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Pandu – ein altindischer König, eine der am wichtigsten Personen im Mahabharata

Pandu war ein wichtiger König, er wurde geboren von Ambalika und Vyasa. Das ist eine interessante Geschichte, denn Ambalika wurde nicht schwanger. Eigentlich sollte sie einen Sohn bekommen, denn das Königreich sollte fortgesetzt werden, und jetzt gab es eben die Schwierigkeit, der König ist gestorben und es gab keinen Nachkommen. Was sollte man jetzt machen? Dann wurde eine Lösung ersonnen, wurde gesagt, gut, dann wird Ambalika einen Sohn des Königs zeugen, aber nicht mit dem König selbst, und dafür kann dann ein Rishi gebeten werden. Und so wurde Vyasa, der auch der Vater von Sukadev war, eigentlich auch verheiratet, der wurde gebeten, mit Ambalika ein Kind zu zeugen. Und als Ambalika diesen Vyasa sah, der schon ein gewisses Alter hatte, ist sie erblasst vor Schreck. Und weil sie so erschrocken ist, deshalb war sie blass und so wurde das Kind, das sie geboren hat, war dann sehr blass. Und blass und weiß heißt dann eben Pandu.

Und so wurde dann das Kind blass und weiß. Trotzdem wurde Pandu aber ein weiser König, denn er war ja Sohn eines Rishis. Übrigens, beim nächsten Mal, weil es irgendwie hieß, man muss nochmal sichergehen, dass, wenn Pandu etwas passiert, dann muss noch ein Sohn kommen, und dann wurde Vyasa nochmal gebeten, zu kommen, und diesmal hat sich Ambalika die Augen verbunden und so wurde der Sohn blind geboren, Dhritarashtra war eben blind. Eigenartige Sitten damals, eigenartige Gebräuche, wenn man in die Mahabharata reinschaut, dann weiß man, Ethik kann sich durchaus ändern. Die Grundprinzipien der Ethik bleiben gleich, aber wie jetzt eine Gesellschaft konkret Ethik lebt, das ist unterschiedlich. Und da würde man schon sagen, so oft man sagt, „die gute alte Zeit“, ich behaupte, die Ethik heute ist schon eine etwas nachvollziehbarere. Aber ich lebe natürlich jetzt auch hier im 21. Jahrhundert. Ein anderes Mal habe ich über die weitere Lebensgeschichte von Pandu erzählt, da kannst du zum einen nachgucken im Wiki, unter wiki.yoga-vidya.de, oder einfach www.yoga-vidya.de. Da gib „Pandu“ ein, dann erfährst du mehr über Pandu.

Pandu jedenfalls war ein rechtschaffener König und er hatte fünf Nachkommen, wenn auch nicht persönliche Nachkommen, denn wiederum war es so, dass er keine Kinder zeugen konnte und so seine beiden Frauen andere Wege finden mussten, nur diesmal war es nicht mit einem Rishi, sondern mit fünf Devas, fünf Engelswesen. Aber weil die Engelswesen eben da waren, während Pandu da war und das mit Einverständnis des Pandu ging, galten diese Söhne von seinen beiden Frauen, Matri und Kunti, als Pandavas. Sie sind Nachkommen von Pandu, wenn auch nicht direkt seine Söhne. Nachkommen, weil er seinen Segen dazu gegeben hat. Also, Pandu, ein rechtschaffener König mit verschiedenen Macken, aber ein rechtschaffener König insgesamt, Vater oder bzw. – jetzt sage ich doch Pate – aber man kann auch sagen, Adoptivvater von den fünf Pandus, wo Arjuna und Yudhisthira die bekanntesten sind. Pandu wörtlich: weiß, hell, blass.

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Tags: König, Mahabharata, Pandu, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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