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Ich will etwas lesen aus dem Buch „Sadhana“, aus dem Kapitel „Sivananda Upadeshamritam“. Die Fortsetzung von dem, was ich vorgestern gelesen hatte.
Swami Sivananda schreibt:
„Brüder und Schwestern, Mut ist dein Geburtsrecht und nicht Furcht. Friede ist dein göttliches Erbe, nicht Rastlosigkeit, Unsterblichkeit, nicht Sterblichkeit, Stärke, nicht Schwäche, Gesundheit, nicht Krankheit, Wonne, nicht Sorgen, Erkenntnis, nicht Unwissenheit. Du bist Architekt deines Schicksals und Glücks, du bist Herr über dein Geschick, du kannst Dinge geschehen und ungeschehen machen. Du kannst Brahman verwirklichen, das Absolute, das Unendliche, das Ewige. Durch richtiges Denken, richtiges Fühlen, richtiges Handeln. Du kannst alte, ungesunde Gewohnheiten durch die Kraft des Willens überwinden. Du kannst negative Samskaras, unheilige Wünsche und falsche Vorstellungen, überwinden. Du kannst neue, positive Eigenschaften aufbauen. Du kannst dein Wesen gestalten. Du kannst einen wunderbaren Charakter entwickeln. Du kannst die ganze Welt durch deine spirituelle Kraft in Bewegung setzen. Du kannst auch anderen helfen, zum Status der Gottverwirklichung zu gelangen. Du kannst die Kräfte der Natur nutzen. Du kannst die Elemente steuern.“
Hier will er uns ermutigen, aus dem, was viele Menschen oft sagen: „Ja, das ist schwierig und das ist schwierig und das ist auch schwierig. In meinem Leben ist alles schwierig. Und das geht nicht und das geht nicht. Ich würde ja gerne, aber leider… usw.“ Ich glaube, ihr kennt diese Gedanken, die man dort hat. Er sagt: „Du kannst Dinge verändern. Du kannst in dir selbst Dinge verändern, du kannst dein Schicksal gestalten.“ Wir sind nicht dauerhaft so, wie wir jetzt sind. Wir können einiges in Bewegung setzen, wir können einiges tun. Natürlich, wir können nicht alles machen. Er sagt: „Du bist Architekt deines Schicksals.“ Auch ein Architekt kann nur mit den Baumaterialien und dem Baugrund und letztlich auch mit den Finanzen, die er hat, etwas machen, aber er kann einiges machen. Und so ähnlich, wir können einiges gestalten, wir können einiges bauen. Und wir müssen immer wieder aufpassen, wie viel wir eigentlich stoppen durch unsere eigenen Gedanken, wo wir sagen: „Geht nicht. Das geht nicht und ich bin halt so. Leider usw.“ Wir können schauen, wir können eine ganze Menge gestalten.
„Vertraue auf dich selbst, aber sei nicht leichtgläubig.“ Zwei wichtige Sachen. „Glaube nicht an Dogmen. Höre die innere Stimme der Seele. Höre die Impulse des reinen Bewusstseins. Sei kein Sklave. Verkaufe dich nicht. Du bist das unsterbliche Selbst. Überwinde Minderwertigkeitskomplexe. Ziehe Kraft, Mut und Stärke von innen. Sei frei. Habe keinen blinden Glauben. Durchdenke sorgfältig und dann handle danach. Lass dich nicht von blind aufwallenden Emotionen mitreißen. Gehe jenseits von reinen Emotionen. Sei dabei nicht intolerant. Werde weit. Entwickle einen weiten Geist, ein weites Herz. In dir ist ein großer Speicher von Kraft und Wissen. Zapfe diesen Speicher an. Dann wird sich dir das ganze Geheimnis des Selbst enthüllen. Die Dunkelheit der Unwissenheit wird vom Licht der Erkenntnis vertrieben werden. Fortdauernde Meditation über den Atman, das höchste Selbst, ist der Hauptschlüssel, um den Bereich des Wissens zu öffnen. Koste diesen Nektar der Vedanta. Erlange Unsterblichkeit, ewige Wonne und immerwährende Freude. Das ist das Ziel des Lebens. Das ist Ziel und Sinn des gesamten Seins. Karma Yoga, uneigennütziges Dienen, und Upasana, Verehrung des Göttlichen, bereiten dich darauf vor, das höchste Ziel zu verwirklichen. Tat Tvam Asi, du bist das unsterbliche Selbst, der Atman.“
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Durchhaltevermögen, Fortschritte, Praxis, Sadhana, Wiedergeburt

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