieht weitgehend von alleine, da die wesentlichen Energieblockaden aufgelöst sind. Das ist teilweise mein Verdienst, weil ich mit Selbstdisziplin jeden Tag meinen spirituellen Weg gehen. Aber ich traf auch viele erleuchtete Meister, die mir Erleuchtungsenergie übertragen und mir auf meinem Weg geholfen haben. Insgesamt sehe ich mein Leben durch meine erleuchtete Meister als geführt an.

Ich habe erleuchtete Meister aus verschiedenen Religionen, die mich über eine höhere Bewusstseinsdimension führen. Mein Hauptvorbild ist zwar Buddha. Aber auch Jesus, Laotse, Epikur und Patanjali (Yoga-Weiser) habe mich durch ihre Schriften sehr inspiriert.

Ich hatte verschiedene spirituelle Phasen in meinem Leben. Im Alter von 30 Jahre entdeckte ich den griechischen Philosophen Epikur, der mich auf den Weg des inneren Glücks brachte. Ich beschäftigte mich anschließend viele Jahre mit dem Taoismus und erhielt Einweihungen durch den Meister Mantak Chia. Ich machte eine dreijährige Ausbildung in rational emotiver Therapie (kognitiver Verhaltenstherapie), die sich mit dem richtigen Denken beschäftigt. Das richtige Denken ist ein wesentlicher Bestandteil des Buddhismus. Viele Jahre beschäftigte ich mich danach mit dem Buddhismus. Ich las viele Bücher, besuchte viele Veranstaltungen und erhielt viele Einweihungen. Ich fand 1991 zum Dalai Lama, der mein buddhistischer Meister wurde und mir oft in Träumen erschien.

1992 machte ich eine Ausbildung zum Yogalehrer im Sivananda-Yoga und gab 18 Jahre an der Hamburger Volkhochschule Yogakurse. Dabei entwickelte ich meinen eigenen Yogastil, den ich Glücks-Yoga nannte. Durch die langjährigen Yogaübungen lösten sich viele Verspannungen in meinem Körper und die Energiekanäle wurden aktiviert. Yoga erwies sich als wichtiger Weg um schnell spirituell voranzukommen. Auch im tibetischen Buddhismus müssen erst viele Körperübungen (Niederwerfungen) praktiziert werden, bevor man zu den höheren spirituellen Übungen kommen kann.

Viele Jahre hatte ich auch eine christliche Phase, in der ich mich viel mit dem Christentum beschäftigte. Dieser Weg gipfelte darin, dass Jesus Christus mir in meinem Haus als lebensgroße Lichtgestalt erschien und in mich einging. Der Weg endete damit, dass ich aus dem christlichen Internetforum Jesus.de rausgeschmissen wurde, weil sie christliche Mystiker nicht ertragen konnten.

Mein Weg ging dann weiter zu meinen Meistern Sai Baba, Amma (Amritanandamayi) und Mutter Meera. Sai Baba führte mich geistig durch eine siebenjährige schwierge spirituelle Phase. Amma segnete mich auf einem Retreat in Deutschland. Sie umarmte mich und heilte dabei mit einem Mantra Verspannungen in meinem Bauch. Bei Mutter Meera gehe ich regelmäßig zum Darshan, wenn sie in Hamburg ist.

Mein Weg hat mir gezeigt, dass das innere Glück die Essenz des Lebens ist. Das höchste Glück ist in der Erleuchtung zu erfahren. Den größten Sinn erfährt man im Leben, wenn man in der Liebe lebt und für eine glückliche Welt und für das Glück aller Wesen arbeitet. Das Wichtigste im Leben ist es, dass man konsequent seinen spirituellen Weg geht.

Es gibt viele spirituelle Wege im Buddhismus und in den Religionen insgesamt. Wir sollten den Weg finden, der zu uns passt und hilfreich für uns ist. Und wir sollten die Menschen tolerieren und als unsere Brüder und Schwestern betrachten, die einen anderen Weg als wir gehen. Letztlich führen alle Wege zur Erleuchtung, zu einem Leben im Licht, in Gott und im Nirvana. Wenn wir konsequent unseren spirituellen Weg gehen, wird das Erwachen zu seiner Zeit geschehen.

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